Bundesrat beantragt 26 Milliarden Klar mehr Geld für die Bildung

Der Bundesrat will in den nächsten vier Jahren noch mehr Mittel als bisher in die Bildung, Forschung und Innovation buttern.

  • Aktualisiert: 22.02.2012
  • Von Henry Habegger
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«Unser einziger Rohstoff.» Alain Berset setzt auf Investitionen in Bildung und Forschung.

(EQ Images)

Wie ein eingespieltes Duo präsentierten sich Neo-Innenminister Alain Berset (SP) und Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann (FDP) den Me­dien. Ihre Botschaft: «Die Schweiz belegt einen Spitzenplatz in Bildung, Forschung und Innovation», so Berset. «Wir dürfen aber nicht auf den Lorbeeren ausruhen, es geht um unseren einzigen Rohstoff.» Schneider-Ammann doppelte nach: «Investitionen in diesen Bereich haben für mich allererste Priorität.»

Und das kostet. Geht es nach dem Bundesrat, werden in den Jahren 2013 bis 2016 insgesamt 26 Milliarden Franken in Bildung, Forschung und Innovation (BFI) investiert, davon 2,3 Milliarden in EU-Forschungsprogramme. Das ist ein jährliches nominelles Wachstum von 3,6 Prozent.

Am meisten Geld fliesst in den ETH-Bereich (9,5 Milliarden), die kantonalen Unis (3 Mrd.), die Berufsbildung (3,6 Mrd.), die Fachhochschulen (2,1 Mrd.), den Nationalfonds (3,7 Mrd.) und die Förderagentur für Innovation und die Raumfahrt (je 0,5 Mrd.).

Das letzte Wort hat allerdings das Parlament. Und offen ist, ob die Milliarden wegen des Sparprogramms, das für den Kauf des Kampfjets Gripen nötig würde, noch gestutzt werden. Sowohl Berset als auch Schneider-Ammann zeigen wenig Freude über die Aussicht, wegen der Kampfjets das BFI-Budget zu kürzen. «Selbstverständlich hätten wir gerne die jetzt vorgeschlagenen Mittel», sagte Schneider-Ammann, der wegen der Departementsumgestaltung ab 2013 alleine zuständig ist für die Bildung. «Aber wir werden uns der Diskussion stellen.»

Berset kündigte eine brisante Neuerung im ETH-Bereich an: Die ETH sollen die Möglichkeit erhalten, Studienplätze für ausländische Studenten zu begrenzen, falls wegen Überbelegung die Qualität der Ausbildung gefährdet wäre.

Kommentare (12)

  • Ulrich  Koller
    U.Koller Gamprin
    Die Ausbildung ist sicher das bestangelegte Kapital bei uns. Aber für
    Forschungsleerlauf der nur politischen Zwecken dient ist diesen Studienleitern das Geld zu streichen, z.B. Reinfall Monte Rosa Hütte und 2000 Watt Familie.
    • 23.02.2012
    • 0 Gefällt mir
  • besser  wisser
    2.3 Milliarden in EU-Forschungsprogramme??
    Was erhalten wir dafür?
    • 23.02.2012
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  • Nora  Langmoen
    Es freut mich, dass der Bund in die Forschung investieren möchte.
    Nur wenn in der Schweiz geforscht wird, werden auch bei uns neue Innovationen möglich.
    Daraus können Unternehmen und somit auch Arbeitsplätze entstehen.
    • 23.02.2012
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  • Peter  Stoffel , Rorschach
    Alles gut und rech5. Dann allerdings kann man ja auch die 3,1 Mia. für unsere Sicherheit Kampfjetsausgeben, die mir persönlich weit wichtiger ist, als Studierte.
    • 23.02.2012
    • 1 Gefällt mir
  • Marco  Müller , Bern
    Bildung ist der einzige nachhaltige Rohstoff der Schweiz. Doch was nützt Bildung, wenn bald mal die Hälfte aller in der Schweiz wohnenden Personen keine der Landessprachen spricht ....
    • 23.02.2012
    • 2 Gefällt mir
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