Nur 94 armselige Likes auf Facebook SVP-Atompolitik findet keine Fans

Das Referendum gegen die Energiestrategie läuft harzig an. Auf Facebook findet das Anliegen jedenfalls kaum Unterstützung.

SVP-Referendum gegen Energiestrategie: Nur 82 Likes auf Facebook play
Alt-Bundesrat Christoph Blocher, Nationalrat Benoit Genecand (FDP,GE), Nationalrat und SVP-Präsident Albert Rösti, alt-Nationalrat Arthur Löpfe (CVP, AI), Casimir Platzer, Präsident GastroSuisse, und Nationalrat Hansjörg Knecht (SVP, AG), von links, sprechen über das Referendum gegen das Energiegesetz, am Freitag, 7. Oktober 2016, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider) PETER SCHNEIDER

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Nimmt man die sozialen Medien als Gradmesser, läuft das Referendum der SVP gegen die Energiestrategie ins Leere. Zwei Wochen nach Aufschaltung der Facebook-Seite «Energiegesetz-Nein» kommt das Komitee auf armselige 94 Likes (Stand Mittwoch, 11 Uhr). Eine Schmach für die grösste Partei des Landes, die auf ihrer Partei-Seite auf über 20'000 Fans kommt. 

Das sieht Silvia Bär, stellvertretende Generalsekretärin der SVP Schweiz, anders. «Wir haben den Facebook-Auftritt noch nicht gross beworben», erklärt sie den geringen Zuspruch. Das werde sich aber ändern. Jetzt gingen erst einmal die Unterschriftenbögen raus. Auch der Twitter-Account des Referendumskomitees ist noch nicht aktiv. 

SVP-Referendum gegen Energiestrategie: Nur 82 Likes auf Facebook play
Die Facebook-Seite des Referendumskomitees. Screenshot

Die Gegner sind schon weiter

Der energiepolitische Gegner ist schon weiter: So hat die Facebook-Seite der grünen Atomausstiegs-Initiative 6600 Fans. Auch deren Gegner, obwohl erst zwei Wochen länger aktiv als die SVP-Seite, kommen auf über 1500 Facebook-Likes. 

Möglicherweise liegt es also nicht am fehlenden Engagement der SVP, sondern am Thema. Beim Referendum gegen die Asylgesetzrevision, über die im Juni abgestimmt wurde, kam die SVP auf 4000 Fans. 

«Was ist nur aus meiner SVP geworden?»

Dass die Partei im Kampf gegen das Energiegesetz an ihrer Basis vorbeipolitisiert, zeigt auch die Kommentierung der Beiträge. Ein User schreibt: «Bin enttäuscht, was ist nur aus meiner SVP/JSVP geworden?!» Dieses Referendum sei dem Untergang geweiht, der viele Aufwand unnötig. «Es ist traurig wie man bei diesem Thema die Augen vor der Zukunft verschliesst! Lieber in die Zukunft investieren als in teure Renovationen von uralten AKW's!» (sf)

Publiziert am 19.10.2016 | Aktualisiert am 19.10.2016
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27 Kommentare
  • Anselm-Gilbert  Karlen aus Naters
    20.10.2016
    Lassen wir doch das Referendum eingehen und erwarten die Abstimmung. Der Wähler wird dann entscheiden können. Auch die SVP ist tief gespalten und das zeigt, dass das Referendum keine Chance hat. Die Energiewende ist ein Schritt vorwärts. Vorwärts scheut die SVP wie der Teufel das Weihwasser. SVP ist für den Status Quo oder eher noch einen Schritt rückwärts und das ist bei ihr immer so. Unabhängig werden wir nur, wenn die Energie im Land mit erneubaren Energieträgern selber produzieren.
    • Eric  Vieira aus Frenkendorf
      20.10.2016
      Ein Land mit unsicherer Energieversorgung und in Armut, da die Industrie längst weggezogen ist. Ein Schritt Vorwärts... der aber sicher in den Abgrund führt. Man braucht nur nach DE zu schauen ob die Bewohner so begeistert sind wenn die Stromrechnung ankommt.
    • Fritz  Frigorr 20.10.2016
      Rückschritt bei dieser Partei ? Das ist wohl kaum möglich, die ist doch schon so weit hinten in ihrem Denken. Und dies nicht nur bei diesem Punkt.
  • Roman  Bachmair aus Naters
    20.10.2016
    Die Grünen versuchen nun auf der Lügenwelle, welche in den letzten Jahren scheinbar erfolgreich zu greifen scheint, weiter zu reiten.

    Wer effektiv wissen will, wie sicher unsere Atomkraftwerke sind, soll sich doch nicht scheuen und sie einmal selber anschauen gehen, was im übrigen problemlos möglich ist, wenn man nicht als linksregistrierter Chaot im Sicherheitssystem vegetiert.

    Dann kann sich jeder selber ein Bild machen, wie es effektiv um unsere Werke steht.
  • Alexandra  Weber aus Kloten
    19.10.2016
    Abwarten - der Bürger ist klüger als die Politik. Strom muss jedenfalls immer genügend zur Verfügung sein, und Strom soll NIE und nimmer im Ausland eingekauft werden. Wir haben genügend und wir müssen uns nicht Merkel anpassen, wie Leuthard das immer wieder meint,.
    ewz
    • Hans  Müller aus Olinda
      19.10.2016
      Wo kaufen Sie das benötigte Uran?

      Haben wir im Gotthardmassiv eine bis jetzt unbekannte Mine?

      Ob wir den Strom oder das Uran im Ausland einkaufen ist wohl einerlei.

      Also machen wir vorwärtz mit neuen Technologien und werden vom Ausland unabhängig.
    • Rolf  Hess 20.10.2016
      Herr Müller. Wir werden auch in dieser Beziehung nie vom Ausland unabhängig werden. Das ist bauen von Luftschlössern der falschen Politik oder Augenwischerei der linken Seite.
  • Werner  Lischer aus Jona
    19.10.2016
    Klimawandel wird herbeigeredet
    Es gehört zum Geschäft der Grünen Parteien
    Das Waldsterben die Ozonlöcher der Feinstaub
    und Klimaerwärmung als Dauerbrenner Co2 und
    das alles vom Auto ???
    Und jetzt der Ausstieg der AKW
    Der neue Dauerbrenner wird wahrscheinlich im Jahr 2017
    von den Politischen Wissenschaftler kommen das
    alle Kühe zum Abgastest müssen
    Wir werden das Rad nicht zurückdrehen können
    Aber vielleicht können wir lernen, etwas zu zufriedener sein
    und Politik mit Glaubwürdigkeit Betrreiben.
    • Josef  Blocher 19.10.2016
      Nein,natürlich gibts kein Ozonloch, keine Klimaerwärmung und Co2 ist kein Problem. AKWs sind 100 Prozentig sicher und das bisschen Atommüll kann man in der Landschaft verscharren:In welcher Illusion leben sie? Wenn sie Nachfahren haben,werden die mächtig stolz und dankbar sein für ihre Ignoranz.
  • Mario  Solario aus Lausanne
    19.10.2016
    der SVP ist es schnurz egal wenn die alten AKWs auf immer und ewig in betrieb bleiben..ist doch klar dass keine neue atommeiler gebaut werden..sie sollte sich besser mit dem entsorgen der anlagen befassen..geht in die milliarden..die sagen einfach das volk soll bezahlen. noch was..warum werden nach wie vor jodpillen verteilt wenn ein supergau gar nicht möglich ist.. da hat die SVP keine antwort!