Rücktritt von SVP-Hürlimann nach Zuger Sex-Skandal: Jetzt spricht Jolanda Spiess-Hegglin

ZUG - Während Markus Hürlimann als Präsident der Zuger SVP zurücktritt, denkt Jolanda Spiess-Hegglin nicht daran, sich durch den Skandal vom Polit-Parkett vertreiben zu lassen.

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Heute Morgen wurde bekannt, dass Markus Hürlimann (40) als Präsident der SVP Zug zurücktritt – auf seinen eigenen Wunsch, wie Kantonsrat Beni Riedi zu Blick.ch sagt.

Für die zweite Figur in der Zuger Polit-Posse, Jolanda Spiess-Hegglin (34), kommt ein Rücktritt nicht in Frage. «Ich mache weiter. Ein Rücktritt wäre ein falsches Zeichen für alle Frauen, die das Gleiche erlebt haben wie ich», sagt sie zu Blick.ch. «Ich bin ja nicht Täterin, sondern Opfer.»

«Ich hatte mein Pyjama an und die Kontaktlinsen draussen»

Denn Spiess-Hegglin geht noch immer von einer Straftat aus. Auch rund ein Monat nach der verheerenden Nacht habe sie noch nicht verarbeitet, was ihr widerfahren sei. «Ich bin in Therapie und nehme auch Medikamente.»

Die grüne Kantonsrätin bleibt bei ihrer Aussage: «Ich bin am Morgen nach der Landammannfeier um 8 Uhr aufgewacht und habe gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Ich hatte mein Pyjama an, die Kontaktlinsen waren draussen, aber ich konnte mich an nichts mehr erinnern.»

Deshalb ging sie ins Spital, wo ihr am Abend Blut und Urin abgenommen wurden. Die Testergebnisse fielen allerdings negativ aus. «Eine Haarprobe steht noch aus», sagt Marcel Schlatter, Mediensprecher der Zuger Polizei. «Und auch die Befragung der Zeugen läuft weiter.»

Die Grünen stehen hinter Spiess-Hegglin

Auch ihre Partei steht hinter ihr. «Wir begrüssen es, dass Jolanda Spiess-Hegglin ihr Kantonsratsmandat wahrnehmen will. Sie hat sich nichts zu Schulden kommen lassen. Sie ist einzig als mögliches Opfer Teil von laufenden Ermittlungen der Zuger Staatsanwaltschaft. Dabei hat sie keine Anklage erhoben, sondern die Polizei handelte aufgrund von Informationen durch das Kantonsspital», schreibt Barbara Beck, Co-Präsidentin Alternative – die Grünen Zug (ALG) in einer Mitteilung.

Doch für Spiess-Hegglin werde die politische Arbeit in Rat und Öffentlichkeit in Zukunft nicht einfach. Aber: «Wir werden sie darin unterstützen. Für die ALG steht weiterhin eine faire Sachpolitik im Dienste von Zug und seiner Bevölkerung im Zentrum.»

Publiziert am 20.01.2015 | Aktualisiert am 20.01.2015
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...und Markus Hürlimann.
Spiess-Hegglin: «Was ich gespürt habe, war eindeutig!»

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14 Kommentare
  • Markus  Meier 20.01.2015
    Sie sollte ganz einfach die Konsequenzen ziehen. Es braucht immer zwei!!! Also dazu stehen und auch zurücktreten!! Alles andere ist unglaubwürdig!!
  • Horst  Schüpbach 20.01.2015
    Langsam regt mich das ganze Theater auf. Es interessiert doch niemanden was diese Politiker treiben - sollen sie doch zurücktreten.
    Das die Politiker allesammt nicht sauber sind ist ja allgemein bekannt
  • Rolf  Stocker aus Degersheim
    20.01.2015
    Da hatten zwei Leute Sex miteinander. So weit so gut. Das geht uns gar nicht an.
    Wenn aber Drogen mit im Spiel gewesen sind oder wären, dann gehört der Schuldige in den Knast, nicht mehr und nicht weniger. Dabei spielt es keine Rolle, welcher Parteipräsident ihn/sie dort besucht. Basta !!
    • Cyril  Wyse aus Zürich
      20.01.2015
      @ Aiolos Helios; Bin genau gleicher Meinung. Denn; So gehts mir fast jedes zweite Wochenende dank meinem guten Instinkt :- Zum Glück oder ab und zu auch nicht ;- gibts noch Fotos von der letzten durchzechten Nacht ;- :- Mann & auch Frau soll das leben geniessen - zack und peng und die Radieschen wachsen von oben... Lg
  • Toni  Lötscher 20.01.2015
    Unfähige Leute, setzen mit zu viel Alkohol und vielleicht etwas Sex den guten Ruf und die Karriere aufs Spiel. Es geht wohl weiter in "diesem Theater".
  • Werner  Steingruber aus Flawil
    20.01.2015
    für so etwas hat es bis heute immer 2 personen gebraucht, und darum sollten beide zurücktreten.