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Der Genfer Rohstoffmulti Vitol wehrt sich gegen neue Richtlinien.
(RDB)Der Genfer Multi Vitol wehrt sich gegen neue Richtlinien für Konzerne. Morgen befindet eine Ständeratskommission über eine Verschärfung.
Die Petition «Recht ohne Grenzen» ist mit 135'285 Unterschriften eine der erfolgreichsten überhaupt. Sie will Schweizer Konzerne im Ausland für Menschenrechts- und Umweltverletzungen haftbar machen. Morgen wird sie in der Aussenpolitischen Kommission des Ständerats behandelt. Der Bundesrat anerkannte bereits im Sommer die Reputationsrisiken, die von hiesigen Rohstoffmultis ausgehen.
Die geforderten Regeln betreffen florierende Rohstoffunternehmen wie Vitol mit Sitz in Genf stark. Vitol (300 Milliarden Dollar Umsatz) fuhr gestern starkes Geschütz auf gegen neue Regeln. Er sei besorgt über die zunehmende Regulierung und die höheren Steuern in der Schweiz, sagte Vitol-Spartenchef David Fransen gegenüber Bloomberg.
Und drohte mit Abwanderung. «Andere Rechtsstaaten hofieren uns aktiv», betont er. «Der Vitol-Chef versucht offensichtlich, den kommenden Bericht des Bundesrats über die Rohstoffbranche zu Gunsten der Rohstoffkonzerne zu beeinflussen», sagt Pepo Hofstetter von der Alliance Sud, einer der Organisationen hinter der Petition. Offenbar befürchte Vitol, die Schweiz könne wie andere Länder Richtlinien erlassen, um mehr Licht in die undurchsichtigen Geschäfte zu bringen. Unternehmen drohten rasch mit Abwanderung, wenn sie die Politik beeinflussen wollten.
Bereits ein Viertel des Rohstoff-Welthandels wird über die Schweiz abgewickelt. Nachdem USA und EU nun Transparenz bei Finanzflüssen zwischen Rohstofffirmen und Staatskassen verlangten, drohe die Schweiz in Rückstand zu geraten, sagt Urs Rybi von der Erklärung von Bern. Ohne Richtlinien müsse sich die Schweiz vorwerfen lassen, mit tolerierter Intransparenz noch mehr solche Firmen anzulocken.
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