Köppel, Markwalder, Wermuth & Amstutz Die grössten Hass-Duelle in der Zuwanderungsschlacht

BERN - Kurt Fluri musste harte Kritik einstecken. Doch er war nicht der einzige. Ob Adrian Amstutz gegen Cédric Wermuth oder Christa Markwalder gegen Roger Köppel, die Stimmung war gereizt.

Die grössten Hass-Duelle in der Zuwanderungsschlacht

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FDP-Nationalrat Kurt Fluri, «Architekt» des «Inländervorrangs light» weht ein rauer Wind entgegen. Von den Parlamentariern der SVP-Fraktion muss sich der 61-jährige einiges anhören: ihm wird unter anderem Verfassungsbruch, Kuschen vor der EU und schlechte Arbeit vorgeworfen.

Doch nicht nur Fluri kommt unter die Räder. SP-Nationalrat Cédric Wermuth teilt auch ordentlich aus. Er bezeichnet das Verhalten der SVP als Arbeitsverweigerung und geht noch weiter: «Ich verzichte darauf, das, was Sie von der SVP sich in den letzten Tagen geleistet haben, als Kindergarten zu bezeichnen: Das wäre eine Beleidigung für die Kindergärtnerinnen und Kindergärtner in diesem Land.»

Retourkutsche folgt postwendend

Der Fraktionschef der SVP, Adrian Amstutz, kontert postwendend: «Sie lügen hier nicht nur das Parlament an, Sie lügen die Bevölkerung an, die am Fernsehen zuschaut. Es ist eine Unglaublichkeit, was Sie hier auftischen.»

Nationalratspräsidentin Christa Markwalder hatte es auch nicht leicht. Unzählige Male musste sie die Fragesteller daran erinnern, auf den Punkt zu kommen.

Die grössten Politik-Duelle bei der Zuwanderungsdebatte play
Nationalratspräsidentin Chrisa Markwalder (rechts) muss Roger Köppel (links) mehrmals ermahnen, zum Punkt zu kommen. KEY

Der grösste Störenfried: «Weltwoche»-Chef Roger Köppel. Nach der vierten Aufforderung Markwalders, endlich zur Frage zu kommen, verlässt Köppel das Redepult mit dem Kommentar «Respekt bedeutet, dass man Leute ausreden lässt, Frau Nationalratspräsidentin!»

Markwalder murmelt genervt: «Jaja, schon gut.» Minuten später nervt Köppel sie mit der exakt gleichen Frage. Sehen Sie die grössten Hass-Duelle in den Video-Highlights.

Publiziert am 22.09.2016 | Aktualisiert am 24.09.2016

So gehts weiter mit der Masseneinwanderungs-Initiative

Mit dem Entscheid des Nationalrats hat die Umsetzung der ­Masseneinwanderungs-Initiative (MEI) erst begonnen. BLICK zeigt, wie es weitergeht:

10. und 11. Oktober: Staatspolitische Kommission des Ständerats beugt sich über die MEI. Sie muss eine Haltung zur Vorlage finden, wie sie der Nationalrat verabschiedet hat.

Bis Ende Oktober: Bundesrat muss Stellung nehmen zur Volksinitiative «Raus aus der Sackgasse». Diese will die MEI mit der Streichung des entsprechenden Verfassungsartikels rückgängig machen. Interessant wird die Frage sein, ob der Bundesrat ­einen Gegenvorschlag ausarbeiten wird. Dieser hätte wohl das Ziel, die MEI in der Verfassung abzuschwächen.

Ende Oktober: Dann steht das nächste Treffen zwischen Bundespräsident Johann Schneider-Ammann und EU-Präsident Jean-Claude Juncker an. Es bietet immerhin Gelegenheit für einen neuen Versuch, sich doch noch mit der EU gemeinsam auf eine Umsetzung zu einigen.

7. November: Die zuständige Kommission des Ständerats berät erneut die MEI-Vorlage.

Dezember: Ständerat berät in der Wintersession die Vorlage.

Bis 9. Februar 2017: MEI muss gemäss Initiativtext umgesetzt sein.

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4 Kommentare
  • Kurt  Stauffer aus George
    23.09.2016
    Cedric Wehrmuts Aussagen sind eines Nationalrates nicht würdig und zeigt, dass er keine triftigen Argumente hat um zu kontern.Es scheint das bestimmte Nationalräte mit Genugtuung die vom Volk angenommene Initiative bombardieren!Es gibt für die SVP keine andere Lösung als das ganze nochmals vom Volk entscheiden zu lassen!Wie der Enischeid auch ausfallen wird die EU wird ihn nicht akzeptieren!!!
  • Regula  Hiltebrand aus Au
    23.09.2016
    Wieder einmal wurde der Volkswille nicht umgesetzt. Die Linken haben viel zu wenig gekämpft. Ein Inländervorrang wäre sicher möglich, ohne dass die Bilateralen von der EU gekündigt würden, das wäre ja ein Eigengoal. Bei einem Inländervorrang light hat das Volk das Nachsehen, über 50+ erhalten so keine Stelle mehr. Es wird soweit kommen, dass das Volk die Firmen selber kontrolliert, ob der Inländervorrang auch wirklich berücksichtigt wird, andernfalls werden die Firmen an den Pranger gestellt.
  • Ludwig  Chrösius aus Ort
    23.09.2016
    Hakte absolut nichts von körperlicher Gewalt. Aber dem Wermuth einsuf Schnörre haue wär das grösste aller Geschenke.
  • Heinrich  Zimmermann aus Fulenbach
    23.09.2016
    Köppels Worte sind klar und verständlich im Gegensatz zu andern Politikern. Der Volkswille ist auch ganz klar, auf das Tema MEI bezogen. Somit hat es sich für mich, ansonsten ich nicht mehr an Abstimmungen teilnehmen muss.