Umfrage zeigt: Schweizer sind für Steuerabkommen mit Deutschland

  • Publiziert: 22.07.2012
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Da lachten sie noch. Widmer-Schlumpf und Wolfgang Schäuble mit dem Steuer­abkommen.

(Keystone)

BERN - Fast 70 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer befürworten das Steuerabkommen mit Deutschland – trotz CD-Affäre.

Eine Umfrage der «SonntagsZeitung» zeigt: Nur 21,1 Prozent würden die Vorlage ablehnen, über die wahrscheinlich am 25. November abgestimmt wird. 70 Prozent dagegen befürworten das Stuerabkommen. Und die Befürworter finden sich in allen politischen Lagern: Selbst unter den Anhängern der SVP sind derzeit 56 Prozent dafür. Am meisten Befürworter finden sich mit knapp 90 Prozent bei der CVP.

Ebenfalls eine Mehrheit der Befragten spricht sich für eine Aufweichung des Bankgeheimnisses im Inland aus: 59,4 Prozent wollen das Bankgeheimnis bei Verdacht auf schwere Steuerhinterziehung aufheben. Allerdings unterstützen lediglich Anhänger von SP und CVP dieses Vorhaben deutlich.

Gegner des Steuerabkommens brandmarken

Das Ziel der Abgeltungssteuer sei, im Interesse des Landes und der Wirtschaft einen sauberen Finanzplatz zu schaffen, sagt FDP-Chef Philipp Müller gegenüber der «Sonntagszeitung».

Zudem sollen die Gegner der Abkommen als Helfershelfer ausländischer Steuerhinterzieher gebrandmarkt werden. «Wir werden aufzeigen, dass jene, die das Abkommen ablehnen, ausländische Steuerdelinquenten schützen und damit der Wirtschaft schaden», so Müller.

Eine erfolgsversprechende Strategie: Denn den Stimmbürgern ist laut Statistik die Verfolgung von Steuerdelikten offenbar wichtiger als der Schutz der Schweiz vor ausländischem Zugriff.

Keine Klage wegen CD-Kauf

Die Mehrheit der Befragten ist allerdings gegen eine Klage wegen den CD-Käufen. Auch durch neuerliche Käufe gestohlener Bankdaten seitens deutscher Behörden lassen sich die Befragten in ihrer Haltung zu den Steuerabkommen nicht negativ beeinflussen.

Das Meinungsforschungsinstitut Isopublic hat im Auftrag der «SonntagsZeitung» 1010 Stimmberechtigte in der Deutsch- und Westschweiz befragt. Die repräsentative Umfrage fand vom 18. bis 20. Juli statt. (kab/SDA)

Beliebteste Kommentare

  • Daniel  Muenger , Zürich
    Quatsch. Alle anderen Umfragen zeigen ein gegenteiliges Bild. Man kann solche Umfragen auch erst dann tätigen, wenn die Befragten genauer wissen, um was es geht. Und woher sollen die das können, wenn selbst die ParlamentarierInnen, und ja, sogar der Bundesrat, keinen Durchblick haben? Die Suggestivfragerei am Telefon ist deshalb keinesfalls repräsentativ.
  • Roland  Rutishauser , via Facebook
    Das glaube ich nicht. EWS hat ja das Parlament und die Bevölkerung an der Nase rumgeführt. Ich glaube nicht, dass die Bürger das toll finden.

Alle Kommentare (14)

  • Peter  Hänsenberger
    Wenn jeder Schweizer Politiker mit der Wahrheit umgehen könnte, würde es in der Schweiz schon lange besser aussehen. Solange wir Eidgenossen es zulassen das die Schweiz immer mehr in den Dreck gezogen wird, wird es auch nie eine korrekte Entscheidung geben, wo die Wahrheit ist beim verkaufen der CD oder bei den gekauften CD. Solange die Politiker uns anlügen und auch die Medien alles verdrehen.
    • 22.07.2012
    • 17
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  • Edith  Zellweger
    Einmal mehr wird versucht, mit einer Falschinformation das Volk zu manipulieren!
    • 22.07.2012
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  • rolf  sulzer
    in welchem staat hat diese umfrage stattgefunden?
    • 22.07.2012
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  • Werner   Werhub , GloBâle Tuvalu , Vaiaku / Fongafale
    ja dann lasst doch abstimmen und wundert Euch.
    Auch dank den Bankstern.
    Gruss vom Atoll
    • 22.07.2012
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  • Peter  Joachim , via Facebook
    Glaube nie einer Umfrage oder Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast. Muss man da noch mehr dazu sagen?
    • 22.07.2012
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