Skos fordert mehr Arbeitsintegration Flüchtlinge sollen arbeiten

Die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe Skos fordert mehr Massnahmen zur Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsprozesse. Sonst würden steigende Sozialhilfekosten drohen.

Skos-Konferenz: Mehr Arbeitsintegration senkt auf Dauer Sozialkosten play
Wenn Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene nicht in den Arbeitsmarkt integriert werden, fallen für Kantone und Gemeinden hohe Kosten für die Sozialhilfe an. Keystone

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Albisgüetli-Tagung der SVP in Zürich Harmloser Blocher, Juso-Protestzug...
2 Schweizer Wahl-Beobachter nach Vereidigung «Da schaue ich lieber...
3 Verkehrsmediziner Rolf Seeger zu Senioren-Autofahrern «Es muss mit...

Politik

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
41 shares
23 Kommentare
Fehler
Melden

Die meisten Asylsuchenden sind jung und arbeitsfähig, aber beruflich schlecht qualifiziert. Daher brauche es mehr Anstrengungen zur Arbeitsintegration von Flüchtlingen, fordert die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe SKOS an ihrer Jahresmedienkonferenz.

Die Flüchlinge sollen nicht mehr von Sozialhilfe abhängig sein. Da Hilfsjobs für Ungelernte immer rarer würden, Fachkräfte hingegen gesucht seien, könne mit einer guten Berufsausbildung wirtschaftliche Selbständigkeit erreicht werden. Die SKOS stellt unter anderem folgende kokrete Forderungen:

  • Angebote zur Sprachförderung und möglichst rasch 5000 zusätzliche Plätze in Beschäftigungsprogrammen schaffen.
  • Die Wirtschaft beteiligt sich «angemessen» an der Arbeitsintegration von Personen aus dem Asylbereich. Die öffentliche Hand trifft hierfür mit der Wirtschaft verbindliche Vereinbarungen.
  • Die Integrationspauschale des Bundes wird rasch und bedarfsgerecht erhöht. 
    Der Bund prüft, für Personen mit Bleiberecht in der Schweiz auf Gesetzesstufe eine Verpflichtung zur beruflichen Qualifizierung einzuführen.
  • Bund und Kantone bauen bürokratische Hürden rasch ab, damit die Qualifizierungsmassnahmen effizient und wirtschaftsfreundlich umgesetzt werden können.
  • Alle Integrationsangebote müssen auch für stellensuchende Inländerinnen und Inländer zur Verfügung stehen.

Eine gezielte Investition in Ausbildung und Potenzial von Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommen kostet nach den Berechnungen der SKOS etwa 100 Millionen Franken pro Jahr. Sonst drohen die Sozialhilfekosten rasant anzusteigen, schreibt die SKOS in einer Mitteilung. (jow)

Publiziert am 13.01.2017 | Aktualisiert am 13.01.2017
teilen
teilen
41 shares
23 Kommentare
Fehler
Melden

23 Kommentare
  • Regula  Hiltebrand aus Au
    14.01.2017
    Nein, es sollen endlich die Wirtschaftsflüchtlinge, die hier nichts zu suchen haben, schneller zurück geschickt werden. Zudem hat es viele 60/65 J. ältere in unserer eigenen Bevölkerung, die zuerst Anrecht auf eine Arbeit haben, die zu wenig zum Leben haben und keine Ergänzungsleistungen erhalten, nur weil das Geld für andere verprasst wurde.
  • Heidi  Engel , via Facebook 14.01.2017
    Diese Wirtschaftsflüchtlinge wollen gar nicht Arbeiten, und Gebrauchen kann man sie auch nicht!! was die wollen ist nur ein besseres Leben hier bei uns!!!
    Kein Wunder sind in der Schweiz die Sozialhilfekosten so gross, aber Schuld sind ja Angeblich wir Einheimischen Bezüger, und werden in den Gleichen Topf Geworfen, und unter Druck gesetzt Bewerbungen zu machen trotz immer Absagen Besonders die (Älteren 50-60 Jährigen und darüber) werden dabei auch noch Gezwungen dazu!!!
  • Adrian  Züger 14.01.2017
    Wenn das alles so einfach wäre wie es die Skos verlangt
    Fragt mal unser Nachbarland Oestereich wie es mit diesem Projekt klappt??
  • Wayne E  Trigger 13.01.2017
    Alles gut und recht. Aber wenn man diese Paiassen einfach nicht brauchen kann, wie will man die dann integrieren können? Aha, mit viel Geduld und Wohlwollen? Klar - und der Rest der CH-Bevölkerung kümmert sichnjm die benötigte Wertschöpfung. Alles toll und viel Arbeit für die Sozialindustrie, aber unrealistisch und reichlich naiv zu denken, dass das klappen könnte. Vergesst es!
  • Karl  Indergand aus Thalwil
    13.01.2017
    Für die Inländer entsteht kaum Konkurrenz, weil es am nötigen Arbeitswillen hadert, Bei dieser Thematik geht es einzig um den Schutz der Sozialindustrie. Die NGOs leisten ihren Teil dazu, indem sie die Flüchtlinge gleich mit eigenen Schiffen von der anderen Seite des Mittelmeers zu uns herüber schaffen. Natürlich alles aus reinster und tiefster Humanität.