Stellensuchende als Wählergruppe Dieses Jobinserat ist FDP-Wahlwerbung

BERN - Im Wahlkampf für den Aargauer Grossrat zeigt sich die FDP von der kreativen Seite. Sie stellt ein gefälschtes Stelleninserat in den Lenzburger Bezirks-Anzeiger.

FDP wirbt mit Jobinserat in Zeitung für Wähler play
So wirbt die FDP im Lenzburger Bezirks-Anzeiger.

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«Für die Behebung der Verkehrsengpässe, die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Aus- und Weiterbildung sowie die Schaffung von Arbeitsplätzen im Bezirk Lenzburg suchen wir eine/einen...»

Sucht man dieser Tage im Bezirks-Anzeiger Lenzburg nach einer neuen Stelle, könnte man leicht irritiert sein: Die FDP Lenzburg trägt ihren Wahlkampf für die Grossratswahlen am 23. Oktober auf diesen Schauplatz. Andreas Schmid, Präsident der FDP Lenzburg und Wahlkampfleiter, erklärt, wie es dazu kam: Er liess sich von den Schweizer Kapuziner-Mönchen inspirieren, die vor einigen Jahren Nachwuchs für ihren Orden suchten (BLICK berichtete). «Ich fand die Idee spannend und wollte das schon lange mal machen», sagt Schmid.

Gemischte Reaktionen

Viele Rückmeldungen hat er bis jetzt aber noch nicht erhalten, trotz Facebook-Post und Abdruck im Anzeiger. Die meisten Reaktionen sind bisher eher irritiert als beeindruckt. Ist das Inserat vielleicht zu realistisch? Schmid winkt ab: «Die Werbung wirkt ja nur optisch wie ein Stelleninserat. Inhaltlich merkt man relativ schnell, dass das politische Werbung ist.» (wif)

Publiziert am 07.10.2016 | Aktualisiert am 08.10.2016
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5 Kommentare
  • Christoph  Immoos aus Basel
    09.10.2016
    Das ist eine üble Verhöhnung von Langzeitstellensuchenden, auch wenn ein Blick genügt, dass es sich um ein Fake handelt. Das Inserat zeigt deutlich, dass diese Partei sich über die Sorgen der einfachen Bürger lustig macht. Kein Wunder, denn sozialistische Methoden im Energiebereich, bürgerfeindlich wie Fluri beim Inländervorrang oder Gössi und Egerszegi bei den letzten Abstimmungen über ein Vermummungsverbot, das alles steht für die sich "staatstragend" haltende FDP. Einfach cheap.
  • werner   zuercher aus Pfaffnau
    08.10.2016
    solches ist lächerlich! die fdp versucht mit solchem blödsinn die sp links zu überholen! es gibt keinen fachkräftemangel unter schweizer arbeitssuchenden. diese sind ledeglich zu teuer gegenüber den leuten die man aus der eu haben kann! aus den arbeitslosen der eu können die firmen aussuchen bis jemand passt. die unbrauchbaren schiebt man einfach auf lebzeiten ab in die schweizer sozialsystem! also auf die tasche der steuerzahler! das ist fdp politik! die sp, grüne, cvp machens mit und schweigen
  • thomas  brunner aus Bönigen
    07.10.2016
    Cool ... mal eine Stellenausschreibung wo kein Eidg. Fachhochschule oder ETH verlangt wird. Ja die Fachkräfte sind ja so rar in der Schweiz.
  • R  S aus St.Gallen
    07.10.2016
    Und das auf die Kosten von Stellensuchenden. Arbeitslos und verzweiflet, in der Hoffnung, eine sichere Stelle zu bekommen. Traurig wie man mit gefakten Stelleninseraten den Menschen die Hoffnung auf eine finanziell abgesicherte Stelle nimmt.
  • Oliver  Schlatter 07.10.2016
    Sunrise hat seinerzeit auch viele Stellenimserate geschaltet, als die meisten Stellenausschreibungen noch in der Zeitung erschienen. Die meisten Stellen gab es gar nicht. Dies wurde gemacht, weil ein Stelleninserat deutlich günstiger war als eine gleichgrosse Werbung in der gleichen Zeitung. Zudem dachten alle, dass Sunrise extrem expandiert. Clever.