Jungsozialisten: Rassismus-Klage gegen «Weltwoche»-Boss Köppel

  • Publiziert: 17.12.2009, Aktualisiert: 13.01.2012

ZÜRICH – Nach der Minarett-Abstimmung war er auf allen Kanälen: Roger Köppel verteidigte im In- und Ausland in triumphierenden Ton das Ja zur Initiative. Jetzt hat er deswegen eine Klage am Hals.

Köppel habe in mehreren Artikeln und einer Fernsehsendung rassistische Aussagen gemacht, lautet der Vorwurf der Jungsozialisten (Juso) im Kanton Zürich.

Dabei geht es um die Sendung «Talk Täglich» des Lokalfernsehsenders «Tele Züri» vom 16. November sowie ummehrere Ausgaben der «Weltwoche» – beispielsweise die Editorials der Ausgaben 43 und 47. In allen Fällen behandelte Köppel die Themen Anti-Minarett-Initiative und Islam.

Der Chefredaktor und Verleger der Weltwoche habe dabei Angehörige der islamischen Religion systematisch herabgesetzt und verleumdet, heisst es weiter. Damit habe Köppel die Grenze zum Rassismus überschritten.

Mit solchen Aussagen würden gezielt diffuse Ängste geschürt, die Diskriminierung in der Schweiz angeheizt und die Musliminnen und Muslime stigmatisiert. Mit ihrer Anzeige wolle die Juso ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Intoleranz setzen. (SDA/bih)

play Roger Köppel: Streitbarer Journalist und «Weltwoche»-Besitzer. (Keystone)