Silberne Fallschirme beim Bund Beamte kassieren im Schnitt über 10'000 Fr im Monat

Der Bundesrat hat seinen Bericht über die Personalpolitik publiziert. Darin legt er offen, wie viel Bundesangestellte verdienen – und wie stark die Abgangsentschädigungen gestiegen sind.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Bundesrat muss in der Fragestunde antraben SP-Meyer ärgert sich über...
2 #EsGeht Warmduscher Girod
3 Babyboom im Bundeshaus Die Väter machen den Anfang

Politik

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
43 shares
34 Kommentare
Fehler
Melden

Die Schweizer Löhne sind unter Druck. Eine fürstliche Erhöhung gab es 2015 auch für die Angestellten der Bundesverwaltung nicht. Immerhin: Es wurde ihnen eine Reallohnerhöhung und ein Teuerungsausgleich von je 0,1 Prozent zugestanden.

Ein Ausfall ist laut Ratingagenturen so gut wie ausgeschlossen: Der Schweiz Geld zu leihen ist eine sichere Sache (Symbolbild) play
Bundesangestellte verdienten 2015 im Schnitt 121'533 Franken. Keystone

Das erhöht den Brutto-Durchschnittslohn der Bundesbeamten um 425 Franken pro Jahr auf 121'533 Franken. In diesem Wert sind auch die Entschädigungen für die obersten Kader enthalten. Nicht einberechnet sind gemäss dem Bericht der Regierung Zulagen und Leistungsprämien.

Während beim Lohn keine grossen Fortschritte erzielt wurden, kassierten Beamte dafür bei den Abgangsentschädigungen fürstlich ab. Wurden 2014 in 35 Fällen 1.38 Millionen Franken ausbezahlt, waren es 2015 in 38 Fällen 3.12 Millionen Franken.

Die durchschnittliche Abgangsentschädigung beim Bund betrug damit rund 80'000 Franken – das ist mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr.

Deutliche Veränderungen gab es auch in der Beurteilung der Personals. Die Skala reicht zwar weiterhin von 1-4, wurde aber neu benannt. Nach wie vor sind rund 81 Prozent der Angestellten mit einer «3» (früher «erreicht die Ziele vollständig», jetzt «gut») beurteilt worden.

Der entscheidende Unterschied: Neu reicht diese Einschätzung nicht mehr für eine saftige Lohnerhöhung. Maximal gibt es dafür noch 2 Prozent mehr Geld, bis anhin waren es deren 3,5 Prozent. (vuc)

Publiziert am 24.03.2016 | Aktualisiert am 19.06.2016
teilen
teilen
43 shares
34 Kommentare
Fehler
Melden

34 Kommentare
  • Markus  Immer aus Anse aux Pins
    26.03.2016
    Ich habe vor ein paar Jahren einer Konversation von 4 Juristen in einem Berner Rest. zugehört. Dabei ging es darum wie der Arbeitstag "um die Ecke" gebracht werden könne! Alle 4 hatten nichts zu tun! Alle 4 verdienen über 250000 p.a. In meinem Metier treffe ich täglich auf Beamtete die das Geld das sie kassieren nicht wert sind! Fau, arrogant, dumml, können keine Entscheidungen treffen, unzuverlässig, aber immer "überarbeitet". Es gibt nur wenige die leisten was sie verdienen.
  • Hans  Leemann 25.03.2016
    Die Flut von parlamentarischen Vorstössen, Referenden und Initiativen beschäftigen die Verwaltung enorm. Da einigt sich zum Beispiel das Parlament auf eine Vereinfachung und Beschleunigung des Asylverfahrens. Wer ist dagegen? Die SVP. Initiativen für ein Minarett- und Verschleierungsverbot zur Terrorismusbekämpfung sind völlig überflüssig. Die Durchsetzungsinitiative war auch überflüssig. Es ist die SVP die die Verwaltung beschäftigt und enorme Kosten verursacht.
    • Peter  Hubacher 25.03.2016
      Genau so ist es, aber die Mehrheit der Daumenklicker sieht das natürlich wieder nicht ein.
  • Annemarie   Setz 25.03.2016
    Was an der ganzen Diskussion stört, ist die teils aufs Tapet gerufene Unterscheidung zwischen akademischer Bildung und dem sogenannt einfachen Handwerker. Es gibt unter den "Studierten" sehr viele, die für die Allgemeinheit wenig gemacht, aber viel gekostet haben. Ueber die Einkommen von Bundesbeamten zu urteilen, masse ich mir nur dann an, wenn ich sehe, was sie leisten, und auch da gibt es Unterschiede. Da müsste es dann auch entsprechende Abstufungen geben.
  • Gina  Meier 25.03.2016
    Tja wer bekommt der nimmt. Die meisten Beamten würden in der freien Marktwirtschaft kaum überleben ohne Fallstrick und doppeltem Boden, aber solange es das fleissige Volk gibt, dass man melken kann, wieso sollten die was ändern?
  • Gerhard  Frey 25.03.2016
    Quer gelesen und Quere Gedanken: Wo wird Einkommen Erwirtschaftet und Generiert? In den Büros / Verwaltungen? Von Studierten? Von all den Proffessoren welche die Eidgenossenschaft Überfluten und Ausbluten? Oder vom ASTRA? ist es nicht so dass der Handwerker etwas herstellt was Einkommen generiert? Wie auch immer der Büezer bezahlt auch dann noch wenn nur noch Verwaltungskosten da sind.