Sparhammer des Tages Beamte haben keine Lobby

Der Nationalrat will nur in einem Punkt mehr sparen als Finanzminister Ueli Maurer: beim Bundespersonal. Bauern und Unis kommen ungeschoren davon.

Sparhammer des Nationalrats: Bauern und Unis kommen ungeschoren davon play
Beamte sollen kürzer treten, geht es nach dem Nationalrat. Keystone

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Die Beratung des Stabilisierungsprogramms war eine harzige Angelegenheit für die bürgerlichen Finanzpolitiker. Waren sie doch angetreten, um deutlich mehr für die Bundeskasse herauszuholen als der Bundesrat.

Kaum ungeteilte Unterstützung

Doch für die meisten ihrer Rotstift-Anträge fanden sie nicht mal in den eigenen Fraktionen ungeteilte Unterstützung. Nur gerade in einem Fall konnten sie den Sparhammer niedersausen lassen. Der trifft jetzt mit voller Wucht die Beamten.

Starke Lobby für Bauern und Universitäten

Der Nationalrat will, dass der Bundesrat in den Jahren 2018 und 2019 je 100 Millionen Franken zusätzlich bei der Verwaltung einspart. Damit zeigt sich einmal mehr, dass im Parlament nur verschont wird, wer eine starke Lobby hat. So mussten gestern weder die Bauern dran glauben noch die Universitäten: Beide müssen weniger zum Sparpaket beitragen als der Bundesrat wollte.

Halbwegs ungeschoren kommt auch die Entwicklungshilfe davon. Hier soll nur in dem Umfang gespart werden, den der Bundesrat vorgeschlagen hatte. 

Publiziert am 30.11.2016 | Aktualisiert am 01.12.2016
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11 Kommentare
  • Simon P.  Wegert aus Bern
    01.12.2016
    Das ist ja auch gut so. In der Schweiz herrscht eine Regulierungswut die Weltweit ihressgleichen sucht. Diese völlis sinnlosen Regulierungen müssen ausgedacht, juristisch geprüft, verwaltet und umgesetzt werden. Das braucht Personal für Regelungen die keiner braucht. In der Schweiz könnte man über 200000 Beamte sofort entlassen und die Steuern um 35 Prozent für alle Bürger/innen senken. Das ist das Ziel wo wir hin müssen. Ohne Kompromisse - ohne Gnade.
  • Reto  Leutenegger 01.12.2016
    Ist den NICHT-Beamten eigentlich bewusst wie viel die Beamten verdienen? Zusammen mit den Bankern haben sie die höchsten Durchschnittslöhne in der Schweiz! Und wer hat auf einem Amt jemals erlebt, dass ein Beamter nur im Ansatz Stress hat?
    Zudem: von 2008 bis 2014 waren 66 Prozent aller neu geschaffenen Stellen in der Schweiz Staatsangestellte welche die Kosten nahezu explodieren lassen - eine Entwicklung wie zu schlimmsten Griechen-Zeiten...
  • John  Doe aus London
    01.12.2016
    Von wegen keine Lobby - die Chefin der Gewerkschaft der Bundesbeamten sitzt im Nationalrat, sie ist somit mit dabei. Früher waren beim Staat angestellte Personen nicht für das Parlament wählbar damit kein Interessenskonflikt bestand. Heute sitzen vor allem Staatsangestellte in unseren Stadt-, Kantons- und Bundesparlamenten. Die erhalten die notwendige Zeit vom Staat (uns Steuerzahlern) und obendrein den vollen Zahltag plus die Sitzungsgelder etc. Soviel für keine Lobby.
  • Gustav  Broennimann , via Facebook 01.12.2016
    Beamte haben zwar keine Lobby, aber sie haben ihr eigenes Spiel - Beamtenmikado. Der Erste der sich bewegt hat verloren.
  • Didi  Ruchet aus Zürich
    30.11.2016
    Wer hat, dem wird gegeben oder gut gejammert ist halb gebauert. Die Bauern - Klientel der SVP, CVP - werden einmal mehr verschont, schliesslich muss man seine Wähler bei guter Laune halten. Schamloser Griff in die Bundeskasse. Sparen bei wenig Verdienenden, Rentner, Beamten, im Gesundheitswesen - irgendwo muss ja das Geld her - da wird von gewissen Politiker schamlos in die Bundeskasse gegriffen.
    • Walter  Vetter , via Facebook 01.12.2016
      Sparen bei wenig Verdienenden, unter anderem Beamte. Da muss ich Ihnen zu stimmen, den Beamte verdienen ja nicht, sie erhalten es einfach so und können nebenbei noch andere Jobs verrichten.