«Reale Bedrohung für alle Menschen» Juso warnt vor Krieg in Europa

Die Jungsozialisten Österreichs und der Schweiz gelangen mit einer Resolution an ihre Landesregierungen, um einen grossen Krieg in Europa zu verhindern.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Wegen freizügiger «NZZ»-Journalistin Nackte Schultern sind im Ständerat...
2 Clinton gewinnt TV-Duell gegen Trump «Er hat etwas zu verbergen»
3 88 zu 87 Stimmen Nationalrat sagt knapp Ja zum Burkaverbot

Politik

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
16 shares
56 Kommentare
Fehler
Melden

Die Situation in der Ukraine ist nach wie vor ernst. Darauf verwiesen in den letzten Wochen vor allem bürgerliche Schweizer Politiker, welche sich für den Gripen einsetzen. Nach der gewonnen Abstimmung kommen von links nun ähnliche Töne. «Noch nie seit dem zweiten Weltkrieg war die Kriegsgefahr in Europa so gross wie heute», sagt Juso-Chef Fabian Molina.

Die Konstellation, dass Russland und der Westen im Konflikt diametral unterschiedliche Positionen vertreten, sei «extrem explosiv», weil eine Stellvertreter-Gefahr bestehe, findet der 23-jährige Zürcher.

Deshalb hat er im Namen der Schweizer Juso eine Resolution der österreichischen Schwesterorganisation unterzeichnet, die Blick.ch vorliegt. Die jungen Linken fordern etwa, dass «das martialische Säbelrasseln in Politik und Medien» unverzüglich beendet werden müsse, «bevor es zu spät ist».

Krieg als «reale Bedrohung für alle Menschen in Europa»

Der Krieg sei im Osten der Ukraine bereits in vollem Gange, während er weltweit vorerst mit Worten ausgefochten werde. Für alle Menschen in Europa sei er «eine reale Bedrohung», heisst es im Dokument.

Es gehe im Konflikt nicht um die Etablierung einer demokratischen Regierung in der Ukraine. «Imperialistische Anwandlungen europäischer und russischer Politik» würden das Land zerreissen.

Ursache für das Pulverfass Ukraine seien derweil «eine Handvoll Oligarchen», welche die Wirtschaft des Landes kontrollierten, während die Mehrheit der Bevölkerung verarme.

Auch Bundespräsident Burkhalter kriegt Post

Die Resolution wird heute als offener Brief an die österreichische Bundesregierung versandt. Auch Bundespäsident Didier Burkhalter (FDP) wird das Schreiben in den nächsten Tagen erhalten.

«Es ist wichtig, dass  die Schweiz hier dabei ist», sagt Molina. Denn die Eidgenossenschaft nehme im Konflikt wegen der OSZE-Präsidentschaft Burkhalters eine spezielle Rolle ein. Und diese interpretiere der Bundespräsident «hervorragend», lobt der Juso-Chef.

Hinzu kämen die «Waffenlieferungen an die Ukraine und Russland und die Oligarchengelder, welche noch immer auf Schweizer Konten liegen», sagt Molina.

Blick.ch will auch wissen, warum die Juso erst jetzt – und nicht vor der Gripen-Abstimmung – mit Kriegsgeheul auf sich aufmerksam macht. «Die Situation wird immer gefährlicher und die ganze Welt blickt wegen den Wahlen auf Europa. Gerade in diesem Kontext müssen wir uns mit den Herausforderungen und Gefahren der Zukunft auseinandersetzen.»

Dass die linken Nachwuchspolitiker die Lage nun ähnlich einschätzen wie die Bürgerlichen vor dem 18. Mai, sei kein Problem. «Denn während sie mit dem Gripen aufrüsten wollten, plädieren wir eben gerade fürs Gegenteil».

Diese Abrüstungsstrategie werde vom Schweizer Volk getragen, erklärt Molina mit Verweis auf das Nein zum Kampfjet.

Publiziert am 22.05.2014 | Aktualisiert am 23.05.2014
teilen
teilen
16 shares
56 Kommentare
Fehler
Melden

56 Kommentare
  • Hans  Plüss 22.05.2014
    Diese Leute hatten schon immer eine weisse Fahne in ihrem Schrank.
    Wenigstens sollten sie so ehrlich sein und sagen, dass sie im Kriesenfall auf jeglichen Schutz verzichten, so wie die Westschweiz.
  • Thomas  Jauslin aus Niederglatt ZH
    22.05.2014
    SP Molina warnt vor einen möglichen Krieg in Europa. Gleichzeitig will seine Partei, die SP und ihre Verbündete, die Armee abschaffen und somit die Sicherheit der Schweiz und der Bevölkerung schwächen.
  • Hubert  Schoch 22.05.2014
    die haben schon immer lustige Leute an der Spitze diese Jusos.
    Gut, vielleicht ist was Herr Molina absondert nicht lustig, aber es bringt mich zum Lachen
  • Ernst  Fischer aus Baltenswil
    22.05.2014
    Entschuldigung, aber diese JUSO kann man doch nicht ernst nehmen. Gegen die Armee, aber Angst es könnte einen Krieg geben. Wir müssen Bedenken haben, wenn diese Jungen einmal bei der SP mitmachen. Juso geht arbeiten, dann kommt ihr auf andere Gedanken.
  • Saras-  tro 22.05.2014
    Wer hat noch vor kurzem gesagt, wir sehen keine Bedrohung und Notwendigkeit für den Gripenkauf. Richtig die Sozi, egal ob Juso oder erwachsen. Und nun Hilfe Kriegsgefahr. Glauben die im Ernst, dass die Ukraine und Russland auf dieses Schreiben hört.....Das können die dem Färima erzählen. Aber wenns knallt, was ich persönlich nicht glaube, dann bitte die Juso an die Grenze stellen