Was soll das denn! König Blocher im Feindesland

BASEL - Erstmals nach den "BaZ"-Querelen wagte sich Christoph Blocher gestern nach Basel. An der Vorfasnacht konnte er einige bekehren.

  • Publiziert: 08.02.2012
  • Von Karin Müller und Philipp Schrämmli
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Blocher am Kleinbasler Charivari

(Keystone)

Er wagte sich in Feindesland: Gestern Abend erlebten die eher SVP-feindlichen Basler einen Chefstrategen, der sich am vorfasnächtlichen Charivari zu Zoten hinreissen liess.

Die Fasnächtler spielten vor allem mit Blochers eigenen Aussagen. «Herr Blocher, ist heute eine Zeit zum Reden oder zum Schweigen.» Lacher bei den rund 700 Zuschauern im Volkshaus. Blocher: «Ich dachte zum Reden, aber ich schweige wohl lieber.»

Blocher, Hildebrand und Natalie Rickli

Der Interviewer: «Herr Blocher, was war für Sie der grössere Erfolg? Das Rausdrücken von Philipp Hildebrand oder das Reinrücken von Natalie Rickli?».

Blocher lacht und kontert: «Kürzlich sagte einer auf der Bahnhofstrasse «Sind Sie der Herr Bloch?» Nein Blocher. Da sagte er, da sehn Sie wie schnell ich abschalte, wenn ich Sie im Fernsehen sehe.» 

Drei Gemeinsamkeiten zwischen dem Bundesrat und dem Charivari: «Beim Charivari hats mehr Leute. An beiden Orten muss man lachen, aber hier darf man. Und drittens: Im Bundesrat hats mehr Frauen als hier.»

Ein Witz an der Grenze

Pfiffe erntete er bei einem eher derben Scherz zu SP und SVP: «Kürzlich besuchte ich jemanden, dessen Frau gestorben war. Er sagte, seine Frau sei vor 14 Tagen noch der SP beigetreten. Sie sagte, es sei gescheiter, wenn einer von der SP sterbe, als jemand von der SVP.»

Rund 30 Aktivisten hatten sich vor der Veranstaltung für eine Anti-Blocher-Demo versammelt. Auf einem roten Transparent stand «Christoph gang hai!». Ihnen war unverständlich, warum Blocher ein Podium geboten wurde. Ihr Schnitzelbank brachte die Kritik auf den Punkt: «Zerscht hänn d Blochers ganz beflisse, D Basler Läckerli an sich grisse. Und bald druff aabe duet dr Babbe, sich d Basler Zyttig  schnappe. Und dr Milliardär us Herrlibärg, setzt an dr Spitze en treue Zwärg.

Noch ein Zürcher mit Integrationsproblemen

Das siebenjährige Gorillaweibchen Enea sorgt derzeit für einigen Wirbel in der Gorillagruppe des Zoos Basel. Enea ist Ende Januar aus dem Zoo Zürich nach Basel gebracht worden. Die Integration in die Gruppe dürfte mehrere Wochen, wenn nicht Monate dauern hiess es heute Morgen am Zolli-Apéro. 

Kommentare (15)

  • andre  tschudin
    blocher hat mehr anhänger in basel,als den linken lieb ist,leider gibt es immer weniger basler in basel,die ziehts nämlich weg aufs land,ist ja nicht mehr auszuhalten,in der linksten aller linken städte der schweiz,wieviel prozent der zuschauer,waren wohl svp anhänger,würde sagen,gegen 50,aber man schweigt lieber aus lauter feigheit,man könnte ja den job verlieren,besonders bei den verwaltungen,schlimmer gehts nimmer
    • 09.02.2012
    • 2 Gefällt mir
  • Martial  callair , Aargau
    Was sucht eigentlich ein Blocher an der Baslerfasnacht? Ein Affront für das Charivari!
    • 09.02.2012
    • 0 Gefällt mir
  • Emmanuel  Mindanao
    Der Feigling musste durch ein Hintertürchen herein geschleusst werden um das "ich wär gerne was besonderes" Volk dort drin zu unterhalten. Die Rolle als Clown passt zu ihm. Er musste isch ja nicht gross verstellen. Vor der Veranstaltung gabs sogar Protest und Demonstrationen das sagt wohl alles wie willkommen dieser Laveri beim Volk ist.
    • 09.02.2012
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    • Bernhard  Messerli , Fislisbach
      Bei diesen Linken gewaltätigen Chaoten würde ich auch hinten reingehen. Die Linken sind doch immer nur feige, beschädigen fremdes Eigentum oder verschmieren fremde Häuser oder verprügeln Leute. Das ist die wirkliche Schande.
      • 09.02.2012
      • als Kommentar auf Emmanuel  Mindanao
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  • Lionel  Werren , das Original
    Meine Schnitzelbangg dazu:
    DBasler bhaupte, si dängge wie di Linggä
    aber die Bhauptig die tuet hinggä
    denn wenns um dZiircher goht, ojee
    denn schwafle sie rächts wie dSVP!
    • 09.02.2012
    • 1 Gefällt mir
  • Fredi  Eicher , Gossau
    Hut ab Herr Blocher - Sie stehen für Ihre Politik ein. Kein anderer Politiker aus linken Reihen würde solche Grösse zeigen und sich in die "Höhle des Löwen" wagen. Wobei der Löwe hier höchstens ein Mäuschen ist...
    • 09.02.2012
    • 1 Gefällt mir
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