ZÜRICH - Eine Woche nach der Kündigungsankündigung hat Christoph Mörgeli heute definitiv den blauen Brief von der Uni Zürich bekommen. Jetzt scheint alles klar – oder doch noch nicht?
Offiziell heisst das in der neusten Medienmitteilung der Uni Zürich so:
Er wird als Oberassistent und Konservator des Medizinhistorischen Museums aufgrund ungenügender Leistung und schwerwiegender Loyalitätspflichtverletungen entlassen. Prof. Mörgeli ist per sofort freigestellt.»
Inhaltich hat sich nichts Neues ergeben seit der aufsehenerregenden Pressekonferenz von Uni-Rektor Andreas Fischer vor Wochenfrist. Aber nach dem Hin und Her der letzten Tage ist Mörgelis Kündigung jetzt auch formal beschlossene Sache.
Mörgeli und seine Anwälte hatten moniert, dass sie gar keine Kündigung erhalten hätten letzten Freitag. Die Uni wiederum betonte, sie habe die Entlassung nur angekündigt und das rechtliche Gehör gewährt.
Mörgeli hat gemäss Uni gestern Donnerstag Stellung genommen. Danach sei die Uni zum Schluss gekommen, dass «das Angestelltenverhältnis mit Prof. Mörgeli zu kündigen und per sofort freizustellen sei».
Immerhin: Die Uni will Mörgeli ermöglichen, seine wissenschaftliche Arbeit als Titularprofessor weiterzuführen. Ob das nur pro forma ist, bleibt unklar. Denn eine Vereinbarung dazu werde erst später separat getroffen.
Damit scheint die Mögeli-Kündigung definitiv und vollzogen. Oder doch nicht? Mörgeli hat einen letzten Strohhalm: Er kann innert 30 Tagen Rekurs erheben und anschliessend den Entscheid der Rekurskommission noch ans Zürcher Verwaltungsgericht weiterziehen. (roc)
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