Nach Auffahrunfall FahrusWYSS weg

Die Berner Stapi-Kandidatin Ursula Wyss hat vor einigen Monaten im Auto einen Unfall gebaut.

Oft mit dem Velo, selten mit dem Auto unterwegs: SP-Politikerin Ursula Wyss. play

Oft mit dem Velo, selten mit dem Auto unterwegs: SP-Politikerin Ursula Wyss.

Roger Baur

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Glück im Unglück für Ursula Wyss (43): Die SP-Kandidatin für das Berner Stadtpräsidium verursachte mit dem Auto einen Auffahrunfall, verletzt wurde niemand. Ihren Führerschein war Wyss trotzdem für einen Monat los.

Die vierköpfige Familie von Wyss besitzt keinen eigenen Wagen – bei Bedarf mietet sie einen beim Carsharing-Unternehmen Mobility. Am 15. Januar dieses Jahres war sie alleine mit dem Mietfahrzeug unterwegs und fuhr auf der Weltpoststrasse in Bern von hinten in ein anderes Auto.

«Dass ich trotz genügend Abstand und ohne Ablenkung auf das vor mir stehende Auto auffuhr, hat damit zu tun, dass ich bei der beabsichtigten Bremsung am Gaspedal hängen blieb», sagt Wyss gegenüber SonntagsBlick. Glücklicherweise sei der Crash bei geringer Geschwindigkeit passiert, sodass keiner der Unfallbeteiligten verletzt worden sei.

Bei Auffahrunfällen wird zwingend ein Administrativverfahren eingeleitet. Wegen Nichtbeherrschens des Fahrzeugs wurde Wyss, Direktorin für Tiefbau und Verkehr, der Permis für 31 Tage abgenommen – das ist in solchen Fällen das Mindestmass.

Lieber mit dem Velo unterwegs

Die Gemeinderätin, die nach eigenen Angaben sehr selten Auto fährt und lieber mit dem Velo unterwegs ist, hat ihre Lehren aus dem Vorfall gezogen. «Ein solcher Unfall zeigt, wie schnell etwas passieren kann. Und wie wichtig daher tiefe Tempolimiten in der Stadt sind.»

Dass der Vorgang jetzt publik wird, ist möglicherweise kein Zufall. In drei Wochen findet in der Bundesstadt die Stichwahl zwischen Wyss und ihrem Grünen Kontrahenten Alec von Graffenried (54) statt. Viele Beobachter erwarten ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Der Wahlkampf wird mit harten Bandagen geführt. Nur zu gerne würden viele den SP-Genossen, die Bern seit 24 Jahren regieren, eins auswischen und den Exdirektor des Bauriesen Losinger Marazzi ins höchste Amt der Bundesstadt hieven.

Wilde Gerüchte werden gestreut, um die frühere Fraktionschefin der SP im Bundeshaus in einem schlechten Licht darzustellen.

Publiziert am 25.12.2016 | Aktualisiert am 11.01.2017
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106 Kommentare
  • Roman  Bachmair aus Naters
    27.12.2016
    Ich wüsste gar nicht, was man da unternehmen müsste, um Wyss in einem schlechten Licht darzustellen, denn da steht sie ja schon lange. Was hat sie denn bisher erreicht? Nichts, aber gerade gar nichts! Die ist ja noch tragischer, als der SP-Wermutstropfen aus dem Aargau und nach Levrat gerade die zweite Katastrophe in der SP.

    Bern wird hoffentlich wenigstens einmal die intelligentere Lösung wählen und das wäre halt in dem Fall die grüne.

  • Monika  Ladner , via Facebook 26.12.2016
    sie schimpft, man solle Tempolimiten einführen, man sehe ja durch ihr Beispiel wie gefährlich es sei. Jedoch hatte ihr Unfall rein gar nichts mit dem Tempo zu tun, sondern nur damit weil sie zu doof ist, sonst bleibt man für gewöhnlich eigentlich nicht am Gaspedal hängen. Womit wiederum gezeigt ist, dass sie grob fahrlässig war, denn das passiert nur mit falschem Schuhwerk oder ähnlichem. Falsche Schuhe werden nicht bestraft, solange man keinen Unfall baut, wenn aber ist eine hohe Strafe richtig
  • Bircher  Werner 26.12.2016
    Dass diese Geschichte noch aufgewärmt wird, obwohl sie bald ein Jahr her, folgenlos sowie strafrechtlich irrelevant ist, könnte ich ja noch verstehen: Es sind Wahlen und man hat offensichtlich nichts besseres, das man gegen Ursula Wyss verwenden kann. Dass dies aber auf der Frontseite "als Lockvogel" gebracht wird, nur um sich dann als langweilige "Halb-Ente" zu entpuppen, wundert mich schon. Wo bleibt da die journalistische Gewichtung und die Sorgfaltspflicht?
  • Andreas  N. aus Zürich
    25.12.2016
    Verwundert mich das? Nein, denn Mobility Fahrer sind eine Gefahr im Strassenverkehr. Mobility Fahrer sind mir schon oft negativ aufgefallen. Die fahren mit 40 in der 50er Zone. Überholen Busse, die wieder einspuren möchten um nur einige zu nennen. Denen fehlt die Erfahrung und deshalb verwundert mich dieser Unfall nicht. Die sollen entweder öfter Auto fahren oder es gleich sein lassen.
  • Daniel  Kohler aus Wohlen
    25.12.2016
    Hand aufs Herz: Nuetzt es irgend einem Buerger das Mindeste, wenn wegen jedem Kratzer ein aufwendiges Verfahren eingeleitet wird? Gibt es irgend ein reales oeffentliches Interesse an solchen Verfahren? Und dies betrifft ja nicht bloss den Strassenverkehr. Staendig steigen die Steuern und ein ueberproportional wachsender Anteil wird in ebensolchen Verwaltungsleichen verbraten. Der Buerger wird zwangsverwaltet und ausgenommen von einer wuchernden Verwaltung, die laengst einzig sich selber dient.
    • Mike  Studer 26.12.2016
      In diesem Fall Ja, denn wenn einem Autofahrer nicht in den Sinn kommt, dass man auch die Handbremse ziehen könnte, überfährt er das nächste Mal einen Fussgänger statt einem anderen Auto hinten auf zu fahren.