Nicht nur in Nigeria haben wir vermittelt Die Schweiz, gefragte Friedensstifterin

BERN - Dank der Hilfe der Schweiz ist es der nigerianischen Regierung gelungen, 21 Mädchen aus der Geiselhaft von Boko Haram zu befreien. Nicht nur dort sind die Guten Dienste der neutralen Schweiz äusserst gefragt.

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Für 21 nigerianische Mädchen hat der Horror ein Ende. Zweieinhalb Jahre nach ihrer Entführung durch die islamistische Terrormiliz Boko Haram konnten die Schülerinnen endlich befreit werden – auch dank der Hilfe der Schweiz.

Schweizer Experten der Abteilung «Menschliche Sicherheit» des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) vermittelten zwischen der Regierung Nigerias und Vertretern der Islamisten-Miliz. Wie genau die Guten Dienste der Schweiz in Nigeria aussahen und in welchem Rahmen sie fortgeführt werden, wollen die Behörden auf Anfrage von BLICK nicht sagen. Klar ist einzig, dass die nigerianische Regierung auf die Schweiz zu ging und um die Hilfe bei der Befreiung der gekidnappten Mädchen bat.

In über 20 Ländern Friedensprozesse begleitet

Das ist keine Seltenheit. Die Guten Dienste der Schweiz sind gefragt. Das EDA schreibt, man sei in den vergangenen Jahren zu einer beliebten «Partnerin in der Mediation von Friedensverhandlungen und in der Unterstützung von Mediations- und Friedensprozessen geworden». In über 20 Ländern hat die Schweiz über 30 Friedensprozesse begleitet. Direkt an Friedensverhandlungen beteiligt haben sich Schweizer Experten in über 15 Fällen, darunter Syrien, Sri Lanka, Mali, Myanmar und Kolumbien.

Zudem hat die Schweiz aktuell noch sechs Schutzmachtmandate, kümmert sich also im Rahmen ihrer diplomatischen Vertretungen um die Interessen anderer Staaten im Ausland – und das teilweise seit Jahrzehnten. Die Mandate für die USA und Kuba sind erst vor Kurzem hinfällig geworden, nachdem die Staaten 2015 ihre jahrzehntelange Eiszeit beendet und die Botschaften wieder geöffnet haben. Noch immer vertritt die Schweiz derweil die Interessen der USA im Iran, des Irans in Ägypten sowie jeweils gegenseitig von Russland und Georgien sowie Saudi-Arabien und Iran. (lha)

Publiziert am 14.10.2016 | Aktualisiert am 18.10.2016
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  • Monica  Rebolledo aus Chillan
    15.10.2016
    Schön aber bis jetzt hat BOKO HARAM in den Jahren über 20 000 Menschen umgebracht...und dies mit Europäischen Waffen....und wir rühmen uns.. einfach alles eine Farce... Noch immer vertritt die Schweiz derweil die Interessen der USA im Iran, und der BR läasst im Gegenzug die Hosen runter..