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Der Uno-Hauptsitz in New York. (Keystone)
NEW YORK - Die Alarmbereitschaft der Arsenale der Nuklearstaaten ist noch wie zu Zeiten des Kalten Krieges. Das will die Schweiz nun in Zusammenarbeit mit vier anderen Ländern ändern.
Die Schweiz fordert, dass künftig keine Nuklearwaffen mehr auf höchster Bereitschaftsstufe gehalten werden. Mit vier anderen Ländern hat sie heute an der Uno eine Resolution mit diesem Ziel aufgelegt.
Chile, Malaysia, Neuseeland, Nigeria und die Schweiz sind besorgt darüber, wie viele Atomwaffen weltweit immer noch per Knopfdruck aktiviert werden könnten. Diese Waffen hätten die destruktive Fähigkeit, Milliarden von Personen zu töten und bedrohten die Existenz der Menschheit, sagte Benno Laggner, Leiter der Task Force für nukleare Abrüstung des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), in einer Rede an der Uno in New York.
«Wir finden es anachronistisch, dass zwar die Spannungen, die das Sicherheitsklima während dem Kalten Krieg prägten, stark nachgelassen haben, die Alarmbereitschaft der Arsenale der grössten Nuklearstaaten aber nicht zurückgestuft wurde», sagte Laggner.
Ein Schlüsselelement der nuklearen Abrüstung sei es, die operationelle Bereitschaft solcher Waffen zurückzuschrauben. Damit könne eine Reduktion der Rolle nuklearer Waffen in den Sicherheitsstrategien der Staaten erreicht werden, sagte Laggner.
Er anerkannte, dass in den letzten Jahren Fortschritte gemacht worden seien. Die Zahl der in Bereitschaft stehenden Waffen sei aber immer noch unverhältnismässig hoch. Das Ziel der Resolution sei, dass auf lange Sicht auf der ganzen Welt keine Nuklearwaffen mehr auf höchster Bereitschaftsstufe gehalten werden. (SDA)
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