Wohnungsnot nimmt zu Städte überbevölkert – Bundesrat muss handeln

BERN - Jetzt müssen wir noch dichter aufrücken. Die Wohnungsnot nimmt in den nächsten 20 Jahren zu. Die Bevölkerungsdichte auch. Die SP fordert jetzt den Bundesrat zum Handeln auf.

  • Publiziert: 10.56 Uhr, Aktualisiert: 14.01.2012
  • Von Karin Müller
play Künftig wird noch vermehrt in die Höhe gebaut wie hier in Zürich. (Keystone)

«Wohnraum als Lebensraum muss bezahlbar sein», erklärte SP-Vizepräsidentin und Nationalrätin Marina Carobbio.

Übervölkerung der Grossstädte

Die Zahl der Haushalte wird bis 2030 um 27 Prozent zunehmen. Die Bevölkerung könnte auf rund 9,5 Millionen Bewohner anwachsen. Die meisten Menschen wohnen nicht auf dem Land, sondern bevölkern die Grosstädte.

Der Wohnungsmarkt wird in den nächsten 20 Jahren sehr angespannt bleiben. Dies zeigt eine Trendstudie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW, die im Auftrag der SP-Bundeshausfraktion erstellt wurde.

«Der Bund muss raumplanerisch eingreifen», so Marina Carobbio. Zudem gelte es, nicht genutzte Industriebrachen für das Wohnen zu nutzen. Zuständig ist das Departement von Bundesrat Johann Schneider-Amman.

Gutverdiener leben in der City, Familien müssen in die Agglo

Arbeitnehmer mit mittleren und hohen Einkommen werden sich die Mietwohnung in Ballungszentren wie Genf, Basel und Zürich eher leisten. Familien hingegen werden in die Agglomerationen gedrängt.

Die SP Schweiz fordert eine Miet- und Bodenpolitik, die der ganzen Bevölkerung diene. Dringend benötigt würden flankierende Massnahmen.

«Es kann nicht sein, dass aufgrund spekulativer Mechanismen der Mietzins für Wohnraum in exorbitante Höhen steigt», so Nationalrätin Carobbio weiter.

Mietzinsreduktion ab Ende Jahr

Doch wie sollen Liegenschaftenbesitzer so weit gebracht werden, die Zinse so anzusetzen, dass auch Familien noch in der Stadt wohnen können? «Mit der Änderung des Referenzzinssatzes, wie ihn der Schweizerische Mieterverband fordert», so Carobbio weiter. Diese Massnahme wäre am schnellsten umzusetzen.

«Die schnellste Lösung könnte der Bundesrat mit der Änderung der Verordnung für die Festsetzung des Referenzzinssatzes per 1. November 2011 durchsetzen», erklärt SP-Nationalrätin Anita Thanei. Sie ist Präsidentin des Schweizer Mieterverbandes.

Keine Angst vor Rache

Mit der Senkung des Referenzzinssatzes von aktuell 2.75 Prozent auf 2.5 Prozent hätten Mietende einen Anspruch auf Mietzinsreduktion von knapp 3 Prozent. Thanei: «Oder sogar mehr, falls frühere Senkungen nicht weitergegeben wurden.»

Diese Reduktion sollen die Mieter auch einfordern, «ohne Angst vor Rache des Vermieters».

Alle Kommentare (17)

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    Überbevölkerung schmeisst doch die Ausländer raus dann gibst wieder Platz.
    • 25.08.2011
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    In den USA in Australien, in Kanada kann nur einwandern, wer mindestens ein Kapital pro Person von Fr. 20000.-- vorweisen kann.
    Ginge doch so einfach!
    Liebe SP aber Ihr lügt das Volk weiter an!
    Bald sind Wahlen, dann erfolgt die Quittung!!
    • 25.08.2011
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    Die Personen Freizügigkeit war das dümmste Und das hinterhältigste was der BR dem Schweizer Volk vorgelogen hat!!!
    Kündigt das Schengen Abkommen aber möglichst schnell.
    • 25.08.2011
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    Immer wenn in der Schweiz von hoher Bevölkerungsdichte oder Überbevölkerung berichtet wird, muss ich den Kopf schütteln. Geht mal in Städte wie Tokyo, Shanghai, Hongkong, Seoul, Mumbay, Mexico oder Sao Paulo (nur um einige zu nennen). Da lernt ihr Schweizer mal was Menschenmassen sind und wie sie aussehen. Lächerlich Eure Probleme!
    • 23.08.2011
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    Wo Geschlafen wird, kan ja auch nicht Gearbeitet werden??
    • 23.08.2011
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