Lukas Reimann fordert mehr Volksnähe Politiker sollen 2. Klasse fahren

Eingequetscht in der 2. Klasse nach Bern fahren – das könnte bald Parlamentariern und Bundesangestellten blühen, wenn es nach SVP-Nationalrat Lukas Reimann geht. Er fordert, dass der Bund das 1.-Klasse-Gernalabonnement durch ein 2.-Klasse-GA ersetzt.

Mehr Volksnähe: Lukas Reinmann will dass Politiker 2. Klasse fahren play

Wenn die «Volksnähe» physisch wird: Gedränke in der 2. Klasse in der Zürcher S-Bahn.

Keystone/Gaetan Bally

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Das Thema der Woche im Parlament heisst: Sparen! Jetzt kommt SVP-Nationalrat Lukas Reimann (SG) mit einem neuen Sparvorschlag, mit dem er sich auch unter seinen Politikerkollegen wenig Freunde machen wird.

Der Bund soll Bundespolitikern, SBB-Kadern und auch gewissen Bundesangestellten nur noch ein 2.-Klasse-GA statt wie bisher eines für die 1. Klasse zahlen, fordert er laut «20 Minuten» in einer Motion.

Mindestens 600’000 Franken Sparpotenzial

Mehr Volksnähe: Lukas Reinmann will dass Politiker 2. Klasse fahren play
SVP-Nationalrat Lukas Reimann Sabine Wunderlin

Ab dem 11. Dezember tritt der neue Fahrplan in Kraft, ein 1.-Klasse-GA kostet dann 6300 Franken. Allein mit einem Klassenwechsel aller Parlamentarier liessen sich die Kosten jährlich um 600’000 Franken reduzieren, rechnet Reimann vor. «Insgesamt könnten Millionen eingespart werden.» Auch der «Volksnähe» wäre der Schritt zuträglich, glaubt er.

Der Pendlervertreter Kurt Schreiber könnte sich vorstellen, dass mancher Politiker die Pendlerprobleme dadurch besser verstünde, wie «20 Minuten» schreibt. Allerdings bestehe das Risiko, dass sie stattdessen gleich aufs Auto umstiegen.

Edith Graf-Litscher (SP/TG) spricht von einer Pseudo-Sparmassnahme, die neue Probleme schaffe: Der Platz in der 2. Klasse würde dadurch noch knapper.

Neben den Parlamentariern und 313 Bundesangestellten erhalten auch 17’000 SBB-Mitarbeiter ein 1.-Klasse-GA. Nichtkaderleute müssen bei den SBB allerdings einen Teil selbst bezahlen. Zudem seien die Abos ein Lohnbestandteil, erklärt SBB-Sprecher Daniele Pallecchi. (shu)

Publiziert am 02.12.2016 | Aktualisiert am 02.12.2016
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  • Marion  Jost aus Schönenwerd
    02.12.2016
    Die Idee ist sicherlich nicht schlecht, aber bei den überfüllten Zügen nicht optimal da viele Politiker schon im Zug arbeiten und dass da Hans und Franz dabei zusehen soll und vielleicht Daten zu Gesicht bekommt die nicht offiziell sind halte ich für bedenklich! Ein Kompromiss wäre gut, 2.klass GA bekommen sie und den Zuschlag für dien 1. Klasse sollen sie selber zahlen, das sollte machbar sein.
    • Sonja  Zwicker 03.12.2016
      Mit deren Löhnen wäre es auch möglich, das ganze GA selbst zu zahlen! Die Politiker sparen stattdessen lieber bei denen, die eh kaum über die Runden kommen, und lassen sich dafür ihren Luxus u.a. sogar mit Steuergeldern von Menschen finanzieren, die am Existenzminimum leben (u.a. viele Rentner)!
      Reimann hat recht - es täte ihnen gut, sich in der 2. Klasse unter das Fussvolk zu mischen, und dem Volk endlich zuzuhören. Akten studieren ist überflüssig; sie vertreten eh nur das, was ihnen passt!
  • Annemarie   Setz 02.12.2016
    Ich denke, was die National- und Ständeräte verdienen sollte eigentlich überhaupt ausreichen, das GA oder Billet selber zu bezahlen. Das mit der Volksnähe bringt allerdings nichts: In einem überfüllten Zug, wo alle Pendler um ihre Plätze kämpfen, kommt kaum gesprächige Annäherung zustande. Aber eben: Fahrt einfach 1. Klasse, bereitet Euch dort auf die Sitzungen vor und zahlt es doch einfach selbst wie jeder Arbeitnehmer auch.
    • Peter  Aufdermauer , via Facebook 03.12.2016
      Ich denke die Idee mit der Selbstbezahlung ist angebracht, verdienen sie ja so oder so überdurchschnittlich. Wenn ich z.B. an die Herren Rösti/Reimann und so weiter denke, mit allen ihren zusätzlichen Einkommen aus verschiedenen Mandaten, dann wäre dies eigentlich die *Folksnähe* die wir wünschten. Wir Steuerzahler sind ihnen Allen sehr dankbar.
  • Abbas  Schumacher aus Basel
    02.12.2016
    Sie fahren im Jahr 4 mal 3 Wochen nach Bern. Das ABO ist aber das ganze Jahr gültig. Würde vorschlagen, dass sie entweder 3/4 des Abos selber bezahlen, oder das ABO nur während dieser Zeit gültig ist!
  • Dino  Villiger 02.12.2016
    Selbstverständlich sollen die Parlamentarier auch helfen zu sparen. Bei ihrem Einkommen können Sie ja 1. Klasse lösen, aber gratis erhalten sie nur noch 2. Klass GA. Ich habe mal bei einer Diskussion gehört, dass alle mithelfen müssen zu sparen, also ist dies ein kleiner Anfang.
    • Sonja  Zwicker 03.12.2016
      Mit ALLE ist natürlich bei den Sparmassnahmen wie immer die untere Bevölkerungsschicht gemeint! Die können bis zu 67 oder noch länger ihr Zugticket 2. Klasse zur Arbeit selbst zahlen, und mit ihren Steuen zusätzlich das GA 1. Klasse der Parlamentarier (für ihre paar Sitzungen im Jahr) mitfinanzieren!
      Das Ganze läuft dann unter der wohlklingenden Bezeichnung RECHTSSTAAT!
  • Morgan  Schwab aus Bülach
    02.12.2016
    Ich möchte, dass die Politiker sich konzentrieren können, und eine saubere Arbeit abliefern. Da sollte dann auch möglich sein, dass die 1. Klasse fahren. Allerdings will ich dafür sehen, dass die sich für uns einsetzen. z.B sollen die dafür sorgen, dass es hier in der Schweiz mal endlich günstiger wird. Stichwort Kassensturz und Hochpreisinsel.. Die Politiker sollten daran erinnert werden, dass sie nicht für die Reichen, und Konzerne zu politisieren haben..
    • Remo  Albrecht aus Höri
      02.12.2016
      Verstehe ich jetzt nicht: immer und überall setzen sie sich genau für das Gegenteil ein. Aber das linke Gedankengut dringt trotzdem durch: sie erpressen die Politiker mit dem Zückerli mit "ja, aber.."
      "Für uns einsetzen"? Wer ist nach ihrer Ansicht "uns"?
      Klar, alles muss noch billiger werden, wir machen uns damit selber kaputt. Gerechte Löhne sollen bezahlt werden, aber im gleichen Atemzug soll alles Billig sein. Wir haben ein anderes System als DE, ihre Idee geht auch link-sozial nicht auf!