Nach der Party bei Kirk Douglas (100) Köppel beschimpft FDP und SP als «Schein-Elite»

BERN - Der SVP-Nationalrat Roger Köppel ärgert sich über die Umsetzung der Initiative gegen die Masseneinwanderung. Als diese beschlossen wurde, knipst er in Beverly Hills Selfies.

Bester Platz für Roger Köppel und sein Smartphone: Der SVP-Nationalrat und der Basler Filmproduzent Arthur Cohn sassen gleich neben Jubilar Kirk Douglas und dessen Sohn Michael. play
Das Smartphone parat in der Hand: Roger Köppel (l.) nahm mit Arthur Cohn an der Geburtagsparty von Hollywood-Legende Kirk Douglas teil. AP

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Unternehmenssteuerreform III Gemeinden drohen mit Initiativen
2 CVP- und FDP-Ständeräte im Einbürgerungs-Dilemma Im Boot mit dem...
3 SVP-Ständerat Alex Kuprecht «Dieses Plakat ist mir einige Niveaus zu...

Politik

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
58 Kommentare
Fehler
Melden

Anfang Woche fand im Parlament die letzte Abstimmung über die Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative statt, nun folgt noch die Schlussabstimmung am Freitag. 

Einer war besonders erbost über die geplante Umsetzung: Roger Köppel, der Zürcher SVP-Nationalrat und «Weltwoche»-Chefredaktor. Im Werbevideo für die aktuelle «Weltwoche» tat er seinen Ärger kund: «Wir sind jetzt in dem Gebäude, in dem diese Woche die Demokratie beerdigt wurde» – aufgenommen hat er es in der Wandelhalle des Bundeshauses.

Weltwoche-Video-Vorschau 50/16

Ein «politisches Himmelfahrtskommando aus FDP und SP» habe beschlossen, die Initiative nicht umzusetzen. Stattdessen habe man ein untaugliches Gesetz konstruiert. Es sei anscheinend der Zeitpunkt gekommen, an dem der Stimmbürger der «sogenannten politischen Elite» gleichgültig sei.

«Eine Elite, die nicht mehr an die Leute denkt, denen sie dienen soll, sondern nur noch an sich selbst, das ist keine Elite mehr, das ist eine Schein-Elite.»

Pikant: Während der letzten Abstimmungen war Köppel – der selbst zur Politiker-Elite gehört – gar nicht anwesend. Entschuldigt war er nicht, auf der Präsenzliste eingetragen auch nicht. Beim Parlamentsdienst reagierte man verwirrt, im Gegensatz zu seinem Stuhl im Ratssaal war sein Garderobenhaken nämlich zeitweise besetzt. 

Ein Selfie mit Steven Spielberg: Roger Köppel in Beverly Hills. play
Ein Selfie mit Steven Spielberg: Roger Köppel in Beverly Hills. Auszug: "Weltwoche"
«Damit im Saal etwas noch älter ist als Kirk Douglas».

Köppel fehlte bekanntlich wegen einer Reise nach Hollywood (wir berichteten): Der 51-Jährige nahm an der Geburtstagsfeier des 100 Jahre alten Kirk Douglas teil. Und schoss dort Selfies mit Steven Spielberg, Michael Douglas & Co. Zum Dank prangte der Jubilar heute auf dem «Weltwoche»-Titel («Der letzte Titan»). Als Mitbringsel gab es Schweizer Schokolade, in einer antiken Box aus dem 19. Jahrhundert – «damit im Saal etwas noch älter ist als Kirk Douglas».

Zu seiner USA-Reise sagte er dem «SonntagsBlick»: «Anders als manche Kollegen im Bundeshaus bin ich kein Berufspolitiker, sondern ein Unternehmer und Journalist im freien Markt.» Es könne daher schon vorkommen, dass er Abstimmungen verpasse.

Publiziert am 15.12.2016 | Aktualisiert am 17.12.2016
teilen
teilen
0 shares
58 Kommentare
Fehler
Melden

58 Kommentare
  • Willy   Brauen aus Flamatt
    17.12.2016
    Scheinheiligkeit in Grossformat! Als könnte Köppel mit Absage seiner Reise zum Geburtstag von Kirk Douglas (den er persönlich kennt und eigeladen wurde) unsere Demokratie retten, wenn die FDP und die SP sie in Grund und Boden gefahren hat?

  • Fritz  Frigorr 17.12.2016
    Der ist doch nur im NR, damit er die dadurch entstehenden Beziehungen für sein Schmierblatt nutzen kann. Und Selfies mit Promis machen doch nur kleine Kinder dachte ich immer ? Ach so, er ist ja sehr kindisch in seinem Verhalten.
  • Hugo  Stiglitz aus Frankreich
    16.12.2016
    Graeben schaufeln und Feindseligkeiten pflegen, da ist er stark. Er haette eher mal seine Partei wegen einer schwierig umsetzbaren Initiative geruegt. Zudem: Die Demokratie funktionierte immer so! Nun wirklich nicht die erste Initiative, fuer danach ein Referendum kommt. Daa war sehr sehr oft so. Das mal als Gedanke fuer die, welche immer bloed dahinreden, die Demokratie sei tot und aehnlichen Schmarren..
  • Jenkins  Roy aus Geneve
    16.12.2016
    Das ganze System ist hier wie überall korrupt beschämend der Bundesrat und seine Komplizen beuten das Volk aus wiieviel Bellers haben wir hier
    die vom Geldverschwenden kaum mehr existieren können Hausi Leuteneggers die 25 Millionen im Jahr generieren und lebenslang in Saus und Braus leben während der kleine Mann nicht einmal seine Verpflichtungen nachkommen kann. Es dürfte sowas nicht geben
    Lachnummer 1 wir haben eine ausbeuterische Demokratie
  • fritz  gerber 16.12.2016
    So wie Köppel gegen die FDP fährt, nicht nur wegen der Masseneinwanderung auch in vielen anderen Themen, kann ja keine Bürgerliche Allianz mehr mit der SVP geschmiedet werden. Auch die Berichte in der Weltwoche über Herr Müller von der FDP wahren zum Heulen. Ich werde mein Weltwoche Abonnement nicht mehr verlängern.