Natalie Ricklis Frage: Soll sie in den TV-Talk oder nicht? «Schawinski geht unter die Gürtellinie!»

SVP-Nationalrätin Natalie Rickli (35) ist wegen einer Einladung in Schawinskis Talkshow in einem Dilemma. Über Facebook und Twitter fragt sie deshalb ihre «Freunde» und «Follower», ob sie zu-oder absagen soll.

  • Publiziert: 06.01.2012, Aktualisiert: 24.01.2012
  • Von Christof Vuille
play SVP-Nationalrätin Natalie Rickli ist noch unentschlossen, ob sie Schawinskis Einladung annimmt. (Saskja Rosset)

Über das Kurznachrichtenportal Twitter und ihre beiden Facebook-Accounts wollte die Zürcherin gestern wissen: «Anfrage als Gast in Schawinskis Sendung auf SF1: Gehen oder nicht gehen – ich weiss nicht recht... Was meint Ihr?»

Die Reaktionen ihrer Follower darauf seien sehr gemischt gewesen, sagt Rickli gegenüber Blick.ch. So meinten Facebook-User zum Beispiel «Arrogantis wie Schawinski sollte (muss) man ignorieren», ein zweiter Nein-Sager schrieb gar: «Zu dieser Schlaftablette? Auf gar keinen Fall!».

Andere wiederum ermunterten sie. So schrieb ein Fan gestern: «Unbedingt ohne Angst, aber mit Respekt hingehen. Du packst das!»

«Schawinski stellt Fragen unter der Gürtellinie»

Rickli zweifelt, weil Schawinski öfters Fragen unter der Gürtellinie stelle. Deshalb unterscheide er sich klar von anderen Talkern, wie sie zu Blick.ch sagt. «Er ist der einzige, der mitunter beleidigend ist gegenüber seinen Gästen.»

Hintergrund des Zweifels könnten auch Statements des Talkmasters sein, welche er am 16. Mai vergangenen Jahres in seiner Talk-Sendung «Roger gegen Roger» auf «Radio 1» geäussert hatte. In der Verbalschlacht gegen Antipode Köppel sagte er über Rickli: «Sie ist lächerlich!»

Konkret kritisierte er ihren Kampf gegen das Schweizer Fernsehen. Sie vernachlässige mit ihrer Petition für eine Gebührensenkung den öffentlichen Auftrag der SRG.

«Er interessiert sich mehr für sich selbst»


Der Auftritt würde die bestgewählte Nationalrätin der Schweiz trotzdem reizen: «Medien und Politiker brauchen sich gegenseitig. Als Politikerin habe ich etwas zu sagen, aber diese Sendung ist sicher eine spezielle Herausforderung.»

Zu denken gibt ihr auch die Art des Gesprächs, welches «Schawi» mit ihr führen würde, wie sie sagt. «Schawinski interessiert sich mehr für sich selbst als für sein Gegenüber. Da stellt sich die Frage, was ein solches Gespräch überhaupt bringt.»

Rickli ist noch unentschlossen

Es ist nicht das erste Mal, dass der bekannte Talkmaster die Zürcherin in seiner Sendung haben möchte. «Schawinski hat mich im letzten Jahr bereits angefragt, damals habe ich aber abgesagt.»

Ob sie sich dieses Mal in die Höhle des Löwen wagt, weiss sie noch nicht. Die Quoten dürften auf jeden Fall stimmen: Schawinskis Gespräche mit den SVP-Schwergewichten Christoph Mörgeli, Toni Brunner und Christoph Blocher erzielten Spitzenquoten.

play Roger Schawinski möchte der Zürcherin unbedingt auf den zahn fühlen. (SRF/Oscar Alessio)

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Politik

Sollte sich Natalie Rickli Schawinskis Fragen im Talk stellen?»

  • 36,0% Ja, sie reisst ja sonst auch immer das Maul auf.
  • 30,0% Nein, denn Schawinski ist wirklich frech.
  • 33,9% Wer schaut sich diese Sendung überhaupt an?