Kritik an Feris Armee-gegen-Sexmob Vorschlag: «Ich weiss, wie sexistisch sich Soldaten benehmen!»

SP-Nationalrätin Yvonne Feri fand nach den Übergriffen in Köln deutliche Worte. Mit ihrer Forderung, notfalls Soldaten bei Grossanlässen einzusetzen, provoziert sie Kritik aus den eigenen Reihen.

«Jungs, hier gelten unsere Regeln.» Yvonne Feri (SP/AG) play
In der Kritik: SP-Frauenpräsidentin Yvonne Feri. EQ Images

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Dem Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung müsse Rechnung getragen werden, so die Aargauer SP-Nationalrätin Yvonne Feri heute im BLICK. Und um dies zu erreichen, will sie notfalls auf die Armee zurückgreifen: «Ich habe nichts dagegen, dass an Grossveranstaltungen vermehrt Sicherheitskräfte, auch Soldaten, zum Einsatz kommen.»

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Juso-Vize Hanna Bay.

Doch mit dieser Forderung eckt Feri an. In den eigenen Reihen. «Dass Yvonne Feri, eine Linke und Präsidentin der SP-Frauen,  jetzt die Armee zu Hilfe ruft, geht überhaupt nicht», sagt Hanna Bay, Vizepräsidentin der Juso.

«Polizei ist zuständig»

Sie fühle sich als SP-Mitglied und Frau überhaupt nicht repräsentiert. «Frau Feri steigt auf einen billigen, rassistischen Diskurs ein. Und mit dieser Meinung stehe ich in der Partei nicht allein», sagt Bay. Das werde sicher noch zu reden geben.

Ähnlich tönt es bei den erklärten Armeegegnern der GSoA. «Für Einsätze im Inland ist die Polizei zuständig und nicht die Armee», sagt GSoA-Sekretär Lewin Lempert.

Sexismus in der Armee

Er hält die Armee für ungeeignet, Frauen bei Grossanlässen vor Übergriffen zu schützen: «Man kennt ja die Sprüche, wonach die Soldaten ihre Waffen wie Frauen ansehen sollen», so Lempert.

Hanna Bay ergänzt: «Ich bin in einem Dorf in der Nähe von Davos aufgewachsen. Jedes Jahr konnte ich während des WEFs in der Beiz beobachten, wie sexistisch sich Soldaten zuweilen benehmen.»

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Gsoa-Sekretär Lewin Lempert.

 

«Das Böse kommt nicht von aussen»

Bay hält die aktuelle Debatte für verlogen. Es werde nun so getan, als ob Sexismus und sexuelle Gewalt importierte Probleme seien. Dabei sei schon beinahe jede Frau in der Schweiz einmal mit Sexismus konfrontiert worden, so die Bündner Juso-Politikerin.

«Aber es ist halt bequem: Herr und Frau Schweizer sind die Braven und das Böse kommt von aussen. Nur stimmt das halt einfach nicht.» (mas)

Publiziert am 15.01.2016 | Aktualisiert am 14.01.2016
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  • Silvio  Valentino aus Winterthur
    15.01.2016
    Hier geht es nicht um "alle" Soldaten, Flüchtlinge oder Nordafrikaner. Auch ich habe erlebt, so wie wohl alle ADA, dass z. B. im WK unter Alkoholeinfluss der eine oder andere -meistens verbale- Uebergriff vorkommt, doch dass Frauen von wildgewordener Soldateska umzingelt, begrapscht, mit den Händen penetriert und dazu ausgeraubt worden wären, wäre mir dann doch neu. Diese neue Dimension ist kulturell bedingt und entstammt dem in islamischen Gesellschaften gängigen Frauenbild: Heilige oder Hure.
  • gustav  meyer aus pratteln
    15.01.2016
    Ich habe auch ein paar Monate gedient, aber nie etwas sexistisches gegen Frauen gehört oder gesehen. Nun sind wir Dummen Soldaten plötzlich fast kriminell. Hoffentlich brauchen die Dummen Linken nie Hilfe von der Armee!!
  • Urs  Kilchenmann 15.01.2016
    Das ist doch einfach dummer Quatsch. Ausgerechnet eine Vertreterin der SP, die sonst immer die ach so teure Armee abschaffen möchte, will die Soldaten zum "Frauenschutz" einsetzen. Was passiert ist, muss aufs Schärfste verurteilt werden. Die nötige Gesetzgebung hat der Stimmbürger gutgeheissen. Unsere Politiker und Richter haben diese nun endlich umzusetzen.
  • Simon  Steiner , via Facebook 15.01.2016
    Die Nordafrikaner in Europa belästigen unsere Frauen. Die linken meinen dazu nur, dass mit dieser Aussage alle in den selben Topf geworfen werden.
    Jetzt heisst es von den linken, dass Armeeangehörige sexistisch seinen.
    Ist dass jetzt der selbe Topf oder muss hier einen neuen Topf benützt werden?
  • Corinne  Jörg aus Chur
    15.01.2016
    Dann kommen Sie mal vorbei, wenn die Rekruten aus dem Unterland in Chur anonym in den Ausgang gehen... Schutzalter interessiert da keinen... es kennt mich ja niemand. Doch das ist ein männliche Gruppenproblem und völlig unabhängig Herkunft. ich weiss, auch Frauen benehmen sich in grossen Gruppen oft völlig hirnlos ;-
    • Monika  Weilenmann , via Facebook 15.01.2016
      Wenn die Soldaten Ausgang haben, sollten wohl Mädchen im Schutzalter nicht in Pubs und Baren rumlungern....