Karriere-Ende? Mutter Hutter: Zurück an den Herd!

  • Publiziert: 07.07.2009, Aktualisiert: 03.01.2012
play Das Ehepaar Ralf und Jasmin Hutter mit den Hochzeits-Ehrengästen Christoph und Silvia Blocher. (SoBli)

BERN – Im Dezember wird Jasmin Hutter Mutter. Nach ihrer eigenen SVP-Ideologie muss sie nun ihre Berner Karriere aufgeben – ihre Gegner werden sie als Feindbild vermissen.

Jasmin Hutter polarisiert: Bei der Wahl zum nervigsten Schweizer 2008 von Blick.ch schaffte sie es auf den 2. Platz hinter Mike Shiva – doch unter SVP-Wählern ist die erzkonservative Bagger-Unternehmerin aus dem St. Galler Rheintal sehr beliebt. Nun zeichnet sich ab, dass ihre Gegner in der nationalen Politik bald ein neues Feindbild brauchen: Hutter ist schwanger. Und sie hat immer betont, dass sie es nicht für möglich halte, die Betreuung eines Kindes und das Mandat als Nationalrätin unter einen Hut zu bringen.

Im BLICK sagte Hutter vor zwei Jahren: «Für mich ist klar, dass ein Elternteil nach den kleinen Kindern schauen soll. Das ist vor allem im Kleinkind-Alter besonders wichtig. Die Eltern verpassen viele schöne Fortschritte, wenn die Kleinen ausser Haus sind».

Klar scheint auch, dass sie als Mutter diese Aufgabe übernehmen wird – und nicht etwa ihr Gatte Ralf. «Ich bin gut ausgebildet und habe einen guten Job – und dennoch würde ich mich, wenn ich Mutter würde, dazu entschliessen, zu Hause zu bleiben», sagte sie Anfang 2007 in einem Interview mit dem «St. Galler Tagblatt».

Wenn sie nun zu ihrem Wort steht und ihre Frau-zurück-an-den-Herd-Ideologie in die Tat umsetzt, müsste sie ihre Politikerkarriere zumindest unterbrechen. Gegenüber Blick.ch bestätigt Hutter, dass sie das Vizepräsidenten-Amt der nationalen SVP abgeben wird. Bei ihrem Nationalratsmandat drückt sie sich dagegen um eine klare Aussage: «Ich will nun zuerst im Dezember mein Kind zur Welt bringen, alles andere sehen wir dann», erklärt sie gegenüber Blick.ch.

Sie werde aber auf jeden Fall zu ihrem Wort stehen und dafür sorgen, dass das Bebe nicht fremdbetreut wird. «Das kann auch bedeuten, dass sich mein Mann und ich die Erziehungsaufgaben teilen», sagt sie. Sie lässt sich also ein Hintertürchen offen, dass sie in der Frühlingssession wieder im Bundeshaus anzutreffen sein wird – als Teilzeit-Nationalrätin. (hhs)