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Jacqueline Badran, immer für einen provokativen Tweet zu haben. (sda)
In der Agrardebatte geht es um viel Geld – und um fast so viele Detailfragen. Etwas Würze verleiht der Monsterdiskussion die Zürcher SP-Frau Jacqueline Badran.
Die seit heute Morgen im Nationalrat laufende Agrarpolitik-Debatte ist die erwartet zähe Angelegenheit.
Es geht um viel Geld: 13,6 Milliarden Franken, verteilt über vier Jahre, soll der Bund in die Landwirtschaft pumpen.
Und es geht um viele Details. Wie stark sollen Direktzahlungen an ökologische Leistungen geknüpft werden? Und: Schwächt dieser von der Mehrheit im Parlament gewünschte Systemwechsel die «produzierende Landwirtschaft und damit die Bauernfamilien», wie die SVP moniert?
Sicher wichtige Fragen, aber man kann die Debatte auch anders zusammenfassen. «Nationalrat beschliesst: Sex im Heu wird subventioniert», liess SP-Nationalrätin Jaqueline Badran in der Mittagspause über Twitter verlauten.
Dabei geht es nicht, wie man auf den ersten Blick annehmen könnte, um ein «zurück zur Natur» in der Tierzucht. Sondern um rein menschliche Bedürfnisse.
Der Nationalrat wünscht nämlich, dass künftig auch landwirtschaftsnahe Tätigkeiten wie der Agrotourismus subventioniert werden können – oder eben der «Sex im Heu», wie die städtische Sozialdemokratin zwitschert.
Die Debatte in der grossen Kammer konnte gestern auch nach neun Stunden nicht beendet werden. Sie geht nächste Woche weiter.
Die Linken wollen eine ökologischere Landwirtschaft. «Die Politik, die die Bürgerlichen vertreten, führt ins Nirgendwo», sagt SP-Nationalrat Roger Nordmann und schlägt kurzerhand seinen Parteikollegen Beat Jans (BS) als neuen Präsidenten des Bauernverbandes vor. «Mit diesem würde es den Bauern in der Schweiz besser gehen», sagt Nordmann – mit Betonung auf «würde». Denn die Nachfolge des abtretenden Hansjörg Walter (SVP/TG) wird Jans Ende Jahr sicher nicht antreten. Laut Anforderungsprofil des Bauernverbandes müsste er dafür nämlich «praktizierender Landwirt» sein. Jans ist zwar ausgebildeter Landwirt, arbeitet heute aber als Abteilungsleiter bei Pro Natura.
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