Subventionen gestrichen! Köppel-Verfluchung kostet Zürcher Theater 50’000 Franken

Die umstrittene Theaterperformence «Die Schweiz entköppeln» kommt ein Zürcher Theater teuer zu stehen. Das Neumarkt-Theater muss auf 50’000 Franken aus der kantonalen Kulturförderung verzichten.

Performance der Künstlergruppe «Zentrum für politische Schönheit» im März 2016 in Zürich: Dafür wurden dem Theater am Neumarkt nun 50’000 Franken Subventionen gekürzt. play
Performance der Künstlergruppe «Zentrum für politische Schönheit» im März 2016 in Zürich: Dafür wurden dem Theater am Neumarkt nun 50’000 Franken Subventionen gekürzt. Keystone

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Sie wollten provozieren – und zahlen den Preis dafür: Das Theater Neumarkt in Zürich muss auf 50’000 Franken Kulturförderung verzichten. Grund: Die Kulturschaffenden hatten mit ihrer Theaterperformance «Die Schweiz entköppeln», in deren Verlauf man SVP-Nationalrat und «Weltwoche»-Verleger Roger Köppel verfluchen konnte, die kantonalen Stellen einiges an Aufwand gekostet. Hinter der Aktion stand der Künstler Philipp Ruch.

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Mit Voodoo-Zauber belegt: SVP-Nationalrat Roger Köppel.
SVP wollte sämtliche Subventionen streichen

Die SVP forderte damals, man solle dem Theater sämtliche Subventionen von Stadt und Kanton streichen – insgesamt 5,4 Millionen Franken. So weit ging der Zürcher Regierungsrat nicht: 2017 bekommt das Theater im Zürcher Niederdorf 280’000 Franken aus der kantonalen Kulturförderung.

«Das zeigt, wie primitiv der subventionierte Kulturbetrieb ist»

Auf eine Anfrage von BLICK antwortet Köppel damals per SMS: «Die Aktion zeigt einfach, wie unglaublich primitiv der subventionierte Kulturbetrieb ist!»

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Schliesslich war es nicht das erste Mal, dass Köppel Opfer von Künstler Philipp Ruch wird. So rief der deutsch-schweizerische Philosoph letzten September in einer Anzeige: «Tötet Roger Köppel!». Das Schock-Inserat erschien damals im Schweizer Strassenmagazin «Surprise» (BLICK berichtete). «Er muss sterben», sagte Ruch damals. «Im Namen der Menschheit.»

Danach ermittelte die Staatsanwaltschaft - und entschied im Sinne der Künstler: Der Mordaufruf sei klar als künstlerische Darbietung zu erkennen gewesen.

Die «Entköppelung»-Strafe hält aber nicht an: Ab 2018 erhält das Theater Neumarkt wie bisher 330’000 Franken. (SDA/vfc)

Publiziert am 24.11.2016 | Aktualisiert am 30.11.2016
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24 Kommentare
  • Simon P.  Wegert aus Bern
    24.11.2016
    Herr Köppel sollte endlich seinen Einfluss nutzen, damit es auf Bundesebene eine Strafnorm für "Steuergeldverschwendung" gibt. Eine Strafnorm, die im Falle einer Verurteilung und unabhängig von der Höhe der Verschwendung eine Mindeststrafe von 15 Jahren vorsieht und frühzeitige Entlassung aussschliesst oder besser anschliessende Sicherungsverwahrung vorschreibt.
  • Annemarie   Setz 24.11.2016
    Das ist eine richtig Entscheidung: Die Stadt zahlt diesem Theater am Neumarkt keine 50 000 Franken mehr. Ein solcher als "Kunst" dargestellter Mordaufruf hat nichts mehr mit Kultur zu tun. Das hatte auch nichts mehr mit Meinungsfreiheit zu tun sondern war nur äusserst primitiv.
  • Remo  Albrecht aus Höri
    24.11.2016
    Meinungsfreiheit hat nicht mit Primitivheit zu tun!
    Jeder soll und kann seine Meinung sagen, das ist ein Stück Freiheit in der Schweiz. Wenn aber ein Aufruf zum Töten einer Person, ein Aufruf zur Verteufelung einer Person aufgerufen wird, hat dies absolut nichts mehr mit Meinungsfreiheit und Kunst zu tun, ist nur unterste Schublade von scheinbar sogenannten Kulturschaffenden!
  • Harald  Beutler 24.11.2016
    Würden die Künstler-Subventionisten auch ein Stück subventionieren, in welchem die Masseneinwanderung, die Willkommenskultur, die AKW-Abschaltung und alles Links-Grüne kritisieren und lächerlich machen würde? Kaum. Deshalb ist es nur recht, dass die politisch tendenziösen Künstler für so was nicht Steuergelder verschleudern sollen.
  • Christian  Kurmann , via Facebook 24.11.2016
    Versteh eh nicht wieso die geld von mir bekommen.
    Nehme jetzt dann auch eine heugabel stell sie in eine ecke, stecke rote äpfel darauf nenne es kunst und verlange geld vom staat!