Lehrplan-21-Gegnerin war VPM-Mitglied Thurgauer Gehirnwäsche

FRAUENFELD - Der Lehrplan 21 hat es schwer – zumindest im Thurgau. Nächste Woche stimmt das Volk über eine Initiative ab, welche die Schulreform rückgängig machen will. Die Lehrplangegner sprechen von Gehirnwäsche, doch ausgerechnet im Initiativkomitee befinden sich ehemalige Mitglieder der Psychosekte VPM.

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Kommt der neue Lehrplan 21 nun doch nicht an Thurgauer Schulen? Keystone

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Im Thurgau tobt der Bildungskrieg. Der neue Lehrplan 21 steht kurz vor der Einführung, doch die Initiative «Ja zu einer guten Thurgauer Volksschule» will der Unterrichtsreform den Garaus machen. Die Reformgegner bekommen prominente Unterstützung.

Fast eine Doppelseite widmete die «Weltwoche» dem Thema. Eltern und Lehrer würden von der Schulleitung beeinflusst, damit sie gegen die Initiative und damit für den Lehrplan 21 stimmten, schreibt das Magazin. «Entsprechend werden Eltern und widerborstige Lehrer bearbeitet», heisst es weiter. Prominent kommt eine Mutter anonym zu Wort: «Das ist die reinste Gehirnwäsche!»

Sektenartiger Verein

Nun schlägt der Vorwurf der Gehirnwäsche aber auf die Reformgegner zurück. Das «St. Galler Tagblatt» hat publik gemacht, dass Hedwig Schär, die Co-Präsidentin des Initiativkomitees gegen den Lehrplan 21, ein ehemaliges Mitglied des Vereins für Psychologische Menschenkenntnis (VPM) ist.

Der VPM ist kein unbeschriebenes Blatt. «Warnung vor einer Psychosekte» übertitelte «Die Zeit» 1993 einen mehrseitigen Artikel über den illustren Verein. Diese Organisation, welche politisch rechtsaussen eingeordnet wird, kämpfte gegen Schulreformen und war bekannt für ihre abhängigmachenden Methoden.

Kritiker zerrte der Verein vor Gericht. Eine wahre Prozessflut war in den Nuller-Jahren die Folge. Im Jahr 2002 löste sich der VPM auf, angeblich, weil er seine Ziele erreicht habe. Die Gerüchte, die Prozesswut habe den Verein in den finanziellen Ruin getrieben, verstummten allerdings nie ganz.

Aber nicht nur im Thurgau sind ehemalige Mitglieder des VPM aktiv, auch im Zürcher Initiativkomitee sitzen VPM-Anhänger, wie der «Tages-Anzeiger» schrieb.

Publiziert am 18.11.2016 | Aktualisiert am 18.11.2016
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  • anneliese  hofer 18.11.2016
    als thurgauerin kann ich mich immer mehr über diesen kanton wundern. als randkanton müsste dieser besonders an guter bildung interessiert sein. nun nimmt diese sekte noch einfluss, als ob es nicht genug probleme sonst gibt. übrigens sprachen sind auch sehr wichtig. darum ist französisch undenglisch wichtig. zum glück hatte ich im thurgau super französisch lehrer.