Überwindung des Kapitalismus überwunden? SP will wieder Geld von Grossbanken

ZÜRICH - Wegen Geldsorgen möchte die Parteileitung der Sozialdemokraten künftig auch Gelder von Grossunternehmen annehmen, schreibt die «SonntagsZeitung».

PARLAMENTSWAHLEN, EIDGENOESSISCHE WAHLEN, GESAMTERNEUERUNGSWAHLEN, WAHLEN PARLAMENT, ELECTIONS FEDERALES, ELECTIONS PARLEMENTAIRES, ELECTIONS AU PARLEMENT, play
Braucht Geld: SP-Chef Christian Levrat. Keystone

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 BLICK exklusiv mit Doris Leuthard beim Solar-Impulse-Weltrekord «Ein...
2 Ueli Maurer ganz ungewohnt Lob für Eveline Widmer-Schlumpf, Tadel für...
3 Gutachter meldet Bedenken an Kann die Schweiz Dschihadisten...

Politik

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
12 shares
21 Kommentare
Fehler
Melden

Man wolle die bisherigen Spendenregeln über den Haufen werfen und auch Geld von Banken und Versicherungen annehmen. Namentlich möchte man laut dem Artikel eine jährliche Zuwendung der Credit Suisse in der Höhe von 200'000 Franken erhalten, aber auch Geld von der Axa-Winterthur-Versicherung und solches von der Fluggesellschaft Swiss.

Insgesamt erhoffen sich die SP-Bosse jährliche Mehreinnahmen von über 280'000 Franken. Bislang nahm die SP nur Firmenspenden von Genossenschaften an.

Grund für den Meinungsumschwung sind laut dem Bericht seit Jahren rückläufige Mitgliederzahlen – und damit sinkende Mitgliederbeiträge sowie abnehmende Spendeneingänge. SP-Chef Christian Levrat bestätigt gegenüber der «SonntagsZeitung», dass die Parteileitung eine Änderung der Spendenpraxis möchte. Am Dienstag gehe ein entsprechender Antrag in die parteiinterne Vernehmlassung.

Levrat spricht sich auch persönlich dafür aus, dass seine Partei von der CS Spenden annehmen soll. Nicht in Frage kommen für Levrat und die Parteileitung aber Gelder, die wie bei der UBS an Bedingungen geknüpft seien. Voraussetzung für eine Annahme von Grosskonzern-Spenden sei für die SP-Chefs zudem, dass diese der Öffentlichkeit transparent gemacht würden und dass das Spenderunternehmen an alle Bundesratsparteien Zuwendungen mache.

Die Neuregelung des Spendenwesens dürfte in der SP äusserst umstritten sein. Schon in der Vergangenheit führten die Genossen heftige Diskussionen darüber, ob man sich vom Kapital abhängig machen solle oder nicht. (gf)

Publiziert am 28.02.2016 | Aktualisiert am 15.04.2016
teilen
teilen
12 shares
21 Kommentare
Fehler
Melden

21 Kommentare
  • Urs  Hagen 28.02.2016
    Am besten ist es sich bezahlen lassen und dann in die andere Richtung schauen. Die SP ist genau so eine bezahlbare Institution wie alle anderen, da müsste ja eigentlich jedes Mitglied im Dreieck springen, aber Stolz muss man sich eben leisten können. Auch die Linksautonomen liessen sich früher bezahlen für Aktionen wenn auch nur in Naturalien.
  • Ernst  Dittmar aus Adliswil
    28.02.2016
    Die SP bekäme genug Geld von Arbeitern, müsste dann aber auch deren Interessen vertreten.
  • Markus  Graf 28.02.2016
    Der Sozialismus hört dann auf , wenn das Geld der Andern aufgebraucht ist!
  • Gian  Schumacher aus Köniz
    28.02.2016
    Bankengeld statt Moralkeule? Wollen die etwa erwachsen werden?
  • Nadia  Marcinko aus Kloten
    28.02.2016
    Die Idee ist ja nicht neu. Der VCS nimmt Millionen von den Autofaherern und bekämpft mit diesen Mitteln den Individualverkehr massiv.