Mutter von Corinne Rey-Bellet (†33) unterstützt Forderung der EU: «Es ist zu einfach, an eine Waffe zu kommen»

Die EU will Sturmgewehre verbieten - wegen Terror-Gefahr. Verena Rey-Bellet ist damit einverstanden.

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Sie verlor ihre Tochter, ihren Sohn und den Schwiegersohn durch Schüsse aus einer Armeewaffe. «Ein neues Gesetz macht sie auch nicht wieder lebendig», sagt Verena Rey-Bellet (70). Trotzdem sei die Forderung der EU nach besserer Waffenkontrolle wichtig. «Das könnte helfen, solche Taten  in Zukunft zu verhindern.»

Bald zehn Jahre sind seit der Bluttat von Les Crosets (VS) vergangen. Am Abend des 30. April 2006 tauchte Banker Gerold Stadler (†34) im Chalet der Familie Rey-Bellet auf. Nach einem Streit mit Partnerin Corinne (†33) zückte er seine Ordonnanz-Pistole und erschoss die Skirennfahrerin.

Auch ihr Bruder Alain (†32) starb im Kugelhagel. Verena Rey-Bellet überlebte schwer verletzt, fünf Kugeln waren in ihrem Körper. Der Täter flüchtete, richtete sich später selbst. 

Die Tat löste landesweit Entsetzen und Trauer aus. In kurzer Zeit sammelte die Zeitschrift «Annabelle» 17 000 Unterschriften, um Schusswaffen in Haushalten zu verbieten. Daraus entstand die Initiative «Für den Schutz vor Waffengewalt», die 2007 abgelehnt wurde.

Auch anderer Vorstösse versandeten. Zum Ärger von Hinterbliebenen wie Verena Rey-Bellet. «Bis heute hat sich die Situation leider nicht verbessert», sagt sie. «Es ist immer noch zu einfach, an eine Waffe zu kommen.»

Der Vorstoss der EU könnte das ändern. «Alle Fälle lassen sich auch so nicht verhindern», ist die Walliserin überzeugt. Dennoch sei dies der richtige Weg. «Wenn nur schon ein Mord verhindert werden kann, hat sich diese Änderung sicher gelohnt.»

Publiziert am 21.02.2016 | Aktualisiert am 21.02.2016
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  • Büchel  Hanspeter , via Facebook 22.02.2016
    Bei uns Steuerzahlern heisst es wir sollen nicht Alle in den gleichen Topf werfen und was machen die Lohnempfänger in Bern? werfen uns aber alle in den gleichen Topf, wenn es um Gesetze Geht ! Hauptsachen alles was Spass macht Wirt Verboten
  • Aegerter   Fritz aus Luzern
    22.02.2016
    Eben, man kommt zu einfach zu Waffen. Aber das sind illegale Waffen, und nicht offiziell zuhause gelagerte Waffen. Ich habe mit meiner Dienstpistole noch nie jemanden erschossen, schiesse aber regelmäßig damit. Illegale Waffen werden zu 99 Prozent für Verbrechen genutzt. Und dann bringt dieses Gesetz auch nichts, ausser beraubung der Freiheit durch die EU, ein weiteres mal.
  • Andrew  Hof 22.02.2016
    Bitte unterscheidet die Problematik "Schusswaffe" mit der Problematik "EU-Recht automatisch übernehmen".
  • Markus  Berchier aus Soulce
    22.02.2016
    Klar ist es tragisch wenn es zu solchen Tätigkeiten kommt. Aber wir müssen uns nicht von den Europabefürworter in der Schweiz und den Europarat zu diktieren und vorschreiben was für unser Land richtig und wichtig ist. Wir sind ein eigenständiges Land mit seinen Rechten und Pflichten. wir brauchen keine Fremdherschaft in unserem Lande, weder von aussen noch von innen. Wir haben schon das schärfste und sicherste Waffengesetz in ganz Europa, Herr Junker sollte sich lieber um seine Länder in der EU.
  • Schmid  Edi 22.02.2016
    Iwan: Und habe Sie gesehen, wie sich die linke Chantal äusserte über den "EU-Befehl"! Es gibt leider immer wieder solch tragische Momente.
    Aber Diese stoppt man nicht mit EU-Regeln.