Mit 188 Stimmen zur Bundespräsidentin gewählt Glanzresultat für Doris Leuthard!

BERN - Die Bundesversammlung hat Doris Leuthard zur Bundespräsidentin gewählt. Die Aargauerin wird die Regierung zum zweiten Mal anführen.

Mit super Ergebnis: Doris Leuthard als Bundespräsidentin gewählt play
Zum zweiten Mal Bundespräsidentin: Doris Leuthard. KEY

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Glanzresultat für Doris Leuthard: Die 53-jährige CVP-Infrastrukturministerin wurde von der Bundesversammlung zur neuen Bundespräsidentin gewählt. Sie erhielt 188 Stimmen von 207 Stimmen. 

Das ist weniger als Johann Schneider-Ammann vor einem Jahr (196 Stimmen), aber deutlich mehr als Leuthard selbst bei ihrer ersten Wahl im Dezember 2009 erhielt (158 Stimmen). Zum Vizepräsidenten gewählt wurde mit 187 Stimmen SP-Innenminister Alain Berset (FR).

«Wir sind alle das Volk»

In ihrer Ansprache sprach sich die frisch gewählte CVP-Frau für eine selbstbewusste Schweiz aus. Auch wenn die Globalisierung nicht nur Gewinner kenne, habe die stabile Schweiz mit klugen Köpfen beste Voraussetzungen, die Herausforderungen zu meistern. «Es gibt in der Schweiz keine Aufteilung in Elite und Volk, weil wir alle zum Volk gehören», so Leuthard.

Zum zweiten Mal an der Spitze

Leuthard erhält nach 2010 eine zweite Chance, den Bundesrat zu führen und das Land zu repräsentieren. Und sie wird sie besser nutzen, als ihr das im ersten Präsidialjahr gelang. Damals brillierte sie zwar auf dem internationalen Parkett mit US-Präsident Barack Obama, Kanzlerin Angela Merkel und dem Papst – und das Ausland war angetan von ihrem Stil und Charme.

Auch rhetorisch dürfte das Präsidialjahr 2017 reibungsloser verlaufen als die Amtszeit von Schneider-Ammann, der insbesondere in der französischsprachigen Welt für Lacher sorgte.

Zwist im Bundesrat

Doch innenpolitisch lief es Leuthard im ersten Anlauf nicht ganz so gut. Der Bundesrat war nach der Finanzkrise und dem Libyen-Debakel um die Schweizer Geiseln zerstritten.

Und Leuthard goss mit einer öffentlichen Rüge an ihre Kollegen Micheline Calmy-Rey und Ueli Maurer noch Öl ins Feuer. Dabei war sie mit dem Anspruch angetreten, das Gremium zu einen. 

Eine alte Häsin

Heute sind die Vorzeichen anders. Zum einen ist Leuthard selbst reifer und erfahrener geworden. Als amtsälteste Bundesrätin ist sie die alte Häsin im Kollegium. Und auch der Gesamtbundesrat macht weniger Schlagzeilen als vor sieben Jahren. Zu sagen, dass das Gremium harmonisch funktioniert, wäre zwar übertrieben. Doch Antipathien und Machtkämpfe dringen immerhin nicht mehr an die Öffentlichkeit.

Publiziert am 07.12.2016 | Aktualisiert am 15.12.2016
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21 Kommentare
  • Roland  Zoelper aus Rodersdorf
    07.12.2016
    188 von 207 Stimmen???
    Hat die Bundesversammlung nicht 246 Stimmen??
    Wo ist die Differenz geblieben?
  • Mike  Pokos aus Birmensdorf
    07.12.2016
    H. Weber ich wahr letztes Jahr in B, Bern was da ab geht ist schlimmer als in der Kinder Garten. Sie alle machen so oder so nicht das was Volk viel, sehr Traurig.
  • Ramses  Inker 07.12.2016
    Es ist wie an der Oscar, Bambi oder Music awards, es ist am schönsten wenn man unter sich feiern kann und sich mit Gleichgesinnten in den Himmel loben kann. Hauptsache man streichelt sich gegenseitig und schaut das man ausgesorgt hat, statt sich mit den wirklichen Problemen vom Fussvolk befassen.
    • Peter  Hilsen , via Facebook 07.12.2016
      Bravo Herr Inker
      eine wo das gut Beobachtet Es stimmt auch
  • Ruedi  Voser 07.12.2016
    Gratuliere! Noch ein Jahr dauergrinsen, ein paar schöne Reisli, Abgaben- Preiserhöhungen. Aber wenn die Gerüchte stimmen tritt sie Ende 2017 ab. Ein Licht am Ende des Tunnels.
  • Fridolin  Glarner-Walker aus Genf
    07.12.2016
    «Es gibt in der Schweiz keine Aufteilung in Elite und Volk, weil wir alle zum Volk gehören», so Leuthard. Liebe Frau Leuthard, die Elite hat aber andere Spielregeln. Das Volk muss sich immer mehr dem internationalen Konkurrenzkampf anpassen, Löhne stagnieren oder sinken und zukünftig werden wir, das Volk, tiefere Renten haben. Bundesräte beziehen nach Ihrer Amtszeit und egal in welchem Alter, eine lebenslange Rente die dem halben BR-Salär entspricht.