Notfallkonzept für Ansturm: Werden Turnhallen zu Flüchtlingslagern?

BERN - Auch in der Schweiz muss man mit massiv höheren Migranten-Zahlen rechnen. Der Bund plant neue Abläufe.

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Bereit für Flüchtlinge: Eine Turnhalle im oberbayrischen Icking. DPA

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Wie reagiert die Schweiz, wenn plötzlich viel mehr Flüchtlinge kommen als bis jetzt? Dazu liegt nun ein Notfallkonzept vor, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt. Dieses zeigt, dass der Bund die ordentlichen Abläufe im Asylwesen auf den Kopf stellen will.

Er plant, die Flüchtlinge im Notfall in Schnellverfahren zu registrieren und umgehend an die Kantone zu verteilen. Diese wären dann für die Betreuung zuständig. Sie müssten innert kurzer Zeit Räumlichkeiten zur Verfügung stellen. Das wären in erster Linie Zivilschutzanlagen, Zelte oder Turnhallen.

Im Gegenzug will der Bund weitgehend darauf verzichten, kommunale Zivilschutzanlagen für sich zu beanspruchen. Dies haben Bund und Vertreter der Kantone in einem Deal beschlossen, der demnächst an einem Spitzentreffen finalisiert werden soll, wie die «NZZ am Sonntag» weiter schreibt.

Der Bund will aber auch seine eigenen Unterbringungskapazitäten erhöhen, um bei Bedarf bis zu 15'000 Flüchtlinge selbst aufnehmen zu können.

Trotzdem stösst das Krisenkonzept auf Kritik. Es laufe dem neuen Asylgesetz zuwider, bemängelt ein Regierungsrat. Denn dieses bezwecke ja, mehr Verfahren in Bundeszentren durchzuführen. (gf)

Publiziert am 13.03.2016 | Aktualisiert am 14.04.2016
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2 Kommentare
  • Peter  Stahl aus Baden
    13.03.2016
    Die Schweiz ist nicht mehr ernstzunehmen, da schliessen alle Länder ihre Grenzen, schützen ihre Souverenität mit Recht! und die Schweiz überlegt sich wohin mit allen?? und somit eine Einladung auszusprechen? Nein, man soll wie Österreich Höchstzahlen festlegen und den Wahnsinn endlich stoppen, Zeichen setzen. Wann steht die Schweizer Bevölkerung endlich auf? und wehrt sich gegen diese Fehlpolitik. Unsere Regierung kann man nicht ernst nehmen. Die Bevölkerung muss geschützt werden.
  • Rolf  Wittwer 13.03.2016
    Vielleicht ist eine mögliche Zunahme von illegal Einreisenden, dem Umstand zu "verdanken", dass Hilfswerke u.a. wie z.B. griechische Anarchisten, neuerdings Asylsuchenden Bolzenschneidgeräte anbieten, mit welchen sie problemlos alle Hindernisse durchtrennen können. Mazedoniens Polizei hat deswegen bereits mehr als hundert Verhaftungen vorgenommen.
    Wenn die Italienroute sich in Kürze öffnet, werden infolge durchlässiger grünen Grenzen I/CH/D diese Schneidegeräte wohl kaum mehr benötigt werden.