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Josef Kunz, Präsident der Kantonalen Luzerner SVP, begrüsst den Rücktritt Urs Wollenmanns
aus dem Stadtparlament: «Ich finde das vernünftig, er muss jetzt beweisen, dass die Vorwürfe falsch sind.»
Am letzten Freitag berichtete der Zürcher «Tages-Anzeiger», Wollenmann habe sich mit einem Hochschulabschluss gerühmt, der ihm nicht zustehe.
Wollenmann begründet seinen Schritt mit familiären Gründen und zu wenig Unterstützung durch seine Fraktion nach der «Rufmord- Geschichte».
Der Politiker gehört seit 2006 dem Luzerner Stadtparlament an und ist Sekretär der SVP der Stadt Luzern. Er kandidierte auch für den Kantonsrat, wurde aber bei den Wahlen vom Wochenende nicht gewählt.
Dem 47-jährigen Wollenmann wird vorgeworfen, bis vor kurzem auf der Webseite seiner eigenen Textagentur ein «Studium der Betriebs- und Volkswirtschaft» aufgeführt zu haben. Nach dem Skandal um die Doktorarbeit des deutschen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg ist dieser Hinweis auf der Website plötzlich verschwunden.
Für die Stadtluzerner SVP ist der Fall ärgerlich. Nach den langen Debatten um die frauenverachtenden Äusserungen des ehemaligen Parteipolitikers René Kuhn, erschüttert bereits der zweite Skandal die Partei.
Nationalrat Kunz wehrt sich aber gegen diese Deutung: «Die Medien bauschen alles auf, wäre das gleiche in der SP passiert, würde niemand darüber schreiben.»
(SDA/rb)