Sofortiger Parteiaustritt, weil sie in Parteileitung ausgebootet wurde Vize-Präsidentin der SVP stinksauer: Austritt!

Judith Übersax verlässt per sofort die SVP. Grund: Die bisherige Vize-Präsidentin wurde für die neue Parteileitung übergangen und nicht mal informiert.

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Die bisherige Vize-Präsidentin Judith Übersax (links) tritt per sofort aus der SVP aus. Sie ist sauer, dass Partei-Chef Toni Brunner sie nicht über die Absetzung als Vizepräsidentin informiert hat. Keystone

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Der Umbau in der SVP-Führung führt zu Missstimmung in der Partei. Stinksauer ist die bisherige Vizepräsidentin Judith Übersax. Sie wurde übergangen und muss, wenn es nach der der neuen Führungscrew geht, ihr Amt abgeben. «Ich habe von meinem Rauswurf aus dem Medien erfahren», sagt Übersax im «Tages-Anzeiger». Dass die SVP sie nach langjährigem Engagement so abserviere, ohne ein Gespräch, sei das «Hinterletzte».

Die Präsidentin der SVP-Frauen tritt darum per sofort aus der SVP aus. Da Präsident Toni Brunner und sein designierter Nachfolger Albert Rösti es nicht für nötig befunden hätten, sie zu infomieren, mache sie das nun auch via die Medien.

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Die Präsidentin der SVP-Frauen Judith Übersax ist in der Parteileitung nicht mehr erwünscht. Keystone

Laut Albert Rösti habe  Übersax die letzten Male nicht immer an Sitzungen teilgenommen und «deshalb wohl die Pläne nicht mitgekriegt». Sie sei aber am Mittwoch infomiert worden, bevor die Medienmitteilung verschickt worden sei.

Beim Umbau der Parteileitung müssen neben Übersax auch Nationalrat Luzi Stamm und Claude-Alain Voiblet (Koordinator der SVP Romandie) übner die Klinge springe. Neu mit dabei sind dafür die designierten Vizepräsidenten Thomas Aeschi und Céline Amaudruz. (jow)

Publiziert am 05.03.2016 | Aktualisiert am 05.03.2016
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27 Kommentare
  • Dahn  Swiss 06.03.2016
    Hat man eine solche Position, sollte es möglich sein 1+1 zusammezählen zu können. Diese Rochade habe sogar ich kommen sehen. Und wenn man dann noch nicht mal an Sitzungen teil nimmt und die Entscheide nicht erfährt? Oder glaubt Einer irgendwo in dieser Welt würde das in einer "normalen" Firma nicht anders passieren? Wer also Wirtschaft will um den Wohlstand halten zu können, wird auch mit den Auswirkungen des Wirtschaftsverhalten leben müssen. Und bürgerlich heisst nicht Sozial.
  • Edi  Lederer aus Grund
    05.03.2016
    Das ganze ist ein Vorschlag zuhanden der Parteigremien. Also ist es noch nicht entschieden. Regt euch ab.
  • Roman  Hasler 05.03.2016
    Nun ja, Sie wurde scheinbar informiert bevor den Medien. Sie nahm an entscheidenden Sitzungen nicht teil. Wiso wohl? Genau, sie wusste sie wird abgesetzt. Der Rest sind Spielchen damit sie persönlich noch besonders gut dasteht und der parteileitung noch einen reinwürgen kann. Das sollte jeder erkennen.
  • heinz  erich 05.03.2016
    Nachdem Blocher aus Bern verbannt wurde plant die SVP eine Exil-Regierung in Zürich. Da haben nur Mitläufer eine Chance, die klar auf Blocher-Kurs sind. Denken verboten.
  • Xaver  Arnet 05.03.2016
    Dieses verfehlte Vorgehen an der Parteispitze manifestiert ein eklatantes Führungs- und Kommunikationsdefizit, wahrscheinlich gepaart mit einer fehlenden Zivilcourage gegenüber ihren führenden Mitgliedern. Man gewinnt den Eindruck, dass mit der Ablehnung der DSI in der SVP-Parteileitung eine grosse Panik ausgebrochen ist und man nun kopflos im Zeugs herumwirbelt. Also: Das Ganze halt, eine saubere Lageanalyse durchführen, gezielte Massnahmen ableiten und einen klaren Vorgehensplan entwickeln.
    • Alfred  Gerber aus Goldingen
      06.03.2016
      Meines Erachtens handelt es sich bei der Umgestaltung der Parteispitze erst um um einen Vorschlag, welcher schlussendlich an einer Delegiertenversammlung genehmigt werden muss.
    • Xaver  Arnet 06.03.2016
      @Lieber Alfred Gerber: Gemäss Aussage von Frau Judith Übersax musste sie ihren Rauswurf aus den Medien erfahren. Was halten Sie von einem Unternehmen, bei welchem die Mitarbeitenden ihre mögliche oder beschlossene Entlassung aus den Medien entnehmen müssen? Sie müssen nicht antworten. Ich glaube, dass da ein Kommentar überflüssig ist.