Quoten bolzen mit AfD-Krawallpolitiker Gauland Rechtspopulisten-Gipfel in der «Arena»

ZÜRICH - «Wer hat das Sagen im Land?», fragt heute Abend die «Arena». Im Fokus stehen dabei die direkte Demokratie und die Umsetzung von Volksinitiativen. Zuvorderst im Ring diskutiert der deutsche Rechtspopulist Alexander Gauland mit.

Quoten geil: SRF-Arena zeigt heute den Rechtspopulisten-Gipfel play
Der umstrittene deutsche AfD-Mann Alexander Gauland diskutiert heute in der «Arena» mit. Imago

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In deutschen Talkshows ist SVP-Nationalrat Roger Köppel (ZH) ein gern gesehener Gast. In markigen Worten erklärt er dem deutschen Publikum jeweils die Schweiz, die Vorteile der direkten Demokratie oder die Probleme mit der Zuwanderung

Bei den deutschen Fernsehmachern kommen die Polter-Phrasen aus dem herzigen Nachbarstaat offenbar an. 

Die «Arena» des Schweizer Fernsehens hat sich das Rezept bei den Deutschen abgeguckt: Man nehme eine illustre Rechts-Figur und hoffe, damit Quoten zu bolzen.

Nur dass die «Arena»-Macher noch einen draufsetzen – einen Tick rechter muss es schon sein. So steht heute Abend der stellvertretende Parteichef der umstrittenen deutschen Alternative für Deutschland (AfD), Alexander Gauland, zuvorderst im «Arena»-Ring.

Farbigen Nationalspieler beleidigt

Gauland hatte diesen Frühling mit einer Aussage über den deutschen Fussball-Nationalspieler Jerome Boateng für Wirbel gesorgt.

«Die Leute finden ihn als Fussballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben», hatte Gauland über den farbigen Spieler gesagt. Später behauptete Gauland, er habe nicht gewusst, dass Boateng farbig sei.

«Horror-Clowns»

Nun wird der deutsche Rechtspopulist unter der Leitung von Moderator Jonas Projer also darüber diskutieren, «wer im Land das Sagen hat».

Im Fokus steht dabei die direkte Demokratie, insbesondere die Frage, ob und wie Volksinitiativen umgesetzt werden. Flankiert wird Gauland dabei von alt Bundesrat und SVP-Chefstratege Christoph Blocher.

Die Einladung Gaulands bleib nicht ohne Reaktionen in den Sozialen Medien. «Horrorclowns jetzt auch in der #srfarena: SVP-Blocher Seite an Seite mit AfD-Gauland», twitterte etwa SP-Sprecher Michael Sorg. (rus)

Publiziert am 04.11.2016 | Aktualisiert am 16.11.2016
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15 Kommentare
  • Hans  Gusen aus Zug
    05.11.2016
    Blocher war gestern schwach. Seine Körpersprache unsicher, die Argumente überzeugten nicht. Dass er so tut, als wisse er nicht, dass Freysinger eine Afd-Veranstaltung in Berlin als Gastredner besucht, ist beschämend.
  • Bernhard  Bieri 05.11.2016
    Wer hat in der Sendung "Arena" das Sagen? Jedenfalls darf man Herrn Gauland, dessen Begabung es ist, sich im Schafspelz zu präsentieren, im Schweizer Fernsehen keine Arena bieten. Auch der Versuch, die SVP mit der AFD gleichzusetzen ist absurd. Die AFD hat als Partei den morbiden Geruch von Blut und Boden. Bei der SVP es zum Glück nur einzelne, die mit den Ideen des Nationalsozialismus liebäugeln.
  • Christoph  Immoos aus Basel
    04.11.2016
    Rechts- oder Linkspopulist ist eigentlich egal. Schön, dass die andere Seite auch mal zu Wort kommt, so wie das in einer sich demokratisch bezeichnenden Gesellschaft sein sollte. Das gebetsmühlenartige Gejammer von Links kennen wir, dank SRF, Tagi und Konsorten, zur Genüge. Ich freue mich auf die Sendung und hoffe, dass die Fetzen fliegen.
  • Wickli  Remo aus Seebach
    04.11.2016
    Ich verstehe wenn Christoph Blocher als Politiker in die Arena darf, obwohl er ja kein wirklicher Volksvertreter mehr ist. Was mich aber total stört ist das in einer von mir bezahlter Sendung auf einem von mir bezahlter Sender jemand wie Gauland eine Plattform bekommt! Nach dem Blackfacing Skandal, welcher zeigte das SF alles für die Quote tut, ist dies jetzt einfach der Tropfen zu viel! Die Arena war mal eine super Sendung bei der auch meine Kinder richtig viel lernen konnten. Peinlich!
  • René  Müller 04.11.2016
    Das ist ein Grund, die Arena heute NICHT einzuschalten. Muss ich mir das antun? Nein, Nein, Nein. Ein Glas Wein oder Bier bei Musik ist viel schöner. Sie wird eh viele Fernsehzuschauer haben. Die SVPler dürfen ihren Herrliberg-Kaiser hören und sehen. So etwas wie das "Achte Weltwunder." (Und das im angeblich Linken Fernsehen.)