Shanghai statt Schangnau Der SVP-Sennenhund ist ein Chinese

Die Volkspartei stellt Wahlmaskottchen Willy vor. Einen Berner Sennenhund aus Shanghai statt Schangnau.

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Die SVP hat ihren nationalen Wahlkampf offi­ziell eröffnet. Nicht mit rhetorischen Pauken und Trompeten, wie es von der Volkspartei zu erwarten wäre, sondern mit einer leicht jazzigen Saxofon­einlage, Bratwurst und Bier und einer pikanten Personalie.

Albert Rösti, Nationalrat und Wahlkampfleiter, unterrichtete die Gäste auf dem Berner Waisenhausplatz nicht nur darüber, dass der kultige Geissbock Zottel in den «gegönnten» Ruhestand entlassen worden sei. Rösti präsentierte gestern auch gleich Zottels Nachfolger: Es handelt sich um einen Berner Sennenhund aus feinstem Plüsch, den die Parteispitze in Anlehnung an Wilhelm Tell auf den Namen Willy taufte. Rösti pries Willy als Verkörperung von Schweizer Werten: «Er ist liebenswürdig und zahm, wenn seine Freiheit bedroht wird, kann er aber auch Zähne zeigen.»

Allerdings ist unklar, wie Willy zum besagten schweizerischen Charaktergepräge gekommen ist. BLICK-Recherchen deuten darauf hin, dass in seiner Geburtsurkunde eher Shanghai als Schangnau BE steht. «Der Berner Sennenhund wird aus Kostengründen in Fernost gefertigt. Er ist Made in China», heisst es beim Hersteller, dem traditionsreichen Plüschtier-Unternehmen Teddy Hermann, das übrigens im oberfränkischen Hirschaid bei Bamberg (Deutschland) domiziliert ist. So gesehen zieht die SVP mit einem chinesisch-deutschen Doppelbürger ins Wahljahr.

Ein weiteres Kampagnen­instrument: Unter dem Motto «SVP bi de Lüt» will die Volkspartei mit zu Grillbuden um­gebauten Wahlmobilen den Dialog mit der Bevölkerung suchen.

Die SVP-Spitze hat sich für die Wahlen 2015 viel vorgenommen: Sie macht sich auf zur Rückeroberung jener Wähleranteile, die sie 2011 eingebüsst hat. «Wir müssen zulegen, damit unsere gewonnenen Abstimmungen auch umgesetzt werden», so Rösti. Gelingen soll das Wachstum, indem Nichtwähler mobilisiert werden und Wähler, welche sich zuletzt den Mitteparteien zugewandt haben, wieder zur SVP zurückkehren. Zuversicht schöpft die SVP-Spitze unter anderem aus den zahlreichen gewonnenen kantonalen Wahlen. 

Auch das Programm stimme, ist die SVP-Spitze überzeugt: «Nur wir kämpfen gegen den schleichenden EU-Beitritt, für eine konsequente Ausländerpolitik und für tiefe Steuern für alle», erklärte Parteipräsident Toni Brunner.

Publiziert am 15.10.2014 | Aktualisiert am 15.10.2014
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3 Kommentare
  • Feli  Andres 15.10.2014
    Wer vernüftig und schlau Wählt,Wählt so oder so SVP,Maskotchen hin oder her.So wie es hier in der Schweiz zu und her geht ist nicht mehr zumutbar.Wen wir Eidgenossen unsere geliebte HEIMAT schützen wollen muss sich sehr viel ändern.
  • Moro  Roberto 15.10.2014
    Mein Sennenhund tollt am liebsten mit einem Dalmatiner rum. Seine besten Freunde sind ein Husky und ein Findelkind aus Spanien. Ihm ist es egal, woher die andern Hunde kommen, nur die Sympathie zählt.
  • Stephan  Reimann 15.10.2014
    Passt doch zur SVP, oder?
    Es ist doch gleich von wo die Materialien sind und wo sie verarbeitet wurden, solange der Profit dann in der Schweiz - noch besser bei ihnen selbst - bleibt oder zumindest angelegt wird.