Oberfeldarzt Stettbachers Chef soll sich bei Parmelin eingeschmeichelt haben Ging Parmelin einer Intrige auf den Leim?

Die Strafanzeige gegen Oberfeldarzt Stettbacher könnte sich als Fehlmanöver herausstellen: Laut der «Aargauer Zeitung» soll Verteidigungsminister Guy Parmelin in eine VBS-interne Intrige verwickelt worden sein.

Weinkenner und Fan von Südafrika: Andreas Stettbacher (54) wurde per sofort freigestellt. play
War seine Strafanzeige eine Intrige? Oberfeldarzt und Divisionär Andreas Stettbacher PHILIPP ZINNIKER

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Anfang Dezember hat Bundesrat Guy Parmelin (SVP) bei der Bundesanwaltschaft eine Strafanzeige gegen Divisionär Andreas Stettbacher eingereicht. Dies auf Anraten des Führungsstabes der Armee (BLICK berichtete). Der Verdacht: Vermögensdelikte und Verstösse gegen Amts- und Berufspflichten.

Nun gehen im VBS Gerüchte um, es habe sich um eine Intrige gehandelt, wie die «Aargauer Zeitung» heute berichtet. Man spricht von Unverhältnismässigkeit, Neid und Missgunst. «Ein guter Mann ist fahrlässig zerstört worden», zitiert die Zeitung einen Insider.

Bereits vor einer Woche berichtete das Blatt, die Bundesanwaltschaft wolle den Fall an die Militärjustiz übergeben. Diese habe aber noch nicht geantwortet. Was Stettbacher genau vorgeworfen wird, ist noch nicht bekannt.  

Er soll Divisionär Stettbacher angeschwärzt haben: Divisionär Thomas Kaiser, hier noch Brigadier. play
Er soll Divisionär Stettbacher angeschwärzt haben: Divisionär Thomas Kaiser, hier noch Brigadier. ULRICH LIECHTI

VBS-nahe Kreise werfen Bundesrat Parmelin laut der «Aargauer Zeitung» nun vor, er sei einer «Intrige auf den Leim gegangen». Der 2015 ernannte Chef von Stettbacher, Divisionär Thomas Kaiser, habe sich beim Bundesrat einschmeicheln wollen.

«Kontrolleur Kaiser» gegen «Divisionär Leichtfuss»

Er sei auch derjenige, der Stettbacher beim Bundesrat angeschwärzt habe. Die beiden waren schon von Beginn an eine heikle Mischung, wie schon der «Sonntagsblick» berichtete. Stettbacher als «Divisionär Leichtfuss», Kaiser als «penibler Kontrolleur».

Doch die Geschichte könnte ins Auge gehen: «Wenn Andreas Stettbacher unschuldig ist, dann müssen Köpfe rollen», zitiert die «Aargauer Zeitung» einen Offizier. Damit meint er allem Anschein nach Divisionär Kaiser. Doch auch für Bundesrat Parmelin könnte die Angelegenheit Konsequenzen haben, er werde im VBS schon jetzt «Monsieur Schnellschuss» genannt. (wif)

Publiziert am 28.12.2016 | Aktualisiert am 28.12.2016
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4 Kommentare
  • Adrian  Züger 28.12.2016
    Unglaublich was da in den Chefetagen des Bundesrates passiert..
    Aber es passt zum momentanen Bild unserer Bundesregierung...
  • Rocco  Siffredi aus Zürich
    28.12.2016
    Militär abschaffen, freiwillige Hilfsarmee für Naturkatastrophen einrichten und fertig mit dem Theater. Wer Frieden will, braucht keine Armee, denn ohne Armee kein Krieg. Einfach oder?
    Diese Leute verdienen mehrere 100000 CHF Steuergelder ohne etwas zu leisten, zahlen weder Versicherung/Auto noch sonstwas.. Eine Frechheit für die wirklichen Arbeiter da draussen, die deren Lohn noch zahlen müssen!
    • Gusti  Gummel 28.12.2016
      Werter Roco Imitator
      Bevor man Aussagen macht, nachdenken, abklären, Fakten herausarbeiten und keine Mutmassungen und Spekulationen in die Welt setzen, welche in keiner Art und Weise die Realität wiedergeben.
      Gusti
    • Sonja  Zwicker 29.12.2016
      Ich finde das Militär schon wichtig, nur könnte man es sinnvoller einsetzen. Die Löhne in den Chefetagen sind hingegen zu drosseln, und jegliche vom Steuerzahler finanzierten Zusatzvergünstigungen (nicht nur beim Militär!) zu streichen!
      Und vor allem kann es nicht sein, dass sogar beim Staat unter dem Deckmantel der Obrigkeiten immer wieder Intrigen und Mobbing vorkommen, nur weil alle Mitwisser bei solchen Vorfällen schweigen (müssen)!