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Für 200 Franken vom Wohn- zum Studienort? Die Idee ist umstritten. (Keystone )
Die Nationalratskommission will die Transportkosten für Lernende senken. Blick.ch-Leser sind sich gar nicht einig, was davon zu halten ist.
Heute Morgen sagte die Nationalratskommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur zum zweiten Mal Ja zur Reduktion der Transportkosten für Lehrlinge und Studenten. Diesmal «nur» noch mit 12:9 Stimmen – einige CVP- und FDP-Nationalräte kippten dem Vernehmen nach ins Nein-Lager.
SP-Nationalrat Jacques-André Maire möchte mit seiner parlamentarischen Initiative Lernende und deren Eltern finanziell entlasten.
200 Franken sollen Studis und Lehrlinge nur noch bezahlen müssen, um von ihrem Wohn- an den Arbeits- oder Studienort zu gelangen, wobei die Höhe des Pauschalbetrags wohl noch zu reden geben wird.
Nun kommt das Geschäft nun ins Plenum des Nationalrats und danach gegebenenfalls in den Ständerat.
Das SP-Anliegen sorgte heute auf Blick.ch für rege Diskussionen, über 90 Leser-Kommentare trudelten ein.
Vielen gefällt Maires Idee. Das gilt vor allem für Studenten und Eltern, welche an den hohen ÖV-Kosten für die Kinder zu beissen haben.
So schreibt etwa Yvonne Leonardi: «Ein solches Abo fände ich als Mutter von 4 Kinder sinnvoll für Lehrlinge.»
Nicole Sigrist wiederum erklärt: «Ich studiere berufsbegleitend. Arbeite also nebenbei 50 Prozent, dieses Geld geht fast komplett wieder weg für Studiengebühren, Schulbücher, Krankenkasse. Ich kann mir weder eine eigene Wohnung leisten, noch das GA auf einmal bezahlen. Also bezahl ich das GA monatlich der SBB ab, bezahle dafür aber über 300 CHF mehr. Ich wünschte mir mehr Unterstützung.»
Fridolin Garner-Walker findet die Idee sehr gut, «denn so gewöhnen sich die jungen Leute auch eher an die öffentlichen Verkehrsmittel.»
Andere Leser sind hingegen nicht ganz einverstanden: «Ich persönlich finde, das 200 Fr. etwas zu tief angesetzt ist», schreibt Rudolf Baumann via Facebook.
Eine Mehrheit der Leser findet aber, dass Studenten nicht bevorzugt werden sollten. Loris Frey: «Die Idee ist nicht schlecht aber nicht für Studenten sondern für Lernende. Studierende werden vom Staat schon genug privilegiert.»
Deutlicher wird Blick.ch-Leser Edi Veraguth: «Ausgerechnet die Partygilde soll bevorzugt werden - die Studenten werden ja jetzt schon vom Staat überall gefördert. Für Lehrlinge finde ich es akzeptabel – aber nicht zu diesem Preis!»
Ähnlich tönt es bei Markus Wettstein: «Weshalb müssen Studenten überall Verbilligungen haben? Wenn sie einmal den grossen Lohn haben, bezahlen sie auch nirgends mehr wie der Durchschnitts-Füdlibürger!»
Solche Kommentare stossen bei Franz Steiger auf Unverständnis: «Wenn man die Kommentare hier liest, ist es schon beschämend, wie viel Neid Studenten entgegenschlägt. Teilweise ist das Unwissen über ein normales Studentenleben derart gross, dass man sich fragen muss, ob der gesunde Menschenverstand auf der Strecke geblieben ist.» (vuc)
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