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Thomas Minder und sein persönlicher Mitarbeiter Claudio Kuster (l.)
(RDB, cash/Balz Murer)BERN - Brennen National- und Ständeräte vermehrt aus, weil sie zu geizig sind? Statt die Entlastungspauschale für einen persönlichen Mitarbeiter einzusetzen, verwenden sie den Zustupf für persönliche Zwecke.
Unter dem Begriff «Ressourcenbeitrag» erhalten Bundespolitiker jährlich pauschal 33'000 Franken. Das Geld ist für die Bezahlung eines persönlichen Mitarbeiters gedacht.
Doch laut «Aargauer Zeitung» kassieren viele Parlamentarier einfach dieses Geld und setzen es für andere Zwecke ein. Oder sie lassen sich von der Ehefrau unterstützen.
So zum Beispiel der Bündner BDP-Nationalrat Hansjörg Hassler. Seine Frau hilft ihm bei der Erledigung der Post. Gleiches geschieht beim Walliser Nationalrat Oskar Freysinger (SVP).
Claudio Kuster, persönlicher Mitarbeiter des parteilosen Ständerats Thomas Minder, regt sich darüber auf.
«Der Betrag ist steuerfrei. Parlamentarier, die meinen, auf einen persönlichen Mitarbeiter verzichten zu können, sollen konsequenterweise auf diese Personalentschädigung verzichten.»
Nicht zufrieden mit der finanziellen Entlastung ist der Parlamentarier Balthasar Glättli (Grüne). Er plant für die Wintersession einen überparteilichen Vorstoss. «Die Beträge müssen erhöht werden. 33'000 Franken sind zu wenig.»
Er könne sich aber gut vorstellen, dass künftig den Betrag nur bekommt, wer tatsächlich jemanden anstellt. (kmu)
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