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Für den Ferienverkehr erweist sich der Gotthard immer wieder als Nadelöhr (Archiv)
(Keystone)Das Schweizer Nationalstrassennetz platzt aus allen Nähten: Auf den Autobahnen wurden fast 26 Milliarden Kilometer zurückgelegt. Das führt zu so vielen Staus wie nie zuvor.
Der wachsende Verkehr schlägt sich in Verkehrsunterbrüchen und Staus nieder. 2011 wurden aufgrund von 12'325 Verkehrsmeldungen 19'149 Staustunden erfasst, schreibt das Bundesamt für Strassen (Astra).
Das sind 20 Prozent mehr als 2010. Die Autobahnen stossen gemäss Astra auf verschiedenen Abschnitten zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen.
Rund zwei Drittel oder 15'810 Staustunden wurden durch Verkehrsüberlastungen ausgelöst, dies entspricht einer Zunahme von 34 Prozent. Um 4 Prozent auf 2112 Stunden stiegen die unfallbedingten Staus.
Gesunken ist hingegen die Staudauer wegen Baustellen, nämlich um 14 Prozent auf 1624 Stunden. Zurückzuführen ist diese Entwicklung laut Astra auf weitere Verbesserungen in der Bewirtschaftung der Baustellen.
Problematisch ist die Stausituation vor allem auf der Nordumfahrung Zürich-Winterthur, wo 2011 an 349 Tagen Staus registriert wurde. Stark betroffen sind auch der Grossraum Baregg bei Baden AG, der Abschnitt Bern-Kriegstetten, die Umfahrung Genf und die Umfahrung Lausanne.
Vor dem Gotthard-Südportal wurden letztes Jahr an 182 Tagen Staus registriert, vor dem Nordportal an 150 Tagen. Die typischen Ferien- und Osterstaus, die sich früher auf einige Wochenenden konzentrierten, verteilen nun sich vermehrt über ganze Wochen.
Inzwischen wickelt sich mehr als 40 Prozent des Motorfahrzeugverkehrs über die Nationalstrassen ab. Damit hat sich die Fahrleistung auf den Autobahnen seit 1990 mehr als verdoppelt. Am stärksten belastet sind die A1 zwischen Genf und Lausanne sowie zwischen Bern und Winterthur und die A2 im Raum Basel.
Der Güterverkehr wickelt sogar 67,7 Prozent der gefahrenen Kilometer über Autobahnen ab. Am meisten Schwerverkehr wurde auf der A1 bei Oftringen/Rothrist mit 13'146 Lastwagen pro Werktag gemessen. Im Gotthard-Strassentunnel wurden 2011 pro Werktag 2541 Lastwagen registriert, rund 700 weniger als 2010.
Das ASTRA schränkt ein, dass die markante Zunahme der Verkehrszahlen wie bereits im Vorjahr teilweise statistisch bedingt ist. Die Erfassungsmethoden seien auch letztes weiter verfeinert worden. Verkehrsbehinderungen würden so Jahr für Jahr zuverlässiger erkannt.
Puibliziert wurden die Daten im Nationalstrassen-Jahresbericht des Bundesamts. (sda/vuc)
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