Niveau erreicht atomaren Tiefpunkt Gewerbler machen Girod zum Taliban!

Der Abstimmungskampf zur Atomausstiegs-Initiative ist lanciert und landete bereits mit einem Tweet vom Gewerbeverband einen Tiefpunkt: Sie vergleichen den Grünen Nationalrat Bastien Girod mit einem Taliban.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Sommaruga zu Homo-Ehe und Gleichstellung «Sexismus ist mehr als ein...
2 Bundesrat passt Liste für Unesco-Liste an Werden das die neuen...
3 Frauke Petry, Marine Le Pen und dazwischen Ignaz Bearth Deutsche...

Politik

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
25 Kommentare
Fehler
Melden

Bei der Atomausstiegs-Initiative der Grünen geht es um viel: Die Schweiz soll schnell Atomstrom-frei werden. Ob dies durchkommt, wird die Bevölkerung Ende November entscheiden. Bislang ruhte der Abstimmungskampf, die Messer wurden gewetzt, Fakten studiert und Plakate gedruckt.

Dies ändert sich nun. Der Gewerbeverband veröffentlichte am Dienstag einen Tweet, in dem er vor dem «überhasteten Atomausstieg» warnt. Die Initiative sei ein Anschlag der Grünen auf die Schweiz. Argumente, die in ihrer Schärfe nicht ungewöhnlich sind. Die Illustration des Tweetes hingegen schon: Sie zeigt den Zürcher Nationalrat Bastien Girod (Grüne) als Taliban-Terroristen!

 SP-Fraktionspräsident Roger Nordmann kritisierte den Tweet als «peinlichen Argumentemangel». Auch der Aargauer GLP-Nationalrat Beat Flach verurteilt die Karikatur auf Anfrage: «Im Moment, wo in Mossul stündlich Menschen sterben, einen Nationalrat als Taliban darzustellen, ist wirklich völlig daneben.»

Die beiden betroffenen Nationalräte, Girod und Gewerbeverbands-Direktor und FDP-Nationalrat Hans-Ulrich Bigler waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. (pma/sf)

Publiziert am 18.10.2016 | Aktualisiert am 20.10.2016
teilen
teilen
0 shares
25 Kommentare
Fehler
Melden

25 Kommentare
  • Abbas  Schumacher aus Basel
    19.10.2016
    Also für mich ist Girod entern ein Kasper als ein Taliban. Da der Rückbau eines Atomkraftwerkes viel Geld kostet, sollte man sich jetzt einigen, wieviel Profit darf ein A-Kraftwerk noch einstecken und wieviel muss für den Rückbau zur Seite gelegt werden? Etwas abreissen, dass sauberen Strom liefert, da sollte man zuwarten bis das Kraftwerk wirklich unsicher ist. Die Szenarien die uns die A-Gegner immer versuchen einzureden, sind ja wohl für ein stillgelegtes A-Kraftwerk nicht kleiner?
  • Jeanette  Müller 19.10.2016
    Wusste gar nicht das Mossul in Afghanistan liegt. Dachte immer das wäre im Irak. Mal abgesehen davon gäbs da noch andere die gegen die Schweiz kämpfen, wie z.B. Glättli, Wermuth usw.
  • Marion  Jost aus Schönenwerd
    19.10.2016
    Interessant, man findet es also toll wenn man einen Menschen der nun wirklich friedlich ist mit einem Taliban vergleicht, einem skrupellosen Mörder. Wie laut wäre wohl der Aufschrei gewesen hätte man das mit Rösti, Brunner oder sogar Blocher getan! Die meisten Kommentatoren hier zeichnen sich durch eine grosse SVP-Eigenschaft aus, der Doppelmoral!!! Kein Wunder ist die Schweiz gespalten, wenn die eine Seite denkt sie darf alles und die anderen nichts! PFUI!
    • Renato  Tivoli aus Luzern
      19.10.2016
      Nein, ich finde es auch nicht toll. Ich finde es genau so verwerflich, wie damals, als die "Linken" Grübel, Vasella und Co. nackt dargestellt haben. Lustig: Jetzt schreien sie auf - aber bei andern finden sie es cool. Ich frage mich immer wieder: Mit was für Schwachsinn beschäftigt sich Links und Rechts eigentlich. Anstelle könnte man doch auch einfach nur Gutes tun, oder im Stillen seiner Arbeit nachgehen. Wie viele "normale" Menschen auch.
  • Hansjürg  Meister 19.10.2016
    Man müsste dem GLP-Nationalrat Beat Flach einmal erklären, dass die Taliban afghanische Kämpfer sind und Mossul im Irak ist. Dazwischen liegen über 3000 km. Erschreckend flach das Bildungsniveau unserer Politiker.
  • beat  baur aus niederbipp
    18.10.2016
    wie brauchen strom. aber die grünen propagieren den akw ausstieg,
    sind gegen windkraft, kohlekraftwerke und alles was strom erzeugt. ich hoffe aber, dass die grünen wissen, dass wir strom brauchen. auch die, ach so tollen, elektro autos fahren nicht mit wasser. insbesondere die ökobilanz der benötigten batterien katastrophal sind.von daher, der ökoterrorist ist gar nicht so abwegig...