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Bereit Peter Kurer im Bundeshaus. (RDB)
Die Geschäftsprüfungskommission (GPK), welche das UBS-Debakel und das Verhalten des Bundesrates in der Finanzkrise untersucht, hat nun endlich ehemalige Verantwortliche der UBS zu Befragungen eingeladen. Hintergrund der beschleunigten Arbeiten der GPK-Arbeitsgruppe ist die Drohung mehrerer Parteien, im März eine parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) einzusetzen.
Die Ex-UBS-Chefs sind bereit, vor der Kommission auszusagen. «Ich unterstütze eine schonungslose und vollständige Aufklärung des gesamten Sachverhaltes», sagt der frühere Verwaltungsratspräsident Peter Kurer zu SonntagsBlick. Aus diesem Grund werde er mit der GPK kooperieren und würde «auch einer allfälligen PUK positiv gegenüberstehen».
Kurer geht sogar einen Schritt weiter und schlägt Befragungen nach amerikanischem Vorbild vor: «Vor allem würde ich es begrüssen, wenn die Abklärungen in der Form von öffentlichen Hearings stattfinden würden. Dies im Interesse einer vollen Transparenz für Medien und Öffentlichkeit.»
Auch Marcel Rohner wird nach Bern reisen. Er war unter Kurer CEO der Bank, sowohl bei der Rettung der UBS durch den Bund 2008 als auch bei der Datenherausgabe an die USA im Februar 2009. «Selbstverständlich werde ich vor der GPK persönlich aussagen», sagt er zu SonntagsBlick. Rohner unterstützt ausdrücklich das Bestreben der GPK, volle Transparenz in die komplexen Vorgänge zwischen UBS, Bundesverwaltung, Finanzmarktaufsicht und Nationalbank zu bringen. «Ich werde deshalb umfassend zur Klärung beitragen», so Rohner.
Auch die aktuellen Chefs der Bank werden aussagen, wie UBS-Sprecher Christoph Meier bestätigt: «Die UBS steht der GPK selbstverständlich zur Verfügung.»
Die GPK versucht unterdessen, mit weiteren Massnahmen die Einsetzung einer PUK zu verhindern. Sie wird bis Mitte Mai nochmals alle betroffenen Behörden und alle Bundesräte anhören, wie SonntagsBlick aus zuverlässiger Quelle weiss. Zudem will die Kommission die Bundesratsprotokolle einsehen.
Man habe die Geschäftsprüfungsdelegation beauftragt, «die Sitzungsprotokolle und Mitberichte beim Bundesrat einzufordern», bestätigt GPK-Präsidentin Maria Roth-Bernasconi. Auch bei Bundesrat Hans-Rudolf Merz hat ein Umdenken stattgefunden. Der Finanzminister liess der GPK eine Kopie seiner persönlichen Ordner zur Datenherausgabe an die USA zukommen.
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Transparenz Der ehemalige UBS-CEO Marcel Rohner will zur Klärung beitragen. (Keystone)