Lega killt Parkplätze Grenzgänger sollen aufs Auto verzichten

Der Tessiner Bau- und Umweltdirektor Claudio Zali hat ein einfaches Rezept gegen das Verkehrschaos im Tessin: Italienische Grenzgänger sollen nicht mehr im Auto anreisen. Der Lega-Politiker will schon mal Parkplätze streichen.

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Jetzt ist endlich klar, wer für das Verkehrschaos im Tessin verantwortlich ist. Jedenfalls für den Tessiner Staatsrat Claudio Zali: Es sind die Grenzgänger aus Italien. Zali kämpft darum gegen die Autos aus Italien.

Mit Mitteln, die man eher aus dem Repertoire von Grünen als von Politikern der Lega – dort ist er politisch beheimatet – kennt: Zali will die Italiener dazu bringen, dass sie sich zu Fahrgemeinschaften zusammentun.

Und von den italienischen Gemeinden in der Grenzregion und den Tessiner Firmen erwartet er, dass sie Busse organisieren, in denen die «frontalieri» in Zukunft geordnet anreisen, wie die «NZZ» schreibt.

Dazu hat Zali, der an der Spitze des Tessiner Bau- und Umweltdepartementes steht viele «wilde» Parkierflächen, die im Besitz des Kantons sind und auf dem Grenzgänger bisher parkierten, sperren lassen.

Jetzt will Zali Einkaufszentren und Firmen zur Kasse bitten, die Parkplätze anbieten. Jetzt steht er im Gegenwind: Der Tessiner Industrieverband und die Vereinigung der Grossverteiler haben Opposition angekündigt.

Publiziert am 10.09.2014 | Aktualisiert am 10.09.2014
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5 Kommentare
  • Peter  Klein , via Facebook 11.09.2014
    Mmmhhhh, also ich gehe einmal davon aus, dass die Arbeitskräfte in der Schweiz benötigt werden, denn CH-Bürger würden vermutlich für den mini Lohn nicht arbeiten. Nun kommen diese Leute mit ihrem Fahrzeug, WARUM!!?? Kann man den keine grenzüberschreitende Alternative im ÖV anbieten? Ah sorry, ich vergass, die Schweiz hat ja immer Angst, zuwenig zu verdienen. SORRY
  • Gerhard  Brumann aus Strengelbach
    10.09.2014
    Ist doch klar das der Tessiner Industrieverband und die Grossverteiler sich dagegen wehren! Wenn Parkplatzgebühr kommt keine billigen Arbeitskräfte mehr!!! Die Dumpinglöhne die Sie den Gastarbeitern zahlen würden nicht auch noch für eine Parkplatzgebühr reichen!
  • rolf  sulzer 10.09.2014
    das problem mit italien dürft sein, dass trotzdem verbotenerweise parkiert wird und wir das bussgeld nie bezahlt bekommen.
  • laura  regazzoni aus lugano
    10.09.2014
    Opposition hin oder her, Zali unternimmt endlich etwas. Der Industrieverband und die Vereinigung der Grossveteiler handeln verantwortungslos, wenn sie nicht selbst etwas unternehmen. Das Personal ab der Grenze mit Bussen bis zum Arbeitsort zu befördern ist eine gute Sache, würde nach dem Veursacherprinzip handeln und die Verkehrssituation entspannen. Wer im Tessin unterwegs ist, weiss wovon Zali spricht.
  • stef  bühler aus Schweiz
    10.09.2014
    oder ganz einfach lösen:
    Machen wir es so wie die Deutschen, und verlangen für ausländische FZ einfach pro halbes Jahr 100 Fr und für ein ganzes Jahr 200Fr. Dies könnte durch eine andersfarbige Vignette gemacht weden, analog der ABvignette.