Schwyzer wollen keine Flatrate Banker zeigts der FDP

BERN - Es gibt keine «Flat-Rate»-Steuer im Kanton Schwyz. Das haben Stimmbürgerinnen und Stimmbürger heute entschieden, entgegen der bürgerlichen Mehrheit des Kantonsrats.

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Im Juni 2016 haben die FDP und die grosse Mehrheit der SVP im Schwyzer Kantonsrat entschieden, eine Flat-Rate Tax einzuführen. Mit dieser wären alle Einkommen zu einem Tarif von 5,1 Prozent besteuert worden. Damit hätte der Kanton rund 130 Millionen Franken pro Jahr mehr verdient. Gleichzeitig wollte man aber die steuerliche Attraktivität für Vermögende beibehalten. Damit wären zwangsläufig mittlere Einkommen stärker zur Kasse gebeten worden.

Der Vorschlag war nicht mehrheitsfähig

Mit fast 80 Prozent hat sich das Stimmvolk gegen die Vor­lage ausgesprochen. Prominentester Gegner der Vorlage war der Bankier Martin Ebner. Der 71-jährige Milliardär hat sich im Vorfeld deutlich gegen die Änderung ausgesprochen. Er bezeichnete die Vorlage als un­demokratische Mogelpackung und als Eigentor.

Das Problem bleibt trotzdem

Und doch müssen die Steuern erhöht werden, wie Finanzdirektor Kaspar Michel (FDP) BLICK erklärt: «Der Vorschlag kam ja nicht von ungefähr, der Kantonshaushalt muss trotzdem saniert werden.» Die Gegner hätten im Vorfeld nur kritisiert und keine konstruktiven Ansätze präsentiert. Darum müsse nun eine bürgernahe Lösung gefunden werden.

Eine Möglichkeit sieht Michel darin, den Steuerfuss per Parlamentsbeschluss anzuheben. Die FDP-Chefin und Schwyzer Nationalrätin Petra Gössi, ehemalige Präsidentin der Kantonalpartei und von Amtes wegen immer noch in der Geschäftsleitung, wollte sich auf Anfrage nicht dazu äussern und verwies auf die kantonalen Verantwortlichen.

Publiziert am 26.09.2016 | Aktualisiert am 04.10.2016
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2 Kommentare
  • Marion  Jost aus Schönenwerd
    26.09.2016
    Wenigstens haben hier die Abstimmenden für einmal kapiert dass sie selbst wieder gemolken würden wenn die Flat-Rate angenommen worden wären!! Das würde ich mir für eidgenössische Abstimmungen auch wünschen....
  • Markus  Thalmann aus Luzern
    26.09.2016
    Je länger umso mehr bin ich von Gössi entäuscht. Am Anfang dachte ich da kommt was gutes nach Mülller, diese Hoffnung aber ist inzwischen verflogen. Gössi ist der gleiche Wendehals und Parteisoldat wie Müller, hoffe nur sie verfällt nicht auch in Sekundenschlaf.