«Plumpe Art und Weise, Emotionen zu wecken» CVP empört über Kinder-Kampagne der Grünen

BERN - Die Promotoren der Atomausstiegs-Initiative setzen auf ihren Plakaten auf Kindergesichter. CVP-Mann Martin Candinas findets daneben, die Initianten sehen kein Problem.

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Heute legt Umweltministerin Doris Leuthard (CVP) ihre Argumente gegen die Atomausstiegs-Initiative dar. Das taten die Befürworter kürzlich ebenfalls – und präsentierten ihre Kampagne.

Diese setzt auf die Kinder Amelie, Jonas, Basil und Sophie. Weil die Grünen bereits vor wenigen Wochen mit einem Baby für ihre «Grüne Wirtschaft»-Initiative warben, sind deren Gegner sauer.

«Sie versuchen schon wieder auf plumpe Art und Weise, mit Kindern Emotionen zu wecken», findet CVP-Nationalrat Martin Candinas. Als Vater von drei Kindern finde er das «sehr stossend».

Die Kinder hätten ein Interesse an einer «sicheren und sauberen» Energieversorgung in der Zukunft und würden deshalb Nein stimmen. Bei einem Ja müsse die Schweiz wohl «dreckigen Kohlestrom aus dem Ausland importieren».

Alles Unsinn, heisst es bei den Initianten. «Amelie, Sophie, Jonas und Basil stehen stellvertretend für die kommende Erwachsenen-Generationen, die genug haben von Fehlentwicklung, von Misswirtschaft und unkontrollierbaren Risiken», sagt Kampagnenkoordinator Kaspar Schuler.

Die vier Kinder und ihre Eltern seien im Übrigen «bestens informiert und wissen exakt, worauf sie sich einlassen».

Sie hätten für den Plakatauftritt ihre Zustimmung gegeben – und die Namen auf den deutschsprachigen Plakaten seien echt.

Publiziert am 11.10.2016 | Aktualisiert am 19.11.2016
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18 Kommentare
  • Morgan  Schwab aus Bülach
    11.10.2016
    Die AKW`s bergen immense Gefahren. Fukushima schon vergessen ? Wisst ihr noch, dass diese ein ziemlich grosses Gebiet vergiftet hat ? Was, wenn das hier auch passiert ? Wohin gehen wir Schweizer dann ? Tragen wir doch lieber Sorge zu unserer schönen Schweiz, und stellen die AKW`s endlich ab, es gibt genug Alternativen. Haben wir ja im Winter gesehen, da ist nichts passiert. Wir hatten genug Strom.
    • Marion  Jost aus Schönenwerd
      12.10.2016
      Ja, die Leute vergessen viel zu schnell, der eigene Nutzen steht bei den meisten an erster Stelle und nicht zukunftsorientiertes Denken. Es muss wohl zuerst bei uns was passieren dass hier einige aufwachen, aber dann ist der Schaden da und er wird immens sein!!! Werden diese Leute die heute für AKWs sind die Vertriebenen aus dem Umkreis eines AKWS in ihre Häuser aufnehmen? In Tschernobyl sind es 30 km rund um den Meiler die unbrauchbar geworden sind!! Viele sehen die Dimensionen einfach nicht!
  • Roland  Wyss aus Zürich
    11.10.2016
    Lächerliche Kampagne, genau wegen Jonsa ,Amelie und Basil braucht es ja immer mehr Strom. Je mehr Leute desto mehr Ressourcen werden verbraucht da nützt auch die Tränenmasche mit den Kindern nichts. Dasselbe wird übrigens auch in der normalen Werbung versucht, Sachen an den Mann / Frau zu bringen. Einfach einfallslos.
  • Daniel  Kohler aus Wohlen
    11.10.2016
    Die Gruenen wollen keine AKWs, aber was dann? Soll irgendwo ein Wasserkraftwerk oder ein Windkraftpark enstehen, hagelt es Eisprachen der Umwelschuetzer. Um den Bedarf durch Solarenergie zu dekcen, muesste man das ganze Land damit zupflastern und es wuerde trotzdem nicht reichen. Richtig ist, dass unsere AKW uralt sind. Technik aus den 1950er Jahren und laengst voellig ueberholt. Es gibt langst viel sicherer Systeme, die nur einem kleinen Bruchteil des radioaktiven Abfalls produzieren.
    • Marion  Jost aus Schönenwerd
      11.10.2016
      Falsch Herr Kohler, es sind 30000 Gesuche für Solaranlagen hängig!! Wenn man all jene bewilligen würde könnte man problemlos schon heute ein AKW abstellen!!! Man hat die finanziellen Anreize reduziert - notabane nach der bürgerlichen Übernahme des NR!!! - welche noch mehr Solaranlagen bewirkt hätten!!! Nein, Ihre Argumente sind jene der bürgerlichen und der Verhinderer! Es gibt viele aussichtsreiche Projekte die in der Pipeline sind, eine wirtschaftliche Chance! Also voran und nicht zurück!
    • Daniel  Kohler aus Wohlen
      11.10.2016
      Ja, man braucht 30 000 Solaranlagen um nur ein einziges AKW zu ersetzen. Theoretisch. Denn am meisten Strom wird bei schlechtem Wetter im Winter und in der Nacht verbraucht - also immer dann, wenn keine Sonne scheint. Die Rechung geht in der Realitaet einfach nicht auf. Ich bin auch dafuer unsere Schrottreaktoren vom Netz zu nehmen, aber dafuer muessen echte Alternativen auf den Tisch, keine Fantastereien.
    • Marion  Jost aus Schönenwerd
      11.10.2016
      Herr Kohler: mittlerweile sind heutige Solarpanels so gut dass sie bei normalem Licht Energie machen können und es gibt bereits Speichermöglichkeiten, Tesla geht mit einer grossen Haushaltbatterie nächstens in Serienproduktion! Die Rechnung geht also durchaus auf! Informieren Sie sich doch mal was heute und in naher Zukunft alles möglich sein wird als immer nur alles von sich zu weisen! Schon heute ist man an innovativen Methoden für die alternative Energieproduktion, also nicht so negativ sein!
    • Albert  Trudel aus Rapperswil
      11.10.2016
      @Frau Jost: Wenn man mit 30000 Slaranlagen ein AKW ersetzen will, muss jede eine Leistung von 30kW erbringen. Ich glaube aber nicht, dass dies alle tun.
  • Georg  Ritter 11.10.2016
    Liebe CVP, seid sportlich (wenn ihr wisst, was das heisst; sonst lernt es)! Wenn ein anderer Werbung macht, die gut ist, lästert man nicht darüber wie ein eifersüchtiges Tüsschen, sondern macht eben noch bessere. Könnt ihr das, liebe CVP?
  • John  Mueller 11.10.2016
    Eine fiese Initiative. Man kopiert Deutschland. Zuerst die AKWs abschaffen und dann - wenn man feststellt, dass der Strom nicht mehr reicht - den Atomstrom aus anderen Ländern, wo die Sicherheit viel schlechter ist, beziehen. Das ist schlicht und einfach eine fiese Manipulation des Volks.