Jetzt ist es amtlich So viel Stau wie nie auf Autobahnen!

  • Publiziert: 20.08.2012
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Für den Ferienverkehr erweist sich der Gotthard immer wieder als Nadelöhr (Archiv)

(Keystone)

Das Schweizer Nationalstrassennetz platzt aus allen Nähten: Auf den Autobahnen wurden fast 26 Milliarden Kilometer zurückgelegt. Das führt zu so vielen Staus wie nie zuvor.

Der wachsende Verkehr schlägt sich in Verkehrsunterbrüchen und Staus nieder. 2011 wurden aufgrund von 12'325 Verkehrsmeldungen 19'149 Staustunden erfasst, schreibt das Bundesamt für Strassen (Astra).

Das sind 20 Prozent mehr als 2010. Die Autobahnen stossen gemäss Astra auf verschiedenen Abschnitten zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen.

Rund zwei Drittel oder 15'810 Staustunden wurden durch Verkehrsüberlastungen ausgelöst, dies entspricht einer Zunahme von 34 Prozent. Um 4 Prozent auf 2112 Stunden stiegen die unfallbedingten Staus.

Gesunken ist hingegen die Staudauer wegen Baustellen, nämlich um 14 Prozent auf 1624 Stunden. Zurückzuführen ist diese Entwicklung laut Astra auf weitere Verbesserungen in der Bewirtschaftung der Baustellen.

Wo gibts die schlimmsten Blechlawinen?

Problematisch ist die Stausituation vor allem auf der Nordumfahrung Zürich-Winterthur, wo 2011 an 349 Tagen Staus registriert wurde. Stark betroffen sind auch der Grossraum Baregg bei Baden AG, der Abschnitt Bern-Kriegstetten, die Umfahrung Genf und die Umfahrung Lausanne.

Vor dem Gotthard-Südportal wurden letztes Jahr an 182 Tagen Staus registriert, vor dem Nordportal an 150 Tagen. Die typischen Ferien- und Osterstaus, die sich früher auf einige Wochenenden konzentrierten, verteilen nun sich vermehrt über ganze Wochen.

Weniger Lastwagen im Gotthard-Tunnel

Inzwischen wickelt sich mehr als 40 Prozent des Motorfahrzeugverkehrs über die Nationalstrassen ab. Damit hat sich die Fahrleistung auf den Autobahnen seit 1990 mehr als verdoppelt. Am stärksten belastet sind die A1 zwischen Genf und Lausanne sowie zwischen Bern und Winterthur und die A2 im Raum Basel.

Der Güterverkehr wickelt sogar 67,7 Prozent der gefahrenen Kilometer über Autobahnen ab. Am meisten Schwerverkehr wurde auf der A1 bei Oftringen/Rothrist mit 13'146 Lastwagen pro Werktag gemessen. Im Gotthard-Strassentunnel wurden 2011 pro Werktag 2541 Lastwagen registriert, rund 700 weniger als 2010.

Das ASTRA schränkt ein, dass die markante Zunahme der Verkehrszahlen wie bereits im Vorjahr teilweise statistisch bedingt ist. Die Erfassungsmethoden seien auch letztes weiter verfeinert worden. Verkehrsbehinderungen würden so Jahr für Jahr zuverlässiger erkannt.

Puibliziert wurden die Daten im Nationalstrassen-Jahresbericht des Bundesamts. (sda/vuc)

Beliebteste Kommentare

  • Helmut  Kiesalter , Zürich
    Verkehrsüberlastung wenn ich dieses Wort nur schon höre platzt mir der Kragen. Allein dass wir die 8 Millionen Einwohnergrenze erreicht haben ist bereits Ausdruck dafür. Die Politik hat es verschlafen, die Infrastruktur anzupassen.
  • Hans  Häberli , via Facebook
    Kein Wunder, nutzen doch viele Ausländer für die Ferienreise und ausländische Spediteure unser Strassennetz um sich den happigen Autobahngebühren im Ausland zu entziehen.

Alle Kommentare (31)

  • Heidi  Engel , Sumiswald , via Facebook
    Kein wunder wenn man Bedenkt das 8 Milionen Einwohner dem Bundesrat noch lange nicht genügen!!
    Es werden in ein paar Jahren 15 Milionen sein!! und man kann sich dann
    vorstellen wie dann das ganze Verkehrswesen auf Autobahnen etwa
    dann Aussieht!!
    • 21.08.2012
    • 23
    • 3
  • alois  Leimgruber , Villmergen
    In 95 Prozent der Fahrzeuge sitzt nur eine Person und die masslose Einwanderung setzt diesem noch die Krone auf !
    • 21.08.2012
    • 22
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  • Roland  Rutishauser , via Facebook
    Seit 1990 hat sich das Verkehrsaufkommen verdoppelt. Sonst noch fragen? Dank der PFZ wird es so weitergehen!
    • 20.08.2012
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  • Hanspeter  Studer
    1997 im Oktober bin ich nach Spanien ausgewandert. Fuhr via Bern nach Genf über die Autobahn. Damals ab Raststätte Grauholz bis ausserhalb Bern, ca. Flamatt eine Baustelle. Nun, 2012 fahre ich wieder mal mit dem Auto in die Schweiz und ich bin erstaunt, die Baustelle existiert immer noch. Wenn wunderts. Da hat wohl ein Bauunternehmen einen Lebensjob erhalten.
    • 20.08.2012
    • 43
    • 7
  • Stefano  Nembrini , via Facebook
    Ich denke eines der grossen Probleme in der Schweiz sind die Baustellen. Klar, sie sind nötig. Wenn man den Abschnitt zwischen Oftringen und Härkingen ansehe, dann bin ich froh das dieser endlich saniert wird. Aber hey... Ein guter Freund von mir arbeitet im Strassenbau. Das Problem ist das eine Zeit budgetiert wird, die gar nicht gebraucht wird. Sprich die Arbeiter wären eigentlich viel schneller, dürfen aber nicht, weil sie sich an einen strikten Zeitplan halten müssen. Viele Baustellen könnten in massiv kürzerer Zeit abgarbeitet werden. Kommt das mit dem Spuren sperren bevor die Baustelle anfängt. Siehe den oben-erwähnten Abschnitt. Tempo 80 beginnt schon in Rothrist. Das ist ca. 3km vor der Baustelle. Einfach nur blööd... Thema Gotthard: Warum kein Verlad? Ich denke viele Autofahrer besonders aus dem Norden welche die Schweiz durchqueren zahlen gerne 60.- und können dafür 1 Stunde schlafen während der Zug Sie durch den Gotthard bringt.
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