Stärkerer Jugendschutz Bundesrat will gesetzliche Altersbeschränkung für Computerspiele

Der Bundesrat findet, Jugendliche seien zu wenig vor Computerspielen und Filmen geschützt. Er will daher ein einheitliches Gesetz mit Altersvorgaben erlassen.

Computerspiele: Bundesrat will gesetzliche Altersbeschränkung play
Löste damals die ganze Diskussion um Altersfreigaben aus: Ego-Shooter Counter-Strike.

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Weil Videos und Computerspiele heute einfach verfügbar sind, ist der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor ungeeigneten Medieninhalten besonders wichtig, findet der Bundesrat. Während bisher vor allem die Medienkompetenz der Jugendlichen gefördert wurde, will die Landesregierung nun zusätzlich mit regulierenden Massnahmen eingreifen. So soll es Altersbeschränkungen für Filme und Games geben.

Bestehende Regelungen sind lückenhaft

Der Kinder- und Jugendmedienschutz im Film- und Computerspielebereich weist gemäss der Regierung Lücken auf: Die Alterskennzeichnung und die Zugangskontrolle im Kino sowie die Abgabekontrolle bei DVDs und Computerspielen seien in den meisten Kantonen nicht gesetzlich geregelt. Schutzlücken bestünden auch bei Video on demand und Diensten wie YouTube. Die Selbstregulierung der Branchenverbände reiche ebenfalls nicht. 

Der Bundesrat hat das Eidgenössische Departement des Innern daher beauftragt, bis Ende 2017 eine Vernehmlassungsvorlage auszuarbeiten.

Gamehersteller setzen bisher aufs Pegi-System

Die jetzt schon auf den Spieleverpackungen zu findenden Altersangaben beruhen auf dem gesamteuropäischen Pegi-System (Pan-European Game Information). Für die Einschätzungen sind ein niederländisches und ein britisches Gremium verantwortlich. Die Ratings gelten in 30 Ländern, darunter auch in der Schweiz. Allerdings ist diese Lösung aus der Videospiel-Branche selber entstanden und deshalb nicht ganz unabhängig. Zudem besitzt Deutschland mit der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) eine eigene Einrichtung, was bei uns dazu führt, dass auf einzelnen Verpackung zwei sich widersprechende Empfehlungen zu finden sind.

Publiziert am 19.10.2016 | Aktualisiert am 20.10.2016
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18 Kommentare
  • Simon P.  Wegert aus Bern
    20.10.2016
    Der Bundesrat bricht einmal mehr unsere Verfassung. Wann endlich wird Verfassungsbruch als Verbrechen am Volk geahndet und mit lebenslänglich bestraft. Der Bundesrat ist nicht die Legislative (gesetzgeberische Instanz im Staat) sondern die Exekutive (Befehlsempfänger von Parlament und Volk). Er hat keinerlei Kompetenz Gesetze zu erlassen oder dem Parlament Vorgaben zu machen, was für Gesetze er möchte. Er hat zu schweigen und das zu tun, was Volk und Parlament als Vorgesetzte ihm sagen.
  • Heinrich  Ochsner 19.10.2016
    haben die keine anderen Aufgaben zu erfüllen? Ich dachte, sie müssten den Volkswillen umsetzen und nicht das Vok knechten! Oder hat eine/r vom BR unfolgsame Kinder oder Neffen, dass es nur mit Gesetz zum Gehorsam gezwungen werden kann?
  • Ulrich  Hirter 19.10.2016
    Nur zu. Dann gibts ein weiteres "Gesetz" welches umgehen werden kann. Erneut: Bern will, Bern will - aber die Umsetzungen der Volksentscheide werden ignoriert. Hauptsache Bern fällt Entscheidungen welche die Resultate bzw. das Ziel in einem Zeitfenster von Jahrzenten erst erreichen, wenn überhaupt. Und bis dahin sind andere Nasen in Bern.....
  • rolf  sulzer 19.10.2016
    was für ein lächerliches "WILL" vom Bundesrat. Nur damit wieder über die nichts nützendes Gesetz darüber debattiert und gebrütet werden kann, nur damit die Zeit vergeht und "Vollbeschäftigung" vorgeschoben werden kann.
  • jahn  berger 19.10.2016
    Für was gibt es eigenlich Pegi/Usk altereinstufungen auf der verpackung. Jetzt noch mal etwas basteln und uns spieler die spiele verderben ist nicht die feine art.