Sparübung bei der Armee Sicherheitspolitiker verlangen detaillierten Bericht vom Bundesrat

  • Publiziert: 19.10.2012
play Ein Gripen des schwedischen Herstellers Saab (Symbolbild) (Keystone)

Angesichts der jüngsten Sparankündigungen der Regierung für die Armee verlangt die Sicherheitspolitische Kommission (SIK) des Ständerats einen Bericht. Der Bundesrat soll aufzeigen, wie er sich die Spar-Armee vorstellt.

Die Budgetvorgaben des Bundesrates für die Armee stossen bei der SIK erneut auf harsche Kritik. Die SIK halte es für höchst problematisch, dass der Bundesrat für den Armee-Ausgabenplafond weniger Geld vorsehe als das Parlament verlangt habe, teilten die Parlamentsdienste am Freitag mit.

Die gleiche Kritik äusserte sie bereits in einem Brief an den Bundesrat im Mai. Der Bundesrat beschloss im April, den Plafond ab 2015 bei 4,7 Milliarden Franken festzusetzen. Verlangt hatte das Parlament 5 Milliarden Franken. Heute liegt der Plafond bei 4,4 Milliarden Franken.

60 Mio. weniger für armasuisse

Zudem kündigte der Bundesrat im September an, die Kredite der Verteidigung ab 2014 um 13 bis 14 Millionen Franken und die Gelder der armasuisse um 60 Millionen Franken zu kürzen. Dies geschieht im Rahmen eines Sparprogramms (KAP 2014), welches das Parlament gefordert hat.

Die bundesrätlichen Entscheide bezeichnet die SIK als schwer nachvollziehbar. Da schwerwiegende Auswirkungen auf die Armee zu befürchten seien, müsse der Bundesrat darlegen, wie die Armee mit den «knappen finanziellen Mitteln» ausgestaltet werden solle.

Bericht bis Ende November

Konkret will die Kommission wissen, wo die Armee wegen der tieferen Budgetvorgaben weniger leisten soll. Die Auswirkungen auf die Ausrüstung, die Infrastruktur sowie auf das Personal des Verteidigungsdepartements (VBS) soll die Regierung ebenfalls darlegen. Vorliegen soll der Bericht in der zweiten Novemberhälfte.

Einen Entscheid fällte die SIK nicht. Falls nötig werde sie aber Korrekturen an den Vorgaben für das Armeebudget einleiten, teilte sie mit. Ende November 2012 dürfte der Bundesrat laut der SIK das Rüstungsprogramm 2012 mit den Finanzierungsvorschlägen für den neuen Kampfjet Gripen verabschieden. (SDA)

Beliebteste Kommentare

  •   pascal weber , Geroldswil
    Wir sind auch eines der einzigen Länder, dass eine Armee ohne Geld betreiben will
  • Martin  Ziegler , via Facebook
    Das BVS ist das einzige Departement das in den letzten 10 Jahren etwas gespart hat. Alle andern haben munter ausgegeben, oder haben sie die Asylkosten und die Schenkosten vergessen, die Leerläufe des UVEK???

Alle Kommentare (5)

  • Hanspeter  Blöchlinger , Zürich
    Während sich die Bundesausgaben in allen anderen Departementen in den letzten 20 Jahren verdoppelten so wurde es einzig beim Militär gekürzt. Gemessen am Gesamtbudget des Bundes sind wir in Europa bei den Miltärausgaben fast Letzte. Entweder eine glaubhafte Armee oder dann halt gar keine mehr...
  • Martin  Ziegler , via Facebook
    Das BVS ist das einzige Departement das in den letzten 10 Jahren etwas gespart hat. Alle andern haben munter ausgegeben, oder haben sie die Asylkosten und die Schenkosten vergessen, die Leerläufe des UVEK???
  • rolf  sulzer
    wieviele evaluations-millionen will herr mauerer eigentlich noch verbraten, bis sich diese jet-fanantiker endlich für ihr spielzeug entscheiden können - so langsam reichts.
  • Bonifaz  Kühne , Valens , via Facebook
    Das ist sparen, am falschen Ort, denn die vergangenen 10 Jahre habens gezeigt, die Armee wird notweniger denn je, zwar nicht aus Mlitärischer sicht, aber aus ziviler Sicht! Sicherheit heisst nicht nur Verteidigung im krieg sondern auch "verdeitigung" bei Naturkatastrophen.
  •   pascal weber , Geroldswil
    Wir sind auch eines der einzigen Länder, dass eine Armee ohne Geld betreiben will

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