Neues Hobby des SVP-Chefs: Toni Brunner züchtet Kampfkühe

Der abtretende SVP-Präsident Toni Brunner will eine kleine Eringer-Kampfkuh-Zucht aufbauen. Vier Tiere stehen schon in seinem Stall.

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Einen Teil seiner neu gewonnen freien Zeit will der abtretende SVP-Präsident Toni Brunner in sein neues Bauer-Hobby investieren. Er baut auf seinem Hof im Toggenburg eine kleine Eringer-Kampfkuh-Zucht auf. «Im Sommer gehe ich mit meinen Tieren auf eine Alp, wo dann die Alpkönigin gekürt wird»,  sagt er im Interview mit der «NZZ am Sonntag».

«Taifun war liebe auf den ersten Blick»

Das Eringer-Projekt startete Brunner vor genau einem Jahr und eher spontan. Am Ostermontag 2015 war Brunner Gast an einem Ringkuhkampf im Oberwallis. Auf dem Richtplatz machte es sich auf die Suche nach der Nummer 74 (sein Jahrgang). «Als ich Taifun schliesslich gefunden hatte, war es Liebe auf den ersten Blick», sagte Brunner kürzlich im «Schweizer Bauer».

Kurz darauf stand der Visper Viehhänder mit Taifun auf seinem Hof ob Ebnat-Kappel. «Schon vom ersten Tag an war Taifun eine natürliche Autorität inmitten einer Herde brauner Kühe», erinnert sich Brunner. Die neue Hierarchie sei innert weniger Sekunden klar gewesen. Taifun etablierte sich sofort als die neue Chefin der Herde – ganz zum Leidwesen der bisherigen Leitkuh Linda.

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«Das Haushalten gehört bisher nicht zu meinen Kernkompetenzen.» Noch-SVP-Boss Toni Brunner fürchtet sich wohl etwas vor eine möglichen Wahl seiner Partnerin in den Regierungsrat. Sabine Wunderlin

Nach dem Alpsommer kamen zwei auf Brunners Hof zwei weitere Eringer-Kühe dazu. Der Landwirt gibt den Kühen Micabol und Lulu Gastrecht. Die beiden gehören den Nationalratskollegen Franz Grüter (LU) und Thomas Aeschi (ZG). Und Taifun brauchte auch schon ihr erstes Kalb zur Welt. Die kleine Tigris übt auf der Weide schon wacker das Stechen mit anderen Kälbern.

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Mit Milchkühen kann ers schon lange: Bauer Toni Brunner (2008).

Unklar ist noch, ob Brunner nach seinem Abgang aus dem Parteipräsidium auch mehr im Haushalt mithelfen muss. Seine Partnerin Esther Friedli kandidiert derzeit für die Wahl in den St. Galler Regierungsrat. Man müsse nun erst mal schauen, ob tatsächlich mehr an ihm hängen bleibe, meint Brunner im «NZZ am Sonntag»-Interview. «Das Haushalten gehört bisher nicht zu meinen Kernkompetenzen.» (jow)

Publiziert am 27.03.2016 | Aktualisiert am 29.03.2016
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10 Kommentare
  • Annemarie   Setz 27.03.2016
    Kuhkämpfe gehören zu einer althergebrachten Tradition, die Ehringerkühe sind bekannt dafür. Ich bin Tierfreundin, verstehe aber nicht, wie man diese Kuhkämpfe mit den für die Stiere brutalen und mit dem Tod endenden Stierkämpfen in Spanien vergleichen kann. Kuhkämpfe finden auf der Weide statt, selten gibt es eine Verletzung, es ist einfach der Kampf um den Königstitel. Das Schwingen müsste man ja dann auch verbieten. Hirschkämpfe in freier Natur gibt es jährlich. Also, was solls?
  • Thomas  Forler 27.03.2016
    Und diese Tierquälerei unterstützen wir auch noch mit unseren Steuern (Subventionen). Aber ich traue ihm schon zu, dass seine Kühe gute Kämpfer werden, wenn er sie so erzieht, wie er Politik macht. Auch ein Hobby im Tierschutz hat er ja anscheinend "ke luscht". Wäre aber sinnvoller...
  • Hanspeter  Niederer 27.03.2016
    Wann werden diese Kuhkämpfe endlich verboten? Diese Kühe kämpfen nicht freiwillig gegeneinander, sie werden dazu gezwungen, indem man ihnen keine Fluchtmöglichkeit lässt.
  • JuveLeo  Stromp aus Zug
    27.03.2016
    Wo sind all die Stierkampfkritiker? Keine Proteste gegen Kuhkämpfe?
  • Edith  Zellweger , via Facebook 27.03.2016
    Was kann man schon von Politikern erwarten, die Ihre Perversionen an und mit Tieren ausleben- gar nichts!

    Ein Tiermissbrauch mehr in übelster Form und wie immer, schaut die Mehrheit der Bevölkerung zu und bejubelt diese Tierquälerei und diesen Tiermissbrauch auch noch! Pfui!
    • Alain  Dodane , via Facebook 27.03.2016
      Was ist an Kuhkämpfen Tiermissbrauch?? DAS machen diese Kühe ebenso auf der Weide!! Nennt man Rangkämpfe.
      Dummerweise hat Frau Zellweger, die extrem gelutngssüchtige Tierrechtlerin, von Biologie und Ökologie weniger Ahnung als ein Elefant vom Wetttrinken und lässt so gut wie immer nur Müll raus.
    • Schmid  Edi 27.03.2016
      Madam Zellweger: Bisschen starken Tabak, von Perversionen zu sprechen. Pervers finde ich z.B, wenn einer vorsätzlich mit dem SUV Wildschweine abschlachtet und noch eine milde Strafe bekommt.
      Betreffend dieser Kuhrasse, sollten Sie sich zuerst erkundigen, bevor Sie Ihre Gedanken frustrierend zu Papier bringen.
    • Emil  Chrazminöd 27.03.2016
      Ich habs mir gleich gedacht. Kaum wird etwas über Tiere publiziert, so meldet sich Frau Zellweger auch schon wieder. Sie glaubt wirklich, dass sie über das Thema Tiere allwissend ist.
    • Theres  Küenzi aus Seeberg
      28.03.2016
      auch wenn ich den brunner toni gar nicht mag, muss doch gesagt werden, dass kuhkämpfe überhaupt nicht mit stierkämpfe verglichen werden kann. diese kämpfe gibt es auch auf den weiden. sie verletzen sich auch nicht und man nennt das streng gesehen rangordnung also eigendlich ein natürlicher vorgang. ich bin übrigens auch total gegen stierkämpfe.