Streit um Frühfranzösisch geht in die nächste Runde Thurgau kommt Entscheid des Bundesrates spanisch vor

Der Kanton Thurgau will selbst bestimmen, ab wann er Frühfranzösisch unterrichtet. Der Bundesrat sieht es anders und hat dazu ein Gesetz in die Vernehmlassung geschickt. Jetzt hagelt es Kritik aus dem Thurgau.

Sprachenstreit: Thurgau gegen Bundesrat-Vernehmlassung zum Französisch play
Ab wann wird die Tafel auf Französisch beschriften? Der Thurgau will dies selbst entscheiden. Georgios Kefalas

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Der Bundesrat hat einen Gesetzesvorschlag in die Vernehmlassung geschickt, in dem in drei Varianten der Unterricht einer zweiten Landessprache in der Primarschule festgeschrieben werden soll.

Der Thurgauer Regierungsrat lehne alle drei Vorschläge «mit aller Deutlichkeit» ab, teilte die Thurgauer Staatskanzlei am Donnerstag mit.

In ihrer Stellungnahme fordert die Regierung eine zusätzliche Variante. Danach soll Frühfranzösisch in der Primarschule nicht zwingend vorgeschrieben werden. Stattdessen sollen die für das Fach vorgegebenen Ziele am Ende der Volksschule beurteilt werden.

Die Schulhoheit der Kantone müsse zwingend beibehalten werden, kritisiert die Thurgauer Regierung. Es sei kontraproduktiv, bundesgesetzgeberisch einzugreifen und die Fremdsprachenfrage in den nationalen Fokus zu stellen.

Im Kanton Thurgau ist geplant, den Französischunterricht auf die Sekundarstufe zu beschränken, dort aber die Zahl der Lektionen zu erhöhen. Darüber muss nun noch der Grosse Rat entscheiden. (SDA)

Publiziert am 07.10.2016 | Aktualisiert am 07.10.2016
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7 Kommentare
  • Beat  Schenker aus Lugano
    07.10.2016
    Es ist sicherlich ein heikles Thema das mit der kantonalen Schuhlhoheit, glaube aber das gerade hier eine Nationale Hoheit nötig ist. Für mich ändert zwar nichts mehr, aber ich hatte das Vergnügen inerhalb 3½ Jahren in 4 Kantonen, zwischen Vorgelesen, selber Lesen und vor Ort studieren den Wilhelm Tell viermal durchgenommen zu haben. Dafür war dann Ende beim beginn der Napoleonischen Kriegen.
  • Roland  Mumenthaler aus Lima
    07.10.2016
    Ich habe frueher schon mal gefragt wieso die Schweiz sich es so schwer macht mit Sprachen. Bei uns kommen alle Schweizerkinder mit 4 Sprachen aus der Pestalozzischule raus und dann ist es kein Problem mit ein oder drei Sprachen mehr. Das heisst deutsch, englisch, spanisch und franzoesisch, daneben sprechen unsere Kinder noch portugiesisch (Brasil).
  • Isidor  Huber aus Blauen
    07.10.2016
    Der Kanton TG hat 2006 die eidgenössische Abstimmung zur Bildungsharmonisierung mit gut 82 Prozent angenommen. Diese Vorlage sah explizit vor, dass Der Bundesrat bei Uneinigkeit unter den Kantonen Vorschriften erlassen kann. Was soll das Theater? In der Vorlage steht das deutsch und deutlich (und nicht spanisch)!
  • Wolfgang  Benfattoum , via Facebook 07.10.2016
    Das Problem mit Sprachen unterrichten liegt meiner Meinung daran wie es unterrichtet wird. Diese Aufgabe jedem Lehrer aufzuzwingen ist einfach nicht richtig. Wenn schon, dann muss Sprache von guten Sprachlehrern mit Erfahrung gelehrt werden. Dann ist auch gegeben, dass es den Schuelern spass macht und schlussendlich auch etwas bringt. Das Problem ist ja nicht wann sondern wie man Sprachen lernt. Je frueher umso besser, aber auf hohem Niveau. Es gibt keine schlechten Schueler, nur schlechte ...
  • Stefan  Rüttimann 07.10.2016
    Wenn ich sehe wie im Moment der "Lehrplan 21" von oben herab einfach eingeführt wird, obwohl ein Grossteil der Eltern und Lehrer nicht damit einverstanden sind und in mehreren Kantonten z.B. auch im Kanton Thurgau eine Volksabstimmung hängig ist, muss ich sagen bin ich nicht dafür, dass die Schulen von Bern aus gesteuert werden. Dann würde vermutlich noch mehr ideologischer Schwachsinn auf unsere Schulen zukommen!