Mindestens 1000 Fr Wehrpflichtersatz im Jahr Untaugliche sollen tiefer in die Tasche greifen

Wer sich vom dem Militärdienst drückt oder wegen Gebrechen nicht einrücken kann, soll künftig mehr Wehrpflichtersatz zahlen. Das will eine Studiengruppe des VBS.

Rekruten der Infanterie bei der Zugschule auf der grünen Wiese play
Bezahlen statt stramm stehen: Wer nicht in die Rekrutenschule einrückt, soll beim Wehrpflichtersatz künftig einen höheren Mindesbetrag zahlen. Keystone

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Ada Marra (SP) bleibt auf «Burka-Finderlohn» sitzen «Die dritte...
2 Positive Reaktion Burkhalter habe vor Jinping «nicht gekuscht»
3 Senioren-Autofahrer sollen später zur Pflicht-Kontrolle Hausärzte...

Politik

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
584 shares
33 Kommentare
Fehler
Melden

Heute kommen die Untauglichen billig weg. Wer wenig Einkommen hat, muss im Jahr lediglich den Mindestbeitrag an Wehrpflichtersatz von 400 Franken zahlen. Bei besser Verdienenden sind es 3 Prozent des Einkommens. 

Das Abschleichen vom Militärdienst über die Untauglichkeit soll künftig teurer werden. So schlägt eine Studiengruppe des Verteidigungsdepartementes vor, die Mindestabgabe auf 1000 Franken zu erhöhen, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt. Für die gesamte Dienstzeit von heute 260 Tagen würde damit die Mindestabgabe von 4400 auf 11'000 Franken steigen.

Bei bürgerlichen Sicherheitspolitikern stösst die Idee auf Zustimmung. «Wer auf dem blauen Weg der Armee ausweicht, kommt zu günstig weg», sagt SVP-Nationalrat Jakob Büchler. Auch andere Nationalräte befürworten laut «NZZ am Sonntag» eine Erhöhung der Idee. (jow)

Publiziert am 16.10.2016 | Aktualisiert am 16.10.2016
teilen
teilen
584 shares
33 Kommentare
Fehler
Melden

33 Kommentare
  • Fritz  Hoffmann 17.10.2016
    Meine Frau und ich waren in den 60iger Jahren voll berufstätig. Ich wurde damals aus gesundheitlichen Gründen Dienstuntauglich. Damals wurde für den Militärpflichtersatz das Einkommen von mir und meiner Frau berechnet und das ergab schon damals 800 Fr. Die berufstätige Ehefrau wurde somit für die Untauglichkeit ihres Mannes "mitbestraft".
  • Morgan  Schwab aus Bülach
    17.10.2016
    Wegen Gebrechen noch bezahlen müssen ? Gehts noch ? Diese Menschen haben doch schon genug Probleme, warum da noch dringend benötigtes Geld von denen stehlen ? Die haben kein leichtes Leben, viele davon sind nicht reich, manche leben in Armut, und dann soll noch viel Geld gezahlt werden ? Hier könnte die SVP mal zeigen, dass sie wirklich eine Volkspartei ist, und dafür sorgen, dass das abgeschafft wird.. Aber ich glaube nicht dran, dass die SVP sich dafür einsetzt..
  • Mac  Weber 17.10.2016
    Wenn sich jemand willentlich vom Dienst drückt, soll er bezahlen. Das geht in Ordnung. Aber man darf nicht alle in den gleichen Korb werfen.
    Es gibt aber auch solche, die wegen körperlicher Gebrechen keinen Dienst leisten können. Das die für ihre Unfähigkeit auch noch bezahlen müssen ist eine absolute Frechheit und schikanös!
  • Niko  Cord 17.10.2016
    Der Fehler liegt im System. Wehrpflichtersatz ist gut und recht, aber es muss mehr Optionen geben für Leute welche als Untauglich empfunden werden, aber gerne leisten würden! Ich hätte gerne Zivildienst geleistet, aber als Untauglicher darf man das ja nicht... Und der Staat hat es nicht für Nötig erachtet mich zum Zivilschutz aufzubieten... hatte also keine Wahl und musste Zahlen, obwohl ich gerne eine Leistung erbracht hätte.
    Und was ist mit den Frauen? Gleichberechtigung?
  • Peter  Graf aus Bad Ragaz
    17.10.2016
    Die Schweiz hat bald 8,5 Mio. Einwohner. Über 25 Prozent davon heute Ausländer, dazu viele berufstätige Frauen. Alle erhalten den selben Schutz durch Armee und Zivilschutz. Aber nur jene Männer, die kein Militär leisten können oder dürfen, bezahlen Ersatzabgabe. Das ist nicht mehr zeitgemäss. Besser wäre eine allgemeine Abgabe aller Verdiener wie AHV-Minimum und Dienstleistende sind während Einsatzjahren (Militär, ZS, Zivildienst, Feuerwehr) davon ausgenommen. So leistet jeder einen Beitrag.