Nach historischem SVP-Sieg im Aargau Verlierer geben sich aufs Dach

AARAU - Die SVP hat mit Franziska Roth einen zweiten Sitz im Regierungsrat gewonnen. Dank der BDP, sagt die Linke. Die Beschuldigten behaupten das Gegenteil.

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Der Kanton Aargau hat gewählt. Mit Franziska Roth (52) wurde heute erstmals eine zweite Vertreterin der SVP in den Regierungsrat gewählt. Sie hat sich mit knapp 10'000 Stimmen Vorsprung gegen Yvonne Feri von der SP und mit etwas über 20'000 Stimmen gegen die Drittplatzierte Maya Bally (BDP) durchgesetzt. Bei der SVP herrscht Freude, während sich die Verlierer nun den Schwarzen Peter zuschieben.

Für ihn hat die BDP den Sieg der SVP zu verantworten: Cédric Wermuth (30), SP-Nationalrat und Co-Präsident der SP Aargau. play
Für ihn hat die BDP den Sieg der SVP zu verantworten: Cédric Wermuth (30), SP-Nationalrat und Co-Präsident der SP Aargau. Keystone/Gaetan Bally
 

Die SP sagt, die BDP sei schuld

Cédric Wermuth, SP-Nationalrat und Co-Präsident der SP Aargau, bezeichnet die BDP als Steigbügelhalterin: «Die BDP hat dieses Resultat mit Hilfe der CVP ermöglicht. Ihre chancenlose Kandidatur war nichts anderes.» Die Konsequenzen werde nun das Volk zu spüren bekommen.

Schiebt den Schwarzen Peter zurück: BDP-Nationalrat Bernhard Guhl (44). play
Schiebt den Schwarzen Peter zurück: BDP-Nationalrat Bernhard Guhl (44). Keystone/Gaetan Bally
 

Die BDP sagt, die SP sei schuld

Bernhard Guhl, BDP-Nationalrat und Präsident der aargauischen Kantonalpartei, lässt die Vorwürfe nicht gelten: «Wermuth soll erst mal vor der eigenen Tür kehren.»

Hätte die SP im zweiten Wahlgang auf eine Kandidatur verzichtet, wäre der letzte Sitz nicht bei der SVP gelandet. «Wenn sich die Linke und die Mitte auf eine gemeinsame gemässigte Mittekandidatur geeinigt hätten, wäre das Resultat jetzt wohl anders», so Guhl. «Hätte sich Feri zurückgezogen, wären wohl einige der linken Stimmen zur Mitte gegangen», glaubt er. Doch da Feri für viele aus der Mitte unwählbar sei, hätte ein Rückzug Ballys das Resultat wohl kaum verändert.

Auch von «chancenlos» will Guhl nichts hören: «Frau Bally hat im ersten Wahlgang gut abgeschnitten. Wir wurden ausserdem seitens der CVP- und der FDP-Basis motiviert, nochmals anzutreten, da diese die linke Feri und die rechte Roth nicht wählen konnten.» Die FDP-Führung habe eine unglaubliche Kehrtwende vollzogen, wollte sie doch im zweiten Wahlgang erst einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken, nur um nachher doch Franziska Roth zu unterstützen.

Publiziert am 27.11.2016 | Aktualisiert am 27.11.2016
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15 Kommentare
  • Marco  Steingruber aus Fribourg
    28.11.2016
    Was der politisch pubertäre Wermuth sagt, ist ohnehin wertlos und gut für den Abfalleimer. Was soll also die Aufregung?
  • Paul  Meier aus Bergdietikon
    28.11.2016
    Ein schlechter Verlierer, der Herr Wermuth. Und offensichtlich kennt er die Aargauer schlecht. Frau Feri ist viel schlicht nicht wählbar! Warum kapiert er das nicht? Sie hat ein gutes Resulatat gemacht für den NR - aber das war eine Proporzwahl, hier ging es um einen Personenwahl. Ballys Resultat war (leider) marginal, aber nicht zu lasten von Roth. Roth ist keine Leuchte - aber das muss der SP noch mehr zu denken geben! Nicht mal gegen eine schwache Kandidatur konnte sie gewinnen!!
  • Anders  Denker 28.11.2016
    Super Cédric: Hätten sich SVP und BDP gegenseitig Stimmen abgeluchst, so dass Feri gewählt worden wäre, dann hätten Sie das Wort "Steigbügelhalter" wohl urplötzlich vergessen. Sehr schlechter Verlierer.
  • Alexandra  Weber aus Kloten
    28.11.2016
    Warum muss immer ein Beschuldigter gesucht werden? Ist das der IQ der Schweiz? Es geht um den Kanton Aargau, um die Schweiz und nicht um persönliches Wohlgefühl und Siegesehrungen.
    eewz
  • Hubert  Schoch 28.11.2016
    die Halbwertszeit des aargauer roten Wunders welches vor einigen Wochen Cedric Wermuth zugeschrieben wurde, ist doch etwas kürzer als diejenige von Abfällen aus einem aargauer AKW.
    Im Gegensatz zu diesen Abfällen stinken aber die Ausreden von Wermuth zum Himmel