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Der Franken ist stark, der Euro schwach. Das setzt der Schweizer Exportindustrie gewaltig zu. Als erstes grosses Unternehmen will von Roll Infratec seine Grenzgänger ab 2012 darum in Euro zahlen ().
«Diese kalte Einführung des Euros ist fatal, sie öffnet Lohndumping Tür und Tor», sagt der Berner SP-Nationalrat und Unia-Gewerkschafter Corrado Pardini (45).
Er weiss aber auch: Exportfirmen haben tatsächlich Probleme. Dem SonntagsBLICK sagte er, wie er dem Lohndumping via Euro-Löhnen einen Riegel schieben will.
Er reicht darum heute im Nationalrat einen ganzen Strauss von Motionen ein, mit denen sowohl der Industrie als auch den Angestellten geholfen werden soll.
Die zentralen Forderungen
Lohnüberwacher Pardini: «Er garantiert, dass die Personenfreizügigkeit nicht zu Lohndruck führt.» Das Vorbild ist der Preisüberwacher.
Sanktionen verstärken Lohndumping-Bussen müssen zwingend durchgesetzt werden, vor allem auch bei ausländischen Firmen.
Keine Euro-Löhne «Der Bundesrat soll die Bezahlung von Schweizer Löhnen in Fremdwährung verbieten», so Pardini. Und ebenso die direkte Anbindung der Löhne an fremde Währungen.
Währungsversicherung «Der Bund muss dafür sorgen, dass die Exportwirtschaft starke Währungsschwankungen versichern kann», verlangt Pardini. So wie bei der Exportrisikoversicherung. Wer korrekte Löhne zahlt und kein Personal abbaut, wird für eine bestimmte Zeit unterstützt.